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Wiedereinsteiger 2

Verfasst:
04.12.2005, 18:51
von axelkockel
Hallo Trix Express-Fans,
ich bin neu in der IG-Trix-Express und nicht sicher an welcher Stelle ich mein Anliegen an besten platziere.
Doch zunächst einige Informationen über meine Anlage.
Seit 2 Jahren erfülle ich mir einen Jugendtraum und errichte eine Trix Expressanlage. Dafür stehen mir ca. 2/3 des Dachbodens zur Verfügung. Aufbauend auf einen Familienbestand habe ich das Gleismaterial, die Wagen und die Lokomotiven im Wesentlichen über E-Bay gekauft.
Die Anlagen besteht aus zwei Ebenen (Höhendifferenz 18 cm), die über eine Rampe (2,5% Steigung) verbunden sind.
Am Anfang habe ich 3 Grundsatzentscheidungen getroffen.
1 Wenn ich mir eine schöne Anlage ansehen will, fahre ich nach Hamburg zur Modelleisenbahn Miniatur Wunderland Hamburg GmbH. Daher wird es von meiner Anlage nie optisch schöne Bilder gegeben.
2 Es soll eine digitale Anlage werden. Ich habe mich für das Selectrix-System entschieden, dass von der Fa. Rautenhaus, und anderen, weiterentwickelt wird. Zur Steuerung wird der PC eingesetzt.
3 Es soll eine „Dauerbetrieb“-Anlage werden.
Der Gleisaufbau ist abgeschlossen (erste Sanierungsmaßnahmen zeichnen sich allerdings bereits ab). Das rollende Material besteht aus Trix Express-, Rocco-, Fleischmann-, Mehano- und Electrotren-Produkte. Die Kunststoffradsätze bei den Trix Express-Wagen sind vielfach schon gegen Metall-Radsätze ausgewechselt worden.
Für den digitalen Betrieb habe ich das Dreileiter-System aufgegeben. Durch die gleiche Beschaltung der Außenschienen steht der Gleiskehre und dem Gleisdreieck nichts im Wege.
Als Steuerungssoftware verwende ich zurzeit die „Die kleine Eisenbahn“ (DKE) von Hans-Georg Campe. Sie hat mir bei der Einführung in die digitale Welt gute Dienste geleistet, wird jedoch die späteren komplexen Abläufe nicht abbilden können.
Dadurch ergibt sich die 1. Frage zum Bereich Software-Angebote.
Namentlich kenne ich die Produkte „Railware“, „Railroad“, „Softlok“ und „MES“. Ob sie alle für das Selectrix-System geeignet sind, kann ich nicht beurteilen. Da wären Informationen und Erfahrungen von Mitgliedern der IG-Trix-Express sehr hilfreich.
Der 2. Fragenkomplex betrifft die Betriebssicherheit.
Um diese zu erhöhen, habe ich die Hauptstrecken die Radien R3 – R6 installiert. Dies hat sich leider nicht bei allen Zugeinheiten bewährt. Vor allen bei älteren Wagen mit alten Kupplungen ist der unregelmäßige Kurvenverlauf eher hinderlich. Längere Zugeinheiten (10 – 12 Wagen) neigen bei der Talfahrt in den Kurven zum Auskuppeln. Trotz der großen Radien neigen Puffer und Kupplungen zum Verharken.
Die besten Erfahrungen habe ich mit den starren Kupplungen von Naumburg & Partner gemacht. Allerdings müssen dafür NEM-Schächte vorhanden sein.
Wer kann über Erfahrungen zum Thema Betriebssicherheit berichten, wer kann mir mit Tipps oder Hinweise hilfreich unter die Arme greifen.
Herzliche Grüße aus der Nordheide
Axel

Verfasst:
05.12.2005, 17:54
von Ulrich Albrecht
Axel,
Ich hatte die Idee des Zusammenstueckeln von geraden und gebogenen Gleisen zu groesseren Radien vor etlichen Jahren im Trix Katalog gesehen. Meiner Meinung nach fuehrt das Befahren eines so gestalteten Bogens zu rhytmischen Schwingungen im Zug, die mehr Probleme als das Befahren eines engen Radius geben. Ich benutze soweit als moeglich den R2. Wenn ich groessere Radien benoetigte, wuerde ich diese selbst bauen. Hierzu gibt es mehrere Moeglichkeiten:
1) Bei geraden Trixschienen das Schwellenbad so einschneiden, dass es als Flexgleis benutzet werden kann. Ich habe es einmal in der MIBA vor 3-4 Jahren gelesen, dass jemand so etwas gemacht hat. Aber selbst habe ich es noch nicht ausprobiert.
2) Code 100 Schienen des gewuenschten Radius nehmen, und vorsichtig die Kleineisenteile im innern abfeilen, bis die Trixraeder nicht mehr holpern. Der Mittelleiter wird durch Klaviersaiten oder aehnliches hergestellt. Zur Stabilisierung kann man die Schienen an der Aussenseite mit 2-Komponentenkleber am Schwellenband befestigen, oder mit Kupfer beschichtete Schwellen an einigen Stellen statt der Plastikschwellen einloeten. Ich habe das erstere bei einer Fleischmannweiche gemacht, und es ist sehr stabil. Bei Gleisen wuerde ich jedoch die zweite Moeglichkeit vorziehen.
3) Selbstbau aus Pecoprofilen Code 124 und Tillig Schwellenbaendern. Einige Mitglieder haben dies gemacht, aber wenigstens einer hatte das Problem, dass Raeder langer Lokomotiven in engen Radien klemmen. Andererseits sollte das bei den von Dir beschriebenen Radien nicht auftreten.
Vorteil von 2) und 3): Wenn es niocht klappt, hat man kein Trixgleis verloren!
Ulrich

Verfasst:
05.12.2005, 21:23
von axelkockel
Hallo Ulrich,
vielen Dank für Deine Hinweise!
Sandra Coletta hat im Forum auch schon über die Peco-Gleise berichtet.
Da ich 4 Gleise parallel führe, sind größere Radien unerläßlich. Bei der Testinstallation habe offensichtlich die falschen Wagen gewählt.
Die von Dir beschriebenen Schwingungen tretten vor allen bei kürzeren vierachsigen Wagen, wie z.B. den Selbstentladewagen Fal 167 (33487), auf.
Da der Gleisbau bereits abgeschlossen ist, wird die Änderung eine größere Sanierungsmassnahme.
Herzliche Grüße aus der Nordheide
Axel

Verfasst:
05.12.2005, 21:47
von Ulrich Albrecht
Axel,
Ich habe das gleiche auch bei agen mit Kurzkupplungskinematik beobachtet, die mit einer normalen NEM-Kupplung versehen waren.
Ulrich
Gleisbau

Verfasst:
05.12.2005, 23:34
von Thorsten S.
Hallo Trix Express Kollegen!
Das Problem mit den groesseren Radien habe ich
so erledigt:
1: Man nehme defekte oder gute Bogengleise.
2: Man schneidet das Schwellenband mind. einmal
im Innenradius durch und zwar im Bereich
zwischen den Mittelleiterbefestigungen(je einmal).
3: Mit Hilfe von einer Holzleiste habe ich die grossen
Radien auf eine Holzplatte gezeichnet.
Bei der Holzleiste habe ich an einem Ende ein Loch
fuer einen Nagel zum fixieren gebohrt.
Von dieser Bohrung aus habe ich die Express Radien
auf die Leiste gezeichnet und alle anderen
gewuenschten Radien. Anschliessend habe ich an
diesen markierten Stellen ein Loch gebohrt fuer den
Bleisstift.
4: Hat man nun seine Radien aufgezeichnet kann man
mit dieser Hilfe die aufgeschnittenen Bogengleise
anpassen.
5: Durch das Aufbiegen wird das Gleisprofil im
Innenradius etwas zu lang sein. Dieses trennt man
dann mit dem Dremel oder so ab.
Fazit: So ergibt sich ein eleganter Bogen mit Original
Trix Express Gleisen.
Viele Spass beim basteln.
Viele Gruesse Thorsten

Verfasst:
06.12.2005, 09:26
von Taigatrommel
Hallo Axel,
dein Problem mit dem verhaken der Kupplungen im Gefälle läst darauf schließen das der Zug durch den Tausch der Wagenachsen zu doll schiebt. Durch das leichtere Laufverhaltenen im zusammenhang mit den Spiel in den Kupplungen kommt es in gewissen Fahrsituartionen zu schlagartige Schiebe- bzw. Zugkräfte . Da die Trixkupplungen bei Schiebebetrieb schon immer zu leichten Problemen neigten, würde ich in diesen Fall wieder einige Wagenachsen zurücktauschen, damit der Wagenzug wieder einen gewissen Rollwiederstand hat der den Zug bei Talfahrt bremst. Das hört sich jetzt zwar wie ein Rückschrit an, führt aber nach meiner Meinung zur Beseitigung des Ruckartigen auflaufens der Wagen. Das die Trixkupplungen zum Schiebebetrieb nun überhaupt nicht geeignet sind möchte ich damit aber auch nicht sagen, den ich habe in Dortmund meinen 198 Wagenachsenzug (alle Wagenachsen sind aus Kunststoff) zT. auch mit einer zweiten Lok nachgeschoben was funktionierte, aber wie gesagt in bestimmten Fahrsituartionen neigten Trixkupplungen zu Problemen. Andererseits habe ich Festgestellt, das Kienematikkupplungen egal mit was für eine Kupplung noch Problematicher auf große Zugkräfte reagieren. Da sich der Zug bei Kurvenfahrt mehr in der länge Ausdehnt und anschliessend wieder Zusammenzieht was sehr starke Kraftschwankungen in den Zugverband ergibt. Du must mal verfolgen wie ein Zug sich an der Stelle wo eine Kurve anfängt dähnt / wo eine Kurve aufhört zusammen zieht. Daher mag ich lieber Wagen ohne Kienematik.
Gruß Taigatrommel

Verfasst:
06.12.2005, 15:10
von Ulrich Albrecht
Taigatrommel hat mit seinen Beobachtungen ueber die Kinematik ins Schwarze getroffen. Kurzkupplungskinematiken fuehren oft zu unschoenen Schwingungen im Zugverband. Diese sind ausgepraegter, wenn keine Kurzkupplung benutzt wird.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sowohl die alte Roco- als auch die Fleischmannkurzkupplung eine sehr starre Verbindung ergeben. Hierdurch kann es auf dem Trix R1 zu Aushebern kommen. Die besten Kurzkupplungen sind die von Maerklin und die Roco Universalkupplung, da beide ein geringes Spiel in der Kupplung selbst erlauben. Die Maerklin-KK kuppelt gut mit der klassischen Buegelkupplung. Es gibt jedoch zwei gravierende Problem: Die haken der Kupplung sind sehr klein, und die Konstruktion des Buegels bewirkt, dass nur ein Haken den Zug zusammenhaelt, da der zweite Buegel auf dem unteren aufliegt. Ausserdem stoesst der aufliegende Buegel an die Puffer von nicht Maerklinwagen. Die Roco Unversalkupplung kuppelt sehr sicher untereinander, und hat keine Probleme mit den Puffern, da die Buegel an einer Seite offen sind. Hierduch kann es aber Probleme mit kleinen NEM-Buegelkupplungen geben, z.B. mit denen von Roco und Fleischmann, da diese zu viel Spiel haben. Die alten Trixinternationalkupplung kuppeln mit der Universalkupplung sicher, da sie gross genug sind, um dieses Spiel zu vermeiden.
Auch stimme ich Taigatrommels Beobachtungen ueber das Verhalten der Trixkupplungen beim Schieben zu. Dies und der grosse Kuppelabstand waren mit die Hauptgruende, dass ich Ende der siebziger Jahre alle Trix Express Fahrzeuge auf Trix International Kupplungen umruestete.
Ulrich

Verfasst:
06.12.2005, 15:52
von Sandro Coletta
Hallo Freunde,
ich stimme Ulrich zu. Ich benutze für geschlossene Zugverbände ebenfalls mit sehr gutem Erfolg die Märklin-Kurzkupplung. Vorteil ist, daß sie bei neuen Trix-Wagen schon dabei sind und somit beim Wechsel auf TE-Standard-Kupplung als "Abfall" anfallen.

Verfasst:
06.12.2005, 19:27
von ecki
Original von Sandro Coletta
Hallo Freunde,
ich stimme Ulrich zu. Ich benutze für geschlossene Zugverbände ebenfalls mit sehr gutem Erfolg die Märklin-Kurzkupplung. Vorteil ist, daß sie bei neuen Trix-Wagen schon dabei sind und somit beim Wechsel auf TE-Standard-Kupplung als "Abfall" anfallen.
Hallo Sandro,
wer schon mal des Öfteren einen Märklin oder TRIX HO Wagen nach TE umrüstet oder umbaut, für den kann der "Abfall" recht teuer werden. Deshalb möchte ich an dieser Stelle noch einmal auf den
Tauschservice für IG-Mitglieder hinweisen. Wer seine Märklin KK bzw. TRIX HO Kupplungen (und dann ja wahrscheinlich auch die Radsätze) aus umgerüsteten Wagen gegen EXPRESS Kupplungen und Radsätze tauscht, der kann seine Umrüstkosten auf Null reduzieren. In vielen Fällen ist es wahrscheinlich wirtschaftlicher, so zu verfahren und sich bei Bedarf einzelne KK zu kaufen.
TRIX EXPRESSionistische Grüße
ecki

Verfasst:
06.12.2005, 21:20
von Sandro Coletta
Hallo Ecki,
daß ist in der Tat ein prima Service. Ich könnte also ggf. auch nur die Radsätze eines neuen Trix-Wagens tauschen und die Kupplung behalten? Wie lange dauert es, bis ich die Teile bekomme?

Verfasst:
06.12.2005, 23:45
von ecki
Hallo Sandro,
natürlich kannst Du nur Kupplungen oder nur Radsätze tauschen... Zudem übrigens auch Kupplung lang gegen Kupplung kurz...
Den Tausch sollte eigentlich auch Dein Händler problemlos bewerkstelligen! Wenn nicht, dann eben wir.
Sofern die Tauschartikel bei Märklin vorrätig sind (in letzter Zeit sah es sehr gut aus!), erhalten wir eingesandte Artikel binnen ca. 2 Wochen getauscht.
Wir senden, wie in der verlinkten Seite beschrieben, ca. 4x jährlich ein und sind bemüht, jeweils von einem Treffen zum nächsten zu tauschen.
Gruß ecki

Verfasst:
07.12.2005, 22:20
von axelkockel
Hallo Trix Express Freunde,
als neues Mitglied bin ich schwer begeistert auf die vielen Reaktionen meines ersten Beitrags.
Den Vorschlag von Thorsten werde ich am Wochende ausprobieren. Dieser scheint für meine Anlagenkonstellation sehr geeignet zu sein.
Der Vorschlag von Taigatrommel ist für die Talfahrt einleuchtend. Für die Bergfahrt stellt er möglicherweise ein Handicap dar. Vielleicht kann ich einen Kommpromis finden.
Über die Erfahrungen mit starren Kupplungen habe ich in meinem Erstbeitrag berichtet. Sie treffen für den Zug- und Schubbetrieb zu.
Herzliche Grüsse aus der Nordheide
Axel

Verfasst:
08.12.2005, 11:39
von Taigatrommel
Hallo Axel,
bei denn Vorschlag mit den Zurückrüsten meinte ich natürlich, das du nur ein Teil der Wagenachsen zurückrüsten solltest. Ich vormuhte das du je nach Lok an die 10 bis 15 vierachsige Wagen anhängen könntest, evt. auch 20 je nach Gewicht der Wagen und ob noch eine Kurve in der Steigung ist. Du Glaubst gahr nicht was eine Lok so ziehen kann. Und wie gesagt die Trixkupplungen eignen sich schon für Schiebebetieb, du solltest bloß bestimmte Kurvenkombinationen vermeiden, wie zB. ein sofortigen wechsel von rechts nach links oder umgekehrt. Es sollte immer eine kurze Gerade dazwischen eingebaut sein.
Gruß Taigatrommel

Verfasst:
08.12.2005, 15:01
von Ulrich Albrecht
Taigatrommel hat Recht mit seiner Warnung vor Gegenboegen. Ohne Zwischengerade moegen (fast) keine Kupplungen eine solche Streckenfuehrung, wobei es wenigstens 10cm Gerade sein sollten. Die Gerade sollte so lang als moeglich sein, besonders wenn der Gegenbogen in einer Steigung liegt. Bei Weichenstraasen laesst sich das nicht immer vermeiden, doch kann man den Abzweigwinkel der Trixweichen auf 20 Grad reduzieren, indem man die Strecke hinter dem Herzstueck statt in einem Bogen gerade weiterfuehrt.
Ich wuerde jedoch keine Wagen auf Bakelitraeder zurueckruesten. Diese verdrecken sehr leicht und laufen nicht so rund wie Metallraeder. Wenn einige Wagen mit Metallraedern, die anderen mit Bakelitraedern ausgruestet sind, ergeben sich Einschraenkungen bei der Zugbildung. Wenn Du lange Zuege kurzgekuppelt fahren willst, wuede ich die Roco Universalkupplung empfehlen. Meiner Meinung nach ist sie die beste auf dem Markt: Sie haelt sehr sicher, kuppelt leicht, hat genug Flexibilitaet, um Zwangskraefte zu vermeiden, und hat keine Probleme mit den Puffern.
Ulrich
Ulrich