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Loks und Wagons reinigen und ölen/fetten

BeitragVerfasst: 15.09.2008, 19:02
von Br01
Moin,

ich habe mich nun einigermaßen durch die alten Beiträge gewühlt, konnte aber bisher nichts konkretes in Bezug auf meine Frage finden...

Es geht wie schon im Titel angekündigt um das "wieder auf Vordermann bringen" von rollendem Material.

Ich habe hier meine alte, zum Großteil damals von meinem Vater geerbte Express-Anlage, die ich gerade mit Hilfe der E-Bucht aufstocke.

Die ältesten Teile sind aus den 50ern, die neuesten sind meine 103er mit IR/IC-Wagons, Alter ca. 10-15Jahre.

Ich möchte nun alles (auch die gebrauchten Sachen aus der Bucht) reinigen, konservieren und leichtläufig machen.

In den alten trix-Anleitungen sind ja immer diese Ölungspunkte verzeichnet. Nun scheint ja für einiges Fett besser als Öl zu sein, wobei ich den Grund dafür leider nicht verstanden habe. Irgendwas mit den Rädern?

Nunja, hier meine Fragen dazu:

1.) Bei Wagons gibst ja eigentlich nur die Achslager als interessante Stelle. Habe da bisher bei einigen wenigen Wagons ein bißchen WD40 hingespritzt (lässt sich leider schlecht dosieren, muss ich mal in eine Spritze umfüllen). Ist das Zeug dafür ok oder nicht?

2.) Wäre WD40 etwas für Loks? Oder soll man bei der Modellbahn lieber etwas ganz anderes nehmen?

3.) Welches Öl/Fett verwendet Ihr und wo verwendet Ihr Fett, wo Öl?

4.) An welchen Stellen sollte man bei den Loks schmieren/ölen?


Wie gesagt, es gibt zwar schon ein paar Beiträge dazu, aber konkrete Hersteller-Angaben und/oder Tipps zum eigentlichen Vorgang inkl. der empfehlenswerten Stellen gibt es nicht.


Viele Grüße,
Bernhard

BeitragVerfasst: 15.09.2008, 19:18
von noels
Hallo Bernhard,
WD 40 würde ich nicht nehmen, sonst glänzt irgendwann alles ganz speckig. Es schmiert auch nicht so gut, wenn es unter Druck gerät. Aber es ist gut geeignet, um festgebackenes Öl/Fett zu entfernen.
Die Lokachsen solltest du fetten, statt ölen, weil das Öl in die Plastikbuchsen der Räder kriecht. Was es dort, besonders bei Dampfloks, bewirkt, kannst Du Dir vielleicht selbst vorstellen.
Man kann durchaus die Produkte von Trix und Co verwenden. Zum Ölen habe ich schon seit Jahren ein kleines Fläschchen von Faller mit Dosiernadel. Damit kommt man auch gut an die Zapfenlager der Wagenachsen. Auch das Fett von der IG ist sehr gut.
Persönlich setze ich Öl an allen beweglichen Teilen ein, außer an den Lokachsen. Dabei bin ich aber sehr sparsam, öle lieber öfter. Alle paar Jahre wird alles gründlich entfettet und neu geschmiert.
Wenn bei älteren Modellen die Farbe arg verschmiert ist, kann man sehr gut das Reinigungsmittel für TFT-Displays von Conrad nehmen. Besonders Wagendächer und die helle Lackierung von einigen Loks wird damit wieder ansehnlich.
Gruß
Heiko

BeitragVerfasst: 15.09.2008, 21:29
von Br01
Hallo Heiko,

vielen Dank schonmal für die Tips.

Das mit dem WD40 war auch erstmal ein erster Versuch, nachdem ich hier einen Wagen hatte, der kaum mehr rollte. Nach der WD40-Behandlung gings wieder, allerdings ist die Sprühdose trotz angestecktem Röhrchen nicht gerade etwas für punktuelle Anwendung und ich musste den Wagon danach gut abreiben, da er tatsächlich speckig glänzte.

Hmm ich kann mir unter den "Plastikbuchsen der Räder" leider nicht wirklich etwas vorstellen, hab mir grad mal meine Br64 angesehen aber konnte da an den Rädern kein Plastik erkennen... nur Metallspeichen, aber ich glaub ich such was Falsches...

Die Pleuel bei der 64 habe ich übrigens bei der Reparatur (war leicht verbogen und Kurbel war verdreht -> Gestänge blockierte den Motor) mit Nähmaschinenöl behandelt, war zumindest von der Dosierung her besser als WD40.

Gibts denn irgendein Fett, was ich ganz normal auf die Schnelle im Baumarkt erstehen kann, oder sollte man sich lieber das IG-Fett bestellen?

Nach dem Faller-Öl werde ich mal schauen, habe ich allerdings noch nie gesehen? Gibts eine Alternative? Hab hier jetzt öfter gelesen, das ganze Zeug von den Herstellern (also Märklin, Roco etc.) wär nicht so dolle.

Du schreibst, Öl an alle beweglichen Teile, außer Lokachsen. Was bleibt denn dann noch? Die Motorlager? Was ist denn mit den Antriebsschnecken und den Zahnrädern, auch Öl? Die sehen so aus, als wären sie gefettet...

Wie entfettet man denn am besten? Alles auseinanderbauen? Und womit?

Das mit dem TFT-Reiniger werd ich mal probieren, die alten Modelle haben zum Teil ollen Staub und irgendwelche Klekse (Farbe, Gammel?) an sich, vielleicht gehts damit ja weg.

Entschuldigt die vielen (dummen) Fragen, ich hab leider wenig Ahnung, bin aber lernfähig und technisch nicht auf den Kopf gefallen, jegliche Erklärungen Eurerseits sollen nicht umsonst verpuffen ;)


Vielen Dank und Grüße,
Bernhard

BeitragVerfasst: 15.09.2008, 22:36
von ecki
Hallo Bernhard,

zum Öl:
Ich verwende seit Jahren stinknormales KFZ-Öl (Vollsynthetik versch. Hersteller) - bisher bin ich vollauf zufrieden.
Zum Ölen verwende ich 2cl-Einmalspritzen mit einer abgestumpften Kanüle.

Sehr selten verwende ich bei Verdacht auf Lagerschäden oder z. B. bei bereits verharzten Lagern das Öl "Lubra metallic" - Vertrieb: TOTAL Deutschland GMBH (= TOTAL - Tankstellen). In aller Regel kommt man aber um eine anschließende komplette Restaurierung des Lagers nicht herum...

Gruß ecki

BeitragVerfasst: 16.09.2008, 06:36
von Br01
Moin Ecki,

ja danke für den Tip, ich hab hier noch ne Menge "Mobil 1" rumstehen, das ist im KFZ-Bereich top, sollte also für Trix auch ok sein ;) (0W-40, Vollsynthetik-Hochleistungsmotoröl). Jetzt muß nur noch eine Spritze her, aber dafür gibts ja die Apotheke.

Bleibt noch die Frage nach dem Fett (und wo Fett, wo Öl).

Viele Grüße,
Bernhard

BeitragVerfasst: 16.09.2008, 12:15
von Richard
Hallo Bernhard

Beim Zusammenbau von Fahrzeugen verwende ich meistens Fett, welches ich mit einer Einwegspritze mit gekürzter Kanüle auftrage. Der Vorteil ist, dass es nach dem Auftragen nicht wegläuft und alles verschmiert.
Als Fett verwende ich seit Jahren hochwertiges Kugellagerfett. Wichtig: Das Fett muss säurefrei sein und es darf nicht verharzen. In den Spezifikationen sind diese Punkte meist speziell erwähnt.

Da die meisten Stellen nach dem Zusammenbau nicht mehr erreichbar sind, verwende ich zum Nachschmieren Öl. Dazu hat sich farbloses Nähmaschinenöl (Vaselineöl) aus dem Baumarkt bestens bewährt.

Für Schneckengetriebe verwende ich ausschliesslich Fett, unabhängig davon ob das Zahrad aus Metall oder Plastk hergestellt wurde.

WD40 ist zum Lösen verharzter Fette sehr gut. Zum Schmieren von quietschenden Fenster- oder Türangeln kann es auch noch gehen, aber zum Schmieren von Modellbahnfahrzeugen ist es definitiv nicht geeignet.

Ich reinige alle Getriebeteile (zerlegt oder unzerlegt) mit Petrol (Lampenpetrol ohne Duftstoffe aus dem Baumarkt) und blase sie anschliessend mit Pressluft aus. Bis jetzt hatte ich nie Probleme, dass die Farben der Fahrzeuge angegriffen wurden.

Plastikgehäuse reinige ich immer mit Geschirrwaschmittel. Dazu taucht man die Gehäuse in die Seifenlauge und "fegt" die Oberfläche mit einer weichen Handwaschbürste. Nachher die Gehäuse mit entmineralisiertem Wasser (ich verwende dazu das Abwasser des Luftentfeuchters) abwaschen und trocknen lassen oder noch besser mit Pressluft abblasen, um Wasserflecken zu vermeiden.

Freundliche Grüsse
Richard

BeitragVerfasst: 16.09.2008, 14:44
von Br01
Hallo Richard,

vielen Dank für die ausführliche Antwort, ich denke nun ist das Thema ausreichend versorgt.

Ich fasse kurz zusammen:

Öl: KFZ- oder Nähmaschinenöl, kein leichtes Kriechöl (wie z.B. WD40), sparsam anwenden an allen beweglichen Teilen außer Lokradlagern und Schneckengetrieben

Fett: hauptsache säurefrei und nicht harzend (mal sehen obs sowas im Baumarkt gibt), benutzen für Schnecken und Lokachslager

Reinigen: mit WD40 olles Fett und Öl entfernen, gegebenenfalls mit Petroleum reinigen und danach wieder neu ölen bzw. abschmieren.

Zum Reinigen der Wagons:
Vorsicht mit Kunststoff und Geschirrspülmittel! Ich habe als Junge ab und zu mal Plastikbausätze gebastelt. Dort stand immer, man solle den Bausatz in einer milden Seifenlauge abwaschen, damit Farbe und Bilder besser halten. Habe da auch immer Spüli genommen und hab einmal einen Bausatz aus Faulheit über Nacht da drin gelassen. Am nächsten Tag war die Oberfläche korrodiert, und zwar nicht zu knapp. Der TFT-Reiniger ist sicher schonender, oder aber eben nur kurz mit Spüli abwaschen, auf keinen Fall einlegen.


Das einzige, was ich immer noch nicht verstanden habe, ist das mit den Lokachslagern und dem Öl, da stehe ich auf dem Schlauch, weil ich einfach nicht weiss, was bei den Rädern die Plastikbuchsen sein sollen.


Viele Grüße,
Bernhard

BeitragVerfasst: 16.09.2008, 17:21
von TE lebt
Hallo Bernhard,

ich will versuchen, das mit den "Plastikbuchsen" aufzuklären.
Bei unserem geliebten Trix Express müssen ja die Lokräder gegeneinander und auch gegen Masse (= Gehäuse, Mittelleiter) isoliert sein, denn sonst klappt das mit dem Zweizugbetrieb ja nicht. Daher sind sie nicht direkt auf die Metallachse aufgepresst, sondern es befindet sich eine Kunststoffbuchse in der Radnabe, die diese Isolierung herstellt.
Kriechöle könnten nun zwischen Achse und Buchse hineinkriechen, wodurch der feste Sitz der Räder auf den Achsen nicht mehr gewährleistet wäre und sie sich verdrehen könnten. Dies hätte speziell bei Dampfloks fatale Folgen, denn wenn der Kurbelzapfenversatz von 90 Grad nicht mehr stimmt, eiert und klemmt es beim Fahren.
Ich hoffe, ich konnte Licht ins Dunkel bringen und grüße herzlich.

Günther

BeitragVerfasst: 16.09.2008, 17:24
von noels
Hallo Bernhard,
zu den Buchsen der Lok- Räder: Da hast Du noch nicht genau geschaut. Und überlege einmal, was passieren würde, wenn Achsen und Räder komplett aus Metall wären..... nix "Zweizugbetrieb".... Die Achsen würden die beiden Außenschienen elektrisch verbinden. Also sind bei Trix Express zwischen der Achse und dem Rad immer Buchsen. Wenn Du einmal genau auf die Räder Deiner BR64 schaust, erkennst Du einen Ring zwischen Rad und Achse. Von hinten sieht man es noch deutlicher.
Wenn jetzt bei Loks mit Kuppelstangen Öl in diese Buchsen kriecht, können sich die Räder auf den Achsen verdrehen. Daß dann die Kuppelstangen nicht mehr passen, ist doch logisch.
Du kannst ja einmal die Probe auf´s Exempel machen: Halte bei einer BR80, BR64... das Rad einer Achse auf der Zahnradseite fest und verschiebe das gegenüberliegende Rad mit dem Daumen. Wenn die Achse schon einmal kräftig geölt war, geht das problemlos. Nach einer Fahrprobe wirst Du allerdings eine Weile brauchen, das Rad wieder richtig einzustellen, damit das Gestänge nicht mehr klemmt.
Besonders bei den schweren Dampfloks BR01/18 und BR42 können sich auf geölten Achsen die Räder leicht verdrehen, wenn man beispielsweise einmal die Fahrtrichtung ruckartig ändert, oder eine "Vollbremsung" aus voller Fahrt hin legt. Dann helfen meist nur noch neue Buchsen und penibles Einstellen der Räder.
Gruß
Heiko

Ups, fast zeitgleich ... aber mit beiden Antworten wird dieser wichtige Punkt hoffentlich richtig deutlich :D

BeitragVerfasst: 16.09.2008, 17:34
von Br01
Moin Günther,

vielen Dank, ich glaub jetzt hab ichs. Ich hab mir unter dem Wort "Buchse" auch was falsches vorgestellt. Im Prinzip ist es dann ja eine Art Plastikfelge für das Metallrad bzw. eine Plastikradnabe.

Ich hätte jetzt zwar gedacht, daß die Verbindung Buchse-Rad irgendwie so verklebt und/oder befestigt ist, daß es sich nicht löst bzw. Öl gar nicht dazwischen kann, aber wenn das so ist leuchtet es ein.


Ich war übrigens vorhin im Baumarkt und habe dort 3 Produkte der gleichen Firma gekauft:

1. Graphitpulver, ich wußte bisher nicht, daß es sowas gibt. Muß das einfach nur an alle beweglichen Teile im Weichengehäuse oder auch außerhalb des Gehäuses, sprich an die Schienen und Schieber der Weiche?

2. Feinöl, harz- und säurefrei. Es ist sehr dünnflüssig und quasi farblos.

3. Kugellagerfett. Hier stand allerdings nichts von harz- und säurefrei. Auch bei keinem anderen erhältlichen Fett (u.a. Nigrin Mehrzweckfett etc.) Diese beiden Attribute standen immer nur bei den Ölen dabei, wurde da eventuell vorher etwas verwechselt?

Der Hersteller heißt "Hanseline", die haben auch eine Website. Hat jemand Erfahrung damit oder kann zu den Sachen etwas sagen?


Viele Grüße,
Bernhard


P.S.: hat sich überschnitten, aber auch an Heiko vielen Dank.
Hmm die Br64 habe ich jetzt zwar repariert und musste dabei auch die Räder von der Achse nehmen, weil die verdreht waren und die Lok klemmte (bei ebay gekauft). Musste es ohne Anleitung auf gut Glück machen und es war ziemlich mühsam, aber dafür daß ich es noch nie gemacht hatte fand ichs ganz ok.
Mittlerweile habe ich auch auf Deiner Website die Anleitung gefunden und zwar demnach alles erledigt (ein Wunder daß ich die Nut der Kurbel entdeckt habe), aber irgendwie läuft die Lok noch nicht hakelfrei. Da muss ich wohl mal diese Radverdreh-Probe machen. Aber was wenn das geht, wo kriege ich denn neue Buchsen her?!

BeitragVerfasst: 18.09.2008, 18:37
von Roman Favero
Hallo
fürs Erste möchte ich auf meinen Beitrag zu Thema Schmieren beim Thema Schienen aufarbeiten hinweisen.
Bei den heutigen hochwertigen Ölen und Fetten für Industrie und Verkehr sind alle Säure- und Harzfrei.
Der Typ mit Vaseline ist gut jedoch gibt es heute viel bessere und auf die jeweilig bestimmten Anwendungen konzipierte Schmierstoffe. Bei Klüber Lubrikant finden sich für jeden erdenklichen Zweck ein abgestimmtes Produkt.
Bei der Verwendung von Autoölen ist es unerheblich ob synthetische oder mineralische Öle. Hauptsache, nicht zu dünnflüssig. 0W-40 sind sehr dünne Longleif-Öle für neue Autos. Diese sind übrigens auch für ältere Autos Gift. Ich verwende lieber 10W-40 oder 15W-50 Öle.
Einbereichsöl mit 20w wären sowiso besser, weil wir ja nie im Winter drausssen fahren. Richtige Gereibeöle sind übrigens Einbereichsöle 90W.
Ein ganz kleiner Tropfen von rel. dickem Öl aus einer Arztspritze mit stumper Nadel im hinteren und vorderen Permamotorlager wirkt oft Wunder. Der Motor läuft nachher viel weniger rau und viel ruhiger.
Roman Favero

BeitragVerfasst: 25.09.2008, 13:41
von GandolfderGraue
Als Tipp, wer liefert:
WD-40 bei Praktiker(20% Aktion) 400ml= 5,59€

Reichelt.de (suche =Kontakt oder Werkstattbedarf/Verbrauchsmatereial/Kontaktspray)
Reingung:
Kontakt 253- Entfetter 65, 400ml= 8,70€
Hochwirksamer, starker Reiniger und Entfetter für Metalle oder Elektromotoren. Tiefenwirksame Reinigungskraft durch längere Einwirkzeit. Löst auch verharzte Verschmutzungen zuverlässig und rückstandsfrei.

Kontakt 209- Kontakt WL, 400ml= 6,70€
Der schnellwirksame Reiniger löst ölige, fettige oder klebrige Verunreinigungen ohne Rückstände zu hinterlassen. Er ist mit den gängigen Materialien in der Elektronik gut verträglich. Entfetten von Lagern und Metalloberflächen in der Feinmechanik.
Entfernen von Kuli oder Filzstift von Gehäuseoberflächen.

Kontakt 238- Reiniger 601, 200ml= 5,85€
Durch seine milde Reinigungswirkung besonders für empfindliche Bauteile und Materialien wie Kunststoff oder Gummi geeignet. Entfernt rückstandsfrei Verschmutzungen aus Staub, Öl und Fett.
Bei stärkere Verschmutzungen zuerst mit KONTAKT WL oder ENTFETTER 65.
Fetten/Ölen:
Kontakt 701- Vaseline Spray,200ml= 5,40€
Hochreine Vaseline als Gleit- und Schutzmittel. Es verbindet die guten Schmier- und Korrosionsschutzeigenschaften von Vaseline mit den Anwendungsvorteilen einer Spraydose.

Kontakt 230- Sprühöl 88, 200ml= 5,15€
Hochwertiges Schmieröl für die Feinmechanik. Das dünnflüssige Feinschmiermittel ist kapillaraktiv, säure- und silikonfrei sowie alterungsbeständig. Es schützt die Schmierstellen auch bei korrosiver Umgebung. Die universellen Anwendungen finden sich im Maschinenbau, der Elektrotechnik oder dem Modellbau. So können feinmechanische Lager, Getriebe, Zahnräder, Armaturen, Ketten usw. zuverlässig mit Schmieröl versorgt werden.

Und von CRC Frei von aromatischen und chlorierten Kohlenwasserstoffen.
Kontakt 406- Quickleen, 500ml=3,40€
Universalreiniger und Entfetter mit breitem Wirkspektrum. Er dringt schnell auch in kleine Ritzen ein, löst und entfernt den Schmutz und trocknet rückstandsfrei in Minutenschnelle ab. Universelle Anwendung zur Entfettung von Metalloberflächen, zur Reinigung von Werkzeug, Schrauben, Armaturen
Kontakt 5562- CRC 5-56, 200ml=3,40€
Hochwertiges Multifunktionsöl zum Schmieren, Lösen, Reinigen und Schützen

Kontakt 401- Sprühfett, 300ml= 6,95€
Universelles weißes Sprühfett. EP-Lithiumseifen-Mehrzweckfett mit Festschmierstoffen. Temperaturfest bis 120°C. Ist nach dem Aufsprühen kriechfähig und dickt dann ein. Anwendung u.a. für Scharniere, Gleitführungen und schwer zugängliche Schmierstellen

Gruß Gundolf

BeitragVerfasst: 09.10.2008, 10:19
von Br01
Moin,

ich hatte mal wieder ein wenig Zeit und hab mir meine Br64 nochmal genauer angesehen:
Leider lassen sich die Räder tatsächlich gegeneinander verdrehen, was erklärt, wieso die Lok anfangs gar nicht fuhr und der Justage des Gestänges auch nur widerwillig laufen will.

Der Kraftaufwand zum Verdrehen ist auch nicht sonderlich hoch, sprich im Fahrbetrieb dürfte das von alleine passieren.

Und was nun? Ich hätte jetzt die Achsen ausgebaut, die Buchsen aus den Rädern gezogen, alles gereinigt, Buchsen wieder eingesteckt und eventuell mit 2K-Kleber oder ähnlichem fixiert und wieder zusammengebaut.
Aber geht das überhaupt?
Oder hat jemand eine andere Lösung?

In der ansonsten super gemachten Anleitung zur Br64 von Heiko Mehnert ist dieses Thema leider nicht behandelt.

Zum Abschluß eine Frage an Heiko: Da ich die Lok nun ohnehin komplett zerlegen muß, würde ich auch gerne den Mabuchi-Motor einbauen. Wo bekomme ich denn das von Dir verwendete Modell mit der konischen Schwungmasse? Habt Ihr das noch im Angebot?
Wird der Motor dann von einer Schraube gehalten oder eingeklebt?
Und kann man die Lok auch mit LEDs ausrüsten (Anleitung?) oder ist der Aufwand hierbei sehr groß?

Viele Grüße,
Bernhard

Trix Fett

BeitragVerfasst: 21.10.2008, 11:06
von Frank Berthel
Hallo
ich verwende z. Zt. noch das Trix-Modellbahnfett (Nr. 66626) und zwar auch für die Radsatzlager. Meine Tube ist mittlerweile ca. 3 Jahre alt. Neuerdings machen die Loks nun unwillige Geräusche, wenn sie gerade angefahren sind. Nachdem sie eine Strecke von ca. 1,5 Meter auf der Anlage zurückgelegt haben, laufen sie wieder einwandfrei und "klingen" dann auch wieder gut geschmiert. Die Loks, die ich daraufhin nachgeschmiert habe, kreischen zunächst genauso. Anscheinend ist das Fett nicht alterungsbeständig. Ich werde es künftig nicht mehr verwenden und auf ein o.g. Produkt aus dem Baumarkt umsteigen.
Viele Grüße
Frank