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RAL Töne

Verfasst:
06.12.2007, 12:03
von Ede-Neersen
Hallo,
ich restauriere gerade einen alten VT 75. Eine Neulackierung ist unumgänglich. Weiß jemand den genauen RAL Ton für das Rot? Welche Farben kann man hier verwenden? Da ich ein ungeduldiger Bastler bin, möchte ich auf Farben zurückgreifen, die man nicht erst zeitraubend bestellen muss, sondern sofort im Fachhandel bekommt. Gibt es zuverlässige Farbtabellen?
Gruß
Ede-Neersen

Verfasst:
06.12.2007, 15:15
von Ulrich Albrecht
Hallo,
Ich habe die Ralfarben fuer Fahrzeuge unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnfarben
gefunden. Weinert bietet Ralfarben an, und Rei hat uns auch schon einmal angeboten, diese zu besorgen. ICh haenge noch eine Tabelle mit Farbaequivalenten verschiedener Hersteller vonModellfarben a.
Ulrich

Verfasst:
06.12.2007, 18:49
von irolke
Hallo Ede-Neersen
Ungedult ist nicht gut wenn du mit Farbe arbeiten willst
die ganze Sache braucht zum trocknen Zeit
Das Rot ist ein Pururrot mit der Ral Nr. 3004
die Farbe gibt es von Revell mit der Nummer 32331
fürs Dach kannst du ein Hellgrau nehmen mit der Nummer RAL 7035 oder RAL 7001
alle Farben gibt es von Revell
und immer alles gut trocknen lassen
mfg Ingo
RAL problematisch

Verfasst:
06.12.2007, 22:08
von ecki
Bei der Lackierung von Flächen gilt:
eine kleine Fläche wirkt in trockenem und ausgehärtetem Zustand dunkler als eine große Fläche, wenn sie mit dem selben Farbton lackiert wurde.
Das bedeutet: Lackiert man ein Lokmodell mit dem echten (RAL-) Farbton des Vorbildes, wirkt das Modell optisch dunkler als das Vorbild.
Fazit: Der Lack des Modelles muss aufgehellt werden, will man die gleiche optische Wirkung erzielen.
Bleibt das Fazit: Um das Mischen (Aufhellen) kommt man nicht herum...
Gruß
ecki

Verfasst:
07.12.2007, 20:41
von Taigatrommel
Hallo Ede,
Wenn du mit einer Sprühdose lackieren willst kanst du auch mit den Modell zum Fabenladen laufen und nach der Ral-Tabelle den Orginal Modellfarbton raussuchen in seidenmat. Vermutlich hat Ingo aber schon die richtigen Farbtöne genant. Sende ihn doch mal eine PN und frage nach.
Gruß Taigatrommel
lok neu lackierung

Verfasst:
07.12.2007, 20:54
von br200
guten abend
zur zeit lackiere ich eine t.e. v200 neu.
farben : dubli color acryl
meiner meinung nach passen die ralfarbtoene gut zum
vorbild.
ich habe im moment die zierliene in arbeit.1mm zierlinienband
(sche-- ss arbeit ,mit schreinerhaenden spagetti zu formen.)
wenn das ganze fertig ist werde ich ein bild einstellen.
nach den zierlinien kommt die neue beschriftung,
von andreas nothaft,drauf,anschliessend klarlack.
frage: von duplicolor gibt es nur matt oder hochglanz
lack,was ist besser oder schlechter
gruss an alle br200
guten abend
meine erste selbstlackierde lok v200
die zierlinie besteht aus 1mm selbstklebeband
lack: wie oben beschrieben, 1 mal klarlack,
nach der beschrieftung erfolgt zweite lackierung
gruss br200

Verfasst:
07.12.2007, 22:13
von Roman Favero
Hallo Ede-Neersen
Ich habe ja die U2 und die U222 gemacht.
Ich habe für beide mit Spraydosen in Ral Tönen gearbeitet.
Ich fand alle Farben von der orriginal TE im grossen Ral Fächer wieder. Bei verschiedenen Herstellern habe ich dann die Acrylfarben zusammen gekauft.
Der Glanzgrad ist ganz entscheidend davon abhängig wie nass oder eben trocken du spritzt. Und natürlich auch wie matt oder glänzend die Grundierung ist.
Auf eine matte Grundierung wirst Du nie im ersten Spritzgang einen Hochglanz hinkriegen. wenn Du noch etwas trockener lackierst, was sicher von Vorteil ist, weil dann keine Läufe und Seen entsehen, dann wird der Lack mit Glanzfarbe gerde so recht seidenmatt.
Sofern Du das Ganze am Schluss noch mit Klarlack überziehst dann ist es nur noch eine Frage vom Schlusslack. Aber auch da gilt je tockener gespritzt desto matter am Schluss die Fläche. Unter den Mahlern und Lackierern ist im übrigen ein Seidenmatt überhaupt nicht genorm. Was dem Einen schon Glanz- oder Hochglanz ist, ist dem Anderen ein Seidenglanz oder schon seidenmatt. Die richtigen Loks waren am Anfang wohl oft eher Glanz bis Seidenglanz lackiert, das Wetter hat dann die Mattierung bis Stumpfmatt runtergebracht.
Dies kann immer wieder an Reparaturen bei Loks und Wagen gesehen werden, die dann so richtig glänzend ins Auge stechen.
Es gibt eigentlich nur eines probieren und üben.
Roman

Verfasst:
10.12.2007, 12:50
von Richard
Hallo Ede-Neersen
Ich verwende meistens die Seidenmattfarben von Revell. Damit konnte ich bis jetzt jeden Farbton zusammenmischen, welchen ich brauchte.
Für den VT75 dürfte das TEE-rot von Revell wahrscheinlich brauchbar sein.
Verdünnt wird mit Terpentinersatz aus dem Baumarkt, ist nicht so teuer wie der Revellverdünner. Eine gute Alternative ist auch der Humbrolverdünner, der trocknet etwas schneller. Gespritzt wird die Farbe dann mit der kleinsten Revell-Pistole.
Grundsätzlich bevorzuge ich Seidenmattfarben. Auf Mattfarben entstehen sehr schnell gut sichtbare Fingenabdrücke (Öl), mit Glanzfarben sehen die Loks aus wie Matchbox-Autos.
Die beste Farben, die ich je verarbeite, waren Nitrofarben. Die sind spätestens nach 10 Minuten durchgetrocknet. Leider sind sie aber heute fast nicht mehr im Handel zu finden.
Freundliche Grüsse
Richard

Verfasst:
10.12.2007, 20:46
von TE lebt
Hallo Richard,
meines Wissens sind die Weinert-Farben Nitro-Acryl-Farben. Mit denen habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie trocknen auch sehr schnell, so um die zehn Minuten. Diese Farben gibt es in vielen RAL-Tönen.
Zur Verdünnung für Airbrush hat sich Isopropyl-Alkohol 100% sehr gut bewährt. Aber dieser Tipp stand schon einmal irgendwo hier im Forum.
Gruß Günther
RAL Farbtabelle

Verfasst:
11.12.2007, 18:44
von Mechanik-Freak
Hallo an Alle.
ich verwende ausschließlich Farben auf Wasserbasis. Die Grundfarben und viele Mischfarben gibt's mit RAL-Nummern im Farbenhandel. Da ich mit Airbrush arbeite sind diese wasserbasierten Lacke einfacher zu handhaben, weil die Arbeitsgreäte leichter zu reinigen sind und die Airbrush nicht unbedingt lösungsmittelbeständige Komponenten haben muß.
Eine Übersicht über die von der DB verwendeten RAL-Farben und die TGL-Farben der DR (Ost) gibts hier:
www.bahnstatistik.de/RAL.htm

Verfasst:
11.12.2007, 19:31
von TE lebt
Hallo Mechanik-Freak,
die von Dir genannten Vorteile der Farben auf Wasserbasis sind unbestritten.
Was die lösugsmittelbeständigen Komponenten der Airbrush anbetrifft, kann ich sagen, dass es hier selbst mit der Pistole aus dem Revell-Starter-Class-Set keine Probleme gibt. Alles lässt sich problemlos mit Aceton reinigen.
Was mich interessiert: Wie behandeltst Du die Modelle vor? Ich hatte Probleme mit der Haftung solcher Farben auf rohen Zinkdruckgussgehäusen (natürlich fettfrei). Zwar grundiere ich trotz Verwendung von Nitro-Acryl-Farben mittlerweile solche Gehäuse vorher, aber wenn die Grundierung auch auf Wasserbasis besteht, dürften sich wohl ähnliche Probleme ergeben. Und wie sieht es mit dem Verlaufen der Farben und der Trocknungszeit aus? Bei Nitro-Acrylfarben verläuft kaum etwas wenn man nicht "draufrotzt" wie ein Wilder, weil sie sehr schnell trocknen.
Zwar gehört das nicht mehr unbedingt zum Thema RAL-Töne, aber es interessiert mich.
Gruß Günther
Farbenlehe

Verfasst:
13.12.2007, 18:19
von Ede-Neersen
Hallo,
ich habe es nun mit Revell-Farben probiert und bin mit dem Ergebnis zufrieden. Die weißen Zierlinien habe ich mit einem Lackstift aus dem Schreibwarenhandel gezogen. Das ging ganz gut. Nur bin ich mit der Beschriftung nicht zufrieden. Welche Tipps könnt ihr mir hier geben, um die erhabenen Ziffern und Buchstaben perfekt zu bemalen?
Vielen Dank für die bisherigen Tipps!
Gruß
Ede-Neersen

Verfasst:
13.12.2007, 20:36
von TE lebt
Hallo Ede-Neersen,
schön, dass Du mit den Revell-Farben zufrieden bist. Ich rate Dir allerdings, diese Farben nicht alt werden zu lassen, da sich dann nach meiner Erfahrung die Trocknungszeit schier endlos verlängert (mehrere Tage).
Handelt es sich bei dem "Lackstift aus dem Schreibwarenhandel" um einen Edding? Diese gibt es mit unterschiedlich feinen Spitzen, und mit der feinsten Ausführung sollte auch die Beschriftung machbar sein. Dies setzt allerdings eine ruhige Hand voraus, und man sollte auch mehr tupfen als malen. Dabei sollte die Spitze eher trocken sein, denn zu viel Farbe läuft sofort in die Zwischenräume, wo sie ja nicht hin soll. Mit viel Gefühl und ohne Zeitdruck geht das, mein Sohnemann hat den Bogen schon ganz gut heraus.
Falls die Beschriftung nicht unbedingt weiß sein muss, wie z.B. bei Loknummern, hat sich bei Metallghäusen auch das Abschleifen der Farbe mit einem kleinen Stück Schleifpapier (Körnung so etwa 400), das auf ein schmales, flaches Holzstäbchen aufgeklebt ist, bewährt. Das Ergebnis ist eine mattsilbrige Schrift, so wie die rohen Zinkdruckgussgehäuse eben aussehen.
Falls Du irgend ein altes Gehäuse hast, bei dem es auf nichts ankommt, empfehle ich einfach zu experimentieren. Hier ist Erfahrung alles!
Good luck oder: gut Lack!
Günther
Farben auf Wasserbasis

Verfasst:
13.12.2007, 22:00
von Mechanik-Freak
Hallo TE lebt,
mit Verlaufen von Farben hab ich absolut keine Probleme. Auch die Trocknungszeit ist recht kurz ca. 20 Minuten). Die Originalfarben mische ich etwa 1:1 mit Wasser, damit sie dünnflüßssiger werden und sich mit der Airbrush gut spritzen lassen. Dabei ist die Brush so eingestellt, daß ich mit viel Luft und relativ wenig Farbe lackiere.
Die Gehäuse grundiere ich mit einer Einbrenngrundierung (2-3 mal hauchdünn gespritzt) und lege sie nach dem Lufttrocknen für ca. 10 Minuten in einen alten kleinen E-Grill mit Heißluftgebläse bei ca 80°C. Dabei verbindet sich die Grundierung mit dem Metallspritzguß (war ein Tip von einem Profi). Danach ist sie selbst mit Nitro nur noch schwer wieder zu entfernen.
Jede weitere Farbschicht (einschließlich Klarlack) wird vom Prinzip ähnlich behandelt nur die Wärmebehandlung ist kürzer - ca. 5 Minuten. Beim Abkleben geht so nichts mehr schief, ich hab keine Schicht anschließend am Klebeband, statt auf dem Gehäuse.
Für wasserbasierte Lacke hab ich mich deshalb entschieden, weil ich mich auf einen Typ Lack festlegen wollte um 1. Inkombatibilitäten zu vermeiden, die dann in Blasebildung enden, und 2. weil meine alte Kager 1601 keine aggresiven Loöemittel veträgt, ich die Brush aber sehr gerne benutze (neben der FineTune von e...), da sie sehr gute Spritzeigenschaften hat und sehr fein dosierbar ist.
Gruß, Michael Morscheck
Mechanik-Freak)

Verfasst:
02.01.2008, 09:09
von Ede-Neersen
Hallo,
leider komm ich erst jetzt dazu, für die Tipps meinen Dank auszusprechen. War wie üblich zu dieser Zeit (Weihnachten / Neujahr) sehr stressig.
Alles Gute für´s neue Jahr.
Gruß
Ede-Neeersen