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Mabuchi statt Kompaktmotor

Verfasst:
15.03.2006, 22:45
von Frank Bertram
Hallo Roland:
vielen Dank für Deine Testfahrten. Aber 10 - 15 % Steigung??? Meinst Du 10 - 15 %o Steigung? Ich glaube kaum, daß eine TE- Lok mit 5 Nahverkerhswagen eine 10 - 15 Prozent Steigung überhaupt schafft (das sind 10 - 15 cm auf einem Meter Strecke!!!).
In diesem Zusammenhang: wie starke Steigungen haben denn die Trixer auf Ihren Anlagen (bei mir sind es 4 - 5 % maximal).
Gruß
Frank Bertram

Verfasst:
15.03.2006, 23:20
von noels
Hallo Frank,
mehr ist auch unrealistisch. Selbst in ganz alten Empfehlungen spricht Trix von max. 10 cm auf 2m Länge.
Mit Gußwagen und Polyamid- Achsen ist das auch wohl die Grenze, wenn man meht als 10 - 14 Achsen ziehen will. Liegt die Steigung in einem Bogen, sollte man das wirklich nicht überschreiten.
Zum Motoreinsatz: Wenn man die Lok an der Kupplung hält, sollte der Motor die Räder zum Schleudern bringen. Würgt man ihn dann ab, muß man sich des Risikos beim Betrieb bewußt sein.
Aber man kann sich natürlich auch sagen: "Macht ja nichts, wenn ich zwei Euro verheize"
Wie RoGer schon schreibt, kann man natürlich eine neue Motoraufnahme für den ff180 ph basteln. Dazu bieten sich die Messingprofile von Conrad an. Man muß dann aber bei Drehgestellok beide Aufnahmen entfernen, damit der Motor nicht zu weit nach hinten kommt und den Drehwinkel einschränkt. Ich werde das einmal umstzen und dann davon berichten.
Gruß
Heiko Mehnert

Verfasst:
16.03.2006, 05:20
von Ulrich Albrecht
Frank,
Zu Deiner Frage ueber die Staerke der Steigung. Im Uhrzeigersinn befahrene Steigung liegen so um die 2.8%, die entgegen den Uhrzeigersinn befahrenen um die 4%. Das liegt daran, dass die letzteren auf dem alten Teil der Anlage liegen. Eine von diesen wird im naechsten Jahr auf 3% reduziert, die andere wird wohl so bleiben.
Ulrich
Steigung

Verfasst:
16.03.2006, 18:06
von RoGer
Hallo,
... ich traue mich ja kaum noch etwas ohne Nachmessen zu schreiben
Die befahrene Steigung beträgt genau 7% (7cm auf 1m - meine Schätzung war also 'übertrieben') und verläuft zudem teilweise in einem Bogen.
Ich habe allerdings noch ein kurzes Steilstück in meiner Anlage. Eigentlich ein nur abwärts befahrenes Rangiergleis in einem Gebirgsteil. Auf dieser 9%-igen Steigung (ebenfalls mit Bogen) drehen die Rädern der Lok mit angehängten Wagen durch - zum Stehen kommt allerdings weder der Motor noch der ganze Zug!
Mich hat in jedem Fall die Motorleistung erstaunt.
Und: Was helfen mir Empfehlungen zu Steigungen von Trix , wenn ich weder den Platz habe, noch die Steigung unrealistisch aussieht oder die Loks mit Leistungsproblemen zu kämpfen haben.
Roland

Verfasst:
16.03.2006, 19:35
von Ulrich Albrecht
Roland,
Das Aussehen dieser starken Steigungen ist eigentlich zweitrangig, und groessere Steigungen als beim Vorbild muss man bei der Modelleisenbahn in Kauf ziehen. Meine Hauptsorge bei diesen Steigungen ist, dass die Loks dauernd im Grenzlastbereich fahren, und das kann nicht gut sein. Das schleudern auf den Schienen kann zu Problemen mit den Haftreifen und der Bechichtung der mit Haftreifen versehenen Raeder fuehren. Ich wuerde auf jeden Fall versuchen, die beiden Steigungen auf 5% zu druecken. Man kann die Durchfahrtshoehe auf ein Minimum reduzieren. Wenn man den Fahrdraht etwas beschneidet, reichen 7.5cm Durchfahrtshoehe bei Oberleitungsbetrieb und 6.5cm ohne Oberleitung aus. Wenn man noch die unteren Gleise ohne Gleisbettung verlegt, kann man nochmals 3 - 5mm herausquetschen.
Ulrich

Verfasst:
17.03.2006, 00:01
von noels
Hallo Roland,
mit unrealistisch meinte ich nicht das Aussehen, sondern den durchführbaren Betrieb. Da habe ich mich blöd ausgedrückt. Wenn Du kurze Züge mit leichten und leichtgängigen Wagen fährst, mögen auch 9% gut gehen.
Ich habe auch beengte Platzverhältnisse und fahre gern lange Züge (2o Essen hinter einer E94, 5 Schürzenwagen mit Beleuchtung hinter einer BR18....) Bei Steigungen über 5% im Bogen, genügt dann ein leichter Ruck, um die Wagen zum Entgleisen zu bringen. Sie fallen dann nach innen in den Bogen. Das habe ich ausprobiert und dann lieber auf solch steile Rampen verzichtet. Ich hätte auch gern einen Ablaufberg. Aber da waren die Versuche auch ernüchternd, weil gerade die älteren Trix- Wagen schlecht laufen.
Gruß
Heiko Mehnert

Verfasst:
17.03.2006, 09:32
von Stefan
Hallo Heiko,
Du optimierst mit enormen Kostenaufwand Deine alten Loks in den Laufeigenschaften (keine Kritik, finde ich spannend!), aber die Wagen nicht? Wie auch immer, das Umkippen der Wagen zum Bogeninneren ist nahezu unabhängig von einer Steigung. Es hängt mit den Kräften an den Kupplungen zusammen, welche durch schlechte Laufeigenschaften und Schleifer vergrößert werden. Wenn Die Zugkraft ausreicht, ist also nicht die Lösung, die Steigung zu verringern, sondern entweder den Bogen größer zu machen (was angesichts der beiden Trix-Radien auf Selbstbau hinausläuft) oder wie Du selbst schreibst die Laufeigenschaften zu optimieren.
Gruß
Stefan

Verfasst:
17.03.2006, 16:18
von Ulrich Albrecht
Stefan,
Ich kann Dir leider nicht zustimmen, wenn Du sagst, dass das Umkippen der Wagen unabhaengig von der Steigung ist. Die Neigung zum Kippen haengt von mehreren Punkten ab, wobei der Schwerpunkt des Wagens und die am Zughaken ausgeuebte Kraft wohl die entscheidenden sind.
Die letztere setzt sich zusammen aus dem Rollwiderstand und der Hangabtriebskraft. Die erste kann durch den Ersatz von Bakelitradern durch Metallraedern reduziert werden, die letztere ist jedoch proportional zur Steigung (fuer solch kleine Steigungswinkel x, wie wir sie hier haben, gilt annaehernd x ~ sin(x) ~ tan(x)). Somit ist die Hangabtriebskraft bei einer 9% Steigung ungefaehr 2.25 mal so hoch als bei einer 4% Steigung.
Den Schwerpunkt des Wagen kann man durch hinzufuegen von Gewichten aendern, aber da erhoeht dann wieder den Hangabtrieb. Wenn man grosse Steigungen hat (> 5%) sollten diese moeglichst gerade sein.
Ulrich

Verfasst:
17.03.2006, 17:57
von noels
Hallo,
der Aussage von Ulrich zur Wirkung der Steigung ist nichts hinzu zu fügen.
Es ist richtig, daß die Metallradsätze eine Verbesserung bringen. Ich müßte noch 200 Wagen umrüsten. Das geht finanziell auch nicht von heute auf morgen.
Dazu kommt, daß ein Teil der schlechten Laufeigenschaften auch in den Zapfenlagern liegt. Auch mit Metallradsätzen wird ein Essen oder ein Wuppertal nicht zum Laufwunder.
Die Radlager bei den vielen alten Gußwagen durch Spitzenlager zu ersetzen, ist doch recht aufwendig.
Gerade bei diesen Wagen ist ein tieferer Schwerpunkt nur schwer zu erreichen. Sie sind nun mal recht hochbeinig.
Da war es in der Summe leichter, auf die Steigung zu verzichten. Also liegt der Schatenbahnhof bei mir auf der Nullebene, wie der Rest des Gleisbildes. Darüber habe ich in abnehmbaren Teilen die Stadtlandschaft gebaut.
Aber das bleibt alles eine Geschmackssache.
Übrigens (um zum ursrünglichen Thema zurück zu kommen): Der Kompaktmotor ist bei Ton Jongen noch zu haben.
Gruß
Heiko Mehnert

Verfasst:
17.03.2006, 19:53
von Ulrich Albrecht
Heiko,
Die richtige Bahn hat aehnliche Lagerprobleme, wie wir sie bei der Trixbahn beobachten. Dort gibt es sowohl Rollen- als auch Gleitlager. Gleitlager laufen schwerer und muessen immer gut geschmiert werden, erreichen aber nie die Qualitaet eines Rollenlagers.
Bei den Zapfenlagern von Trix kann man eine gewisse Laufverbesserung durch einen kleinen Tropfen Oel erreicht werden, aber an die Laufguete eines Spitzenlagers kommt es nicht heran. Daher sind Trix Expresswagen auch keine gute Kandidaten fuer Ablaufberge.
Ulrich
Lieferbarkeit von Trix-Motoren

Verfasst:
17.03.2006, 20:05
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

Verfasst:
17.03.2006, 21:58
von ecki
Miximaxi schrieb:
"Bitte beachten: Die ET-Nummern OHNE die oben verwendeten Leerzeichen (und OHNE Bindestriche) in die jeweiligen Internet-Suchmaschinen (z.B. Märklin, Bahnhöfle, LokShop usw.) eingeben! "
Kleine Ergänzung: Bei den Suchmaschinen ggfls. als Hersteller Märklin eingeben - mit TRIX funztes oft nicht...
Mitglieder können TRIX/Märklin Originalteile auch über die IG ordern, wenn der ortsansässige Fachhändler keine Bestellungen annehmen mag.
Beim Abziehen der Schnecke oder des Zahnrads von der Motorwelle (mit geeignetem Werkzeug!) hat sich das vorherige Erwärmen der Schnecke / des Zahnrads bei mir als sehr hilfreich erwiesen. Dazu reicht schon so'n Billig-Brenner aus dem Baumarkt, den man mit Feuerzeug-Gas betreiben kann. Er sollte aber min. 1000°, besser mehr, schaffen. Sowas kriegt man schon ab ca. 20 Teuronen.
ecki

Herstellerangabe bei Suchmaschine

Verfasst:
18.03.2006, 10:21
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

Verfasst:
18.03.2006, 13:18
von ecki
Hallo Miximaxi,
die IG versteht sich nicht als Preisagentur bzw. Händlerkonkurrenz.
Deshalb sollten die "vielen anderen" Gründe zum Eintritt in die IG überzeugen.
Da wären z.B. die Hilfestellung bei der Ermittlung der zutreffenden Ersatzteilnummer. Oder die Möglichkeit des Radsatz- Kupplungstausches pp. Oder auch die Bereitstellung dieses Forums...
Für Leute ohne Internetanschluss gibts da noch die IG Treffen (auch "Foren" ) und unsere Telefonnummern.
ecki
Motoren

Verfasst:
19.03.2006, 09:31
von Dietmar
Hallo
Auch eine Möglichkeit günstig an Ersatzmotoren oder anderen Teilen zu kommen ist ebay. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass die runtergekommensten Loks oft die besten Motoren haben. Die haben oft jahrelang in einer Spielkiste gelegen und sind kaum gelaufen, und man kann auch noch andere Teile ausbauen. Da kann man oft für 20-30,-€ jede menge Teile bergen und den Rest wieder an andere Bastler versteigern.
Auf die art und weise baue ich mir die oft günstigen TI –Loks auf TE um. Meine beiden Trainer 140er mit Schwungmasse und die beiden roten Ep.4 und 5 140er oder die türkis/beige 217 haben mich auf die art alle zwischen 70-90,-€ gekostet.
Man muss nur oft genug reinschauen und abwarten können und schon mal was auf Vorrat kaufen. Probiert es doch mal aus.
Dietmar