Für die "neue" TE-Kupplung habe ich durch Einbau eines speziell gebogenen Drahtstückes, 0,7 mm dick, ca. 25mm lang, die Möglichkeit zum Vorentkuppeln hergestellt.
Folgendes Material und Werkzeug wird dazu benötigt:
Messingdraht 0,7 mm, Spitzzange und Seitenschneider.
Vorgehensweise:
1) Bei der TE-Kupplung den Bügel und den Ausheber ausbauen.
2) Das auf ca. 25 mm abgelängte Drahtstück mit der Spitzzange so fassen, dass ca. 10 mm überstehen und diese Länge möglichst scharfkantig, rechtwiklig abbiegen.
3) Den abgebogenen Teil erneut so fassen, dass ca. 2 mm Länge rechtwinklig stehen bleiben, die Restlänge von ca. 8 mm wird um ca. 45 Grad abgebogen.
4) Jetzt das Drahtstück so in die beiden freien Bügellöcher der TE-Kupplung stecken, dass der abgebogene Drahtteil zum Kupplungshaken zeigt. Das unter ca. 45 Grad gebogene Drahtende müsste auf der Kupplungshakenspitze aufliegen, falls nicht, entsprechend nachjustieren.
5) Das über die Kupplungshakenspitze überstehende Drahtstück horizontal und parallel zur Fahrtrichtung biegen, es müsste jetzt noch mehr als 2 mm in Richtung Kupplungsschubplatte über die Hakenspitze überstehen.
6) In dieser Position "das Ganze" festhalten und das auf der anderen Seite der Bügellöcher überstehende Drahtende o h n e Verwendung der Spitzzange senkrecht nach unten abbiegen (Dieses Drahtende ist das Rückstellgewicht).
7) Das gesamte Drahtstück müsste sich jetzt leicht in den Bügellöchern bewegen lassen. Im Ruhezustand sollte das mehrfach abgebogene Drahtende exakt auf der Hakenspitze mit Überstand aufliegen, das andere Ende genau senkrecht zum Gleis stehen. In Bewegung sollte dieses senkrechte Drahtstück an die untere Kante der Kupplungsschubplatte anschlagen.

Zum Schluß werden jetzt noch an beiden Drahtenden die Überstände mit dem Seitenschneider eingekürzt und danach entgratet:
Fertiger Überstand an der Hakenspitze und an der Unterkante der Schubplatte jeweils ca. 2 mm.
Die so umgerüstete TE-Kupplung habe ich bisher nur an Loks eingesetzt. Die Funktion mit dem Entkupplungsgleis (Kunstoffschwelle) ist gut, wenn folgender Betriebsablauf beachtet wird:
Den vorzuentkuppelnden Wagen mit der Kupplung über das Entkupplungsgleis fahren. Falls nicht geschoben, leicht zurücksetzen, damit der Kupplungsbügel des Wagens "spannungsfrei" am Haken der Gegenkupplung liegt. Jetzt den Entkuppler so betätigen, dass der Kupplungsbügel angehoben wird, dabei das Vorentkupplungsdrahtstück der Gegenkupplung mitnimmt und übersteigt. Dieses fällt dann zurück, der Kupplungsbügel legt sich darauf ab und hakt deshalb nicht ein. Den Wagen an die gewünschte Position schieben, vorwärts wegfahren. Wenn die Schnittkanten des Vorentkupplungsdrahtstückes sauber entgratet wurden bleibt der Wagen stehen.
Ankuppeln funktioniert wie gewohnt, da sich der Kupplungsbügel durch den Drahtüberstand am Kupplungshaken der Gegenkupplung unter diesem hindurch hinter den Haken legt.
Trixgruß, Gerhard