Hallo Jan,
Jan TE hat geschrieben:Zu ersatzteileversorgung von Trix Express im Algemeinen.
Wenn Märklin nicht in der lage ist unter die hiesige umstände Trix Express teile zu liefern, warum verkaufen die diesen anteil dann nicht an eine andere Firma?
Ich denke, Märklin setzt jetzt nach der Ära der Konkursverwaltung eine vorsichtige Politik um, die lauten könnte: "Wir backen wieder kleinere Brötchen, aber die lassen sich auf 'sicher' verkaufen".
Schaue Dir dazu die Neuheiten-Kataloge 2011 von "Märklin" und "TRIX HO/Minitrix" an! Da werden kaum oder gar keine Formneuheiten ausgegeben, sondern zuhauf nur neue Farbvarianten zu bestehenden Modellen aufgelegt. Dies einschliesslich des "Retro"-Programms: Märklin seit 50-Jahren bei den US-Modellen. Positiv zu vemerken bleibt: das Blech hat den Plastik abgelöst, aber sonst: "Nichts Neues im Westen".
Dazu gehört wohl auch, dass hier - unabhängig der Marken Märklin oder TRIX HO - die Lagerkosten für die Ersatzteile-Lagerung tief bleiben oder erst gar nicht entstehen. Also werden Baugruppen gar nicht mehr als Ersatzteil gehalten. Dies sogar unter Inkaufnahme von "verärgerten" Kunden zur Marke "Märklin" wie auch zu "TRIX HO". Das Teil ist ja für beide Lok-Ausführungen NICHT erhältlich. Zur "Beschaffung" und "Lagerhaltung" hat sich weiter oben ja auch schon Heiko geäussert.
Ein Verkauf von einzelnen Firmenteilen (= Marken) ist ja noch nicht vom Tisch. Dies wurde durch den Konkursverwalter auch in Erwägung gezogen, aber nicht umgesetzt. Die neue Eignerschaft, kann ja immer noch bestimmen, einzelne Marken herauszulösen und zu verkaufen... wenn sich denn ein neuer Käufer finden lässt. Dies war ja eben auch für "Märklin" nicht der Fall, weshalb jetzt die bisherigen "Gross-Schuldner" die Firma übernommen haben.
Jan TE hat geschrieben:Ich habe mir jetzt ein weilschen vertieft in die Geschichte von Märklin.
Welche interrim?-manager war (ist) den verantwortlich für der Niedergang von der Trix-Express produktion?
Hmm, ich denke nicht, dass nachgelesen werden kann, weshalb die Fa. Märklin wirklich in den Konkurs gekommen ist. Es gibt nur die betriebswirtschaftlichen Zahlen, die eine eigene "Sprache" sprechen, jedoch letztlich eine Auswirkung der internen Familienquerelen sind. Es kann auch kein Manager verantworlich gemacht werden.
Hingegen ist es so, dass im Vorfeld zum Konkurs von Märklin, dasjenige Vorstandsmitglied, welches sich zuletzt noch immer für die Marke "TRIX EXPRESS" stark gemacht hatte, im Jahr 2004 aus dem Vorstand ausgetreten ist.
Damit hat die Marke intern ihren letzten Lobbyisten verloren. Damit war die "Marke" - weil niemand mehr dafür verantworlich zeichen wollte - endgültig vom Tisch. Und: "TRIX EXPRESS" war und ist im Vergleich zur Systemwelt von "Märklin" noch immer das pure Gegenteil und hat so gesehen auch nichts "verloren". Es gibt auch die Strategie, eine "konkurrenzierende Marke" zu schlucken und dann zu eleminieren, um die eigenen Marktvorteile
(- es ging ja eigentlich nur um TRIX HO als Ersatz für HAMO und um MINITRIX, weil "Märklin die Spur N noch nicht *besetzt" hatte -) diesbezüglich zu festigen. Hat letztlich Märklin auch nicht (mehr) geholfen und uns TRIX EXPRESS-Enthusiasten auch nicht.
Also ist es auch müssig, darüber zu jammern. Es bringt uns weiter, wenn wir versuchen aus der Lage das Beste zu machen, und damit auch sich selber zu behelfen. Somit sind wir wieder bei der
Eigeninitiative, bestimmte Ersatzteile selber zu beschaffen oder herzustellen.
In diesem Sinne wünsche ich dem Dietrich, dass er sein Stufenzahnrad "zusammenkriegt" und betrieblich erfolgreich einsetzen kann!
Mit TRIXigen Grüssen
PaTrix