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Kreischender Motor in 01

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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Kreischender Motor in 01

Beitragvon Ulrich Albrecht » 13.01.2006, 15:54

Ich habe eine 01 von Trix, die das folgende Problem hat. Wenn die Lok fuer einige Zeit (mehrere Tage) nicht gefahren hat, produziert sie ein kreischendes Geraeusch, das nach einer Einlaufzeit wieder verschwindet. Ich habe das Problem auf den Motor zurueckgefuehrt, indem ich den Motor vom Getriebe trennte, und dann nach einer Ruhepause wieder laufen liess. Das Kreischen war da. Gutes Abschmieren des hinteren Lagers mit Getriebefett reduziert das Problem, aber es fuehrt auch zu einer leicht verschmierten Lok (um den Motor herum). Hat jemand Ideen wie man das Problem loesen kann, ausser durch den Einbau eines neuen Motors?

Ulrich
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Beitragvon noels » 13.01.2006, 15:59

Hallo Ulrich,
nimm einmal die Kohlenplatte ab. Spann die Federn etwas stärker und achte beim Aufsetzen darauf, durch das spreizen der Federn die Kohlen nicht wieder auszuleiern. In dem Zuge kannst Du auch gleich den Kollektor reinigen (schmaler Streifen Schleifpapier in 600-er Körnung.
MfG
Heiko Mehnert
PS: Natürlich läuft die Lok mit Mabuchi und Schwungmasse besser ;)
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 13.01.2006, 16:17

Heiko,

Danke fuer die schnelle Antwort. Ich werde das Ausprobieren, bevor ich die Lok das naechste Mal einsetze. An den Mabuchimotor habe ich auch schon gedacht. Ich habe zwar einen bei mir liegen, doch muss ich noch ein Zahnrad finden (NWSL sollte eins haben). Leider haben die Schaefte der Trixmotoren einen groesseren Durchmesser als die der Mabuchis, und eine Drehbank habe ich nicht

Hast Du den Fleischmann Packwagen abgesenkt? Ich hatte das gleiche Problem, als ich einen Fleischmannspeisewagen (alte Preussen) zusammen mit Roco Hechten eingesetzt habe. Es sollte jedoch moeglich sein, den Wagen soweit abzusenken, bis dass die Wagenboeden der BLS-Wagen und des Packwagens auf gleicher Hoehe liegen. Wenn das Dach hoeher liegt, ist das kein Problem, denn ich habe auf mehreren Bilder gesehen, dass der Packwagen oft eine hoehere Dachlinie als die Sitzwagen hat, vor allem dann, wenn ein aelterer Packwagen (wie der von Fleischmann) mit neueren Wagen lief.

Herzliche Gruesse,

Ulrich
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Beitragvon noels » 13.01.2006, 16:26

Hallo Ulrich,
den Packwagen muß ich noch bearbeiten. So paßt er leider nicht. Wenn ich das gemacht habe, werde ich berichten.
Wenn Du den richtigen Mabuchi hast, brauchst Du nichts zu drehen oder fräsen. Der Motor ist im Duchmesser 1mm kleiner als das Original. Wenn Du ein gleiches Ritzel verwendest, klebst Du eine Plastikplatte 0,5mm unter den Motor, bei einem 8- er Ritzel tut es Papier 160 - 200 g /m2.
Motortyp: ff180 ph, keinesfalls ff180sh.
Seit knapp 3 Jahren biete ich diese Motoren mit Schwungmassen und Ritzeln/Schnecken/Kardanmitnehmern als Ersatz für alle Standartpermamotoren an. Sie bewähren sich bestens. Sogar in Canada laufen schon welche.
Gruß
Heiko
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 13.01.2006, 16:50

Heiko,

Passt das Ritzel von Trix direkt auf die Achse vom Mabuchi? Ich hatte ein Ritzel von einem alten Motor mit verschliessenem Kollektor aus einer BLS abgezogen, und es passte nicht auf eine 2mm Motorachse.

Ulrich
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Beitragvon noels » 13.01.2006, 17:32

... nein, die Welle von Permamotor ist 2,5 mm stark. Ich kaufe Ritzel mit 1,5mm Bohrung und bohre dann mit 1,96mm nach.
MfG
Heiko Mehnert
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Beitragvon miximaxi » 13.01.2006, 18:32

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Beitragvon noels » 13.01.2006, 19:37

Hallo miximaxi,
Du hast natürlich recht mit dem Wellendurchmesser von 2,1 mm. Aber der Effekt ist der selbe: Man bekommt das Ritzel nicht auf dem Mabuchi fest. Ein Zehntel ist da schon zuviel.
Daß Kreischen beim Permamotor durch ausgeschlagene Lager kommt, habe ich noch nicht erlebt. Bisher waren immer ein unebener Kollektor und zu schwache Federn die Ursache. Sind die Lager zu weit, nagelt der Motor wie ein Diesel. Das machen viele auch schon ab Werk.
Die Lagerbuchsen tauschen zu wollen führt auch zu einem "Dieselmotor". Man bekommt die Messinglaschen nie wieder so fest mit normalem Werkzeug. Der ganze Motor klappert hinterher leicht. Das habe ich auch schon probiert. Dazu kommt das Problem mit dem Ritzel: Mit einem Abzieher bekommt man es meist ganz gut herunter, wenn es vorher heiß gemacht wird. Aber wieder drauf pressen, ohne die Zähne zu beschädigen, ist nicht so einfach. Ich habe mir dafür eine passende Hülse gemacht. Trotzdem waren die Zähne minimal verformt, so daß das Ritzel hinterher gejault hat.
Jedenfalls kann man dann lieber sehen, daß man einen Ersatzmotor bekommt. Neue ab Werk gibt es zwar nicht mehr (kostete 28 €), aber bei ebay wird man schon fündig.
Wenn jemand noch unbedingt Permamotoren möchte, kann ich mit fast allen Typen dienen, da ich meine alle rausgeschmissen habe.
MfG
Heiko
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Beitragvon miximaxi » 13.01.2006, 19:55

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Beitragvon miximaxi » 13.01.2006, 20:32

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Beitragvon noels » 13.01.2006, 20:37

Hallo Miximaxi,
"Wenn man die Messinglaschen mit einem Parallelschraubstock anpresst und gleichzeitig die Verbindung mit dünnflüssigem Sekundenkleber sichert und vor dem ersten Lauf aushärten lässt, dann wackelt und klappert hinterher nichts. "
Wie bekommst Du dabei die Laschen richtig in die Löcher gedrückt? Ich habe es mit Kugeln versucht. Aber wahrscheinlich reicht der Kleber.
"Und mit dem Auf- und Abziehen von Ritzeln hatte ich bislang auch noch keine Deiner genannten Probleme, Dank den Werkzeugen und Hilfsmitteln von Bernd Tauert und Fohrmann-Werkzeuge/Görlitz."
Die Abzieher verwende ich auch. Vieleicht war bei meinem Ritzel auch die Bohrung einfach zu eng. so daß sich das weiche Messing leicht verformt hat. Beim 9-er Ritzel ist die Druckfläche ja recht klein. Auch vom Ritzelabzieher sah man an den Außenseiten der Zähne deutliche Spuren.
Übrigens: Im VT98 bei mittlerer Geschwindigkeit klingt so ein Motor täuschend echt :)
Gruß
Heiko
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 13.01.2006, 23:16

Heiko,

Mit den Buersten hast Du das Problem voll getroffen. Sobald ich heute nach Hause gekommen war, habe ich das Gehaeuse der Lok abgenommen, und die Lok selbst aufgebockt. Als ich den Fahrregler aufdrehte, kreischte es munter. Sobald ich jedoch die Buersten leicht beruehrte, hoerte das Geraeusch auf. Nach dem Justieren der Buerstenfedern ist das Kreischen ganz weg. Herzlichen Dank,

Ulrich
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Beitragvon noels » 14.01.2006, 17:28

hallo Ulrich,
...prima! Was meinst Du, wie lange ich beim ersten Mal gesucht habe, bis ich auf so eine popelige Ursache gestoßen bin. ;)
Gruß
Heiko
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Kreischender Motor

Beitragvon Richard » 17.01.2006, 13:40

Hallo zusammen

Wie richtig festgestellt worden ist, kommt das kreischende Geräusch von ausgeschlagenen Lagern oder von Längspiel des Rotors im Motor.
Ich habe auch schon solche defekten Lager ersetzt oder das Längsspiel durch dünne Unterlagscheiben verkleinert. Beides führte wieder zu einemruhigen Lauf des Motors.
Zur Demontage des Motors sollte man anders vorgehen, als oben beschrieben. Besser ist, die Klammer hinten am Magnet demontieren. Durch leichtes Aufbiegen der beiden Messingfahnen mit einem kleinen Schraubenzieher geht dies meist problemlos.
Wichtig: Vor der Demontage die Lage des Magneten markieren, damit er in der gleichen Lage wieder eingebaut wird. (Bei falscher Polung ändert die Drehrichtung.)
Nach dem Zusammenbau die Messingklammer provisorisch montieren und einen Probelauf machen, um das Ergebnis zu prüfen. Ist alles i.O. können die beiden Messinglaschen in einem Schraubstock wieder in die Haltelöcher zurückgedrückt werden.
Auf diese Art habe ich mehrere Motoren repariert, bevor es die Alternative Mabuchimotor gab.

Zahnräder und Schnecken auf den TRIX-Motorachsen sollten mit einem leichten Pressitz montiert werden. Sie können dann (mit Hilfe der Abzugsvorrichtung von Bernd Tauert) gegebenenfalls auch wieder demontiert werden. Die Bohrungen fertige ich daher mit Reibalen. Bewährt hat sich für Schnecken der Durchmesser 2.09mm, für Zahnräder 2.08mm. Wenn man Versuche mit anderen Getriebeübersetzungen machen will, lohnt sich die Beschaffung solcher Reibalen, der Preis ist mit ca. 9€/Stück vertretbar. Für Einzelreparaturen kann natürlich auch 2.1mm gebohrt werden und das Zahnrad oder die Schnecke wird dann mit Sekundenkleber fixiert.

Freundliche Grüsse
Richard

Beispiel eines verbrannten und neugewickelten Motors:
Dateianhänge
TRIX-Motor spez.JPG
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Beitragvon miximaxi » 18.01.2006, 18:49

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