ig-trix-express.de

Interessengemeinschaft Trix-Express

Radreifen

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
Nicht themenbezogene Beiträge werden gelöscht.

Radreifen

Beitragvon Ulrich Albrecht » 10.06.2007, 21:13

Hallo,

Von einer vor fast 30 Jahren umgebauten Roco E 44, die ihren Geist aufgegeben hat, habe ich 8 Radreifen uebrig, mit denen ich eine andere Lok auf Express umruesten moechte. Hauptkandidaten sind meine E44.5 aus der gleichen Productionsserie oder eine Lima E10.0, wobei ich jedoch eher zur E 44.5 tendiere. Die E44.5 hat naemlich die gleichen Raeder wie die E44. Bevor jetzt der Vorschlag kommt, einfach die alten Raeder der E44 in die E44.5 einzubauen: Ich hatte diese fuer einige Zeit in der E44.5 benutzt, doch eines hat seinen Geist aufgegeben, was zum Rueckbau der Lok auf NEM fuehrte. Meine Fragen sind:

a) Wie zentriere ich die Radreifen auf den Rocoraedern?

b) Wenn ich die Radreifen mit Superkleber auf der Rueckseite der Raeder befestige, wie kann ich eine leitende Verbindung mit dem Rad herstellen? Diese ist noetig, damit die Lok den Strom ueber die Radschleifer abnehmen kann.
Ulrich
Ulrich Albrecht
 
Beiträge: 620
Registriert: 20.04.2005, 14:43
Wohnort: Auburn, AL, USA

Radreifen

Beitragvon Bernd Tauert » 10.06.2007, 22:42

Hallo Ulrich Albrecht,
normalerweise haben Radreifen eine Bohrung die sich auf dem Außendurchmesser der Radscheibe zentriert und eine Sirnfläche die sich hinten gegen die Radscheibe anlegt.
Wenn Sie nur Scheiben haben muß man eine Löt- oder Klebevorrichtung benutzen. In diese Vorrichtung zentriert man die Radscheibe den dem Laufdurchmesser und die Scheibe an dem Außendurchmesser.
Wenn die Lokräder Kunststoff-Innensterne haben ist löten nur bedingt möglich. Man muß dann versuchen in der Lötvorrichtung den Innenstern gegen Metall zu kühlen und mit geringer Löttemperatur sowie mit Weichlotflußmittel zu löten.
Bernd Tauert
Bernd Tauert
 
Beiträge: 31
Registriert: 15.11.2003, 21:43
Wohnort: Dortmund

elektrische Verbindung geklebter Radreifen

Beitragvon Peter Hess » 11.06.2007, 13:18

Da geklebte Radreifen manchmal ungewollt isoliert sind, habe ich mittels einer Senkkopfschraube M 1 x 2 (von der Rückseite in den Radreifen eingebaut) den Kontakt wieder hergestellt.
Peter Hess
Peter Hess
 
Beiträge: 192
Registriert: 13.11.2002, 22:31

Beitragvon Ulrich Albrecht » 11.06.2007, 14:30

Hallo Herr Tauert und Herr Hess!

Herzlichen Dank fuer die schnelle Antworten. Bei den Radscheiben handelt es sich um flache Scheiben ohne eine Versenkung oder Zentrierbohrung. Nachdem ich zwei von den alten Raedern entfernt hatte, stellte ich fest, dass sie im Durchmesser Abweichung von +/- 1mm aufweisen. Somit sollte das Fertigen einer Lehre schwer werden. Ich glaube, das einfachste ist, wenn ich die Lok einfach mit den NEM-Raedern vor den Expresszuegen einsetze. Da ich im gesamten Streckenbereich Universalweichen habe, gibt es nur im BW und Schattenbahnhof (Universalweichen im Schattenbahnhof gehen nicht, da es dort DKW gibt) Probleme. Da muss dann halt Lokwechsel gemacht werden.

Ulrich
Ulrich Albrecht
 
Beiträge: 620
Registriert: 20.04.2005, 14:43
Wohnort: Auburn, AL, USA

Beitragvon noels » 11.06.2007, 15:22

hallo Ulrich,
ansonsten ist es aber auch kein großer finanzieller Aufriß, von Bernd, oder Herrn Hess neue Radreifen zu beziehen. Dann hast Du wenigstens etwas vernünftiges und kannst die Lok freizügig einsetzen.
Wenn ich die Reifen klebe, halte ich sie immer ein Weilchen stramm gepreßt mit einer zahnlosen Flachzange. In 90 % der Fälle habe ich dann auch hinterher Kontakt. Wenn man das richtige Material wählt (Neusilber, oder brüniert), fallen diese Spurkranzringe kaum auf.
Gruß
Heiko Mehnert
noels
 
Beiträge: 1023
Registriert: 16.06.2002, 08:45
Wohnort: Osnabrück

Beitragvon Ulrich Albrecht » 11.06.2007, 15:28

Heiko,

Herzlichen Dank fuer die Antwort. Ich stimme Dir zu. Ich werde mit beiden e-mailen, um zu sehen welche Reifen am besten passen.

Ulrich
Ulrich Albrecht
 
Beiträge: 620
Registriert: 20.04.2005, 14:43
Wohnort: Auburn, AL, USA

Beitragvon Dietrich » 03.05.2008, 01:56

Hallo Stefan,

...
Ich finde inzwischen übrigens Umbauten mit Spurkranzringen besser, da die Räder deutlich filigraner wirken als die klobigen originalen Trix Express Räder und genauso gut funktionieren.

Grüße

Dietrich



edit ecki: nicht zum Thema Radscheiben gehörende Pass. wurden gelöscht.
Dietrich
 
Beiträge: 53
Registriert: 12.01.2005, 01:15

Beitragvon trix103 » 03.05.2008, 14:01

Hallo Dietrich,

...
Zum Thema Radreifen: Sicher ist diese Technik für Umbauten gut geeignet, jedoch bieten Original-Express-Räder den Vorteil der vollständigen Kompatibilität zu allen Gleis- und Weichenkombinationen. Das ist bei Radreifen zwar fast auch immer der Fall, jedoch geben Originalräder dem Zug für mich noch mehr "Express-Feeling".
...
trix103 (Stefan)

edit ecki: nicht Radreifen betreffende Pass. wurden gelöscht.
trix103
 
Beiträge: 193
Registriert: 11.11.2004, 08:35

Thema geteilt

Beitragvon ecki » 03.05.2008, 21:40

Dieses Thema wurde aus einem anderen Thema herausgeteilt.
Benutzeravatar
ecki
 
Beiträge: 515
Registriert: 14.04.2002, 12:28
Wohnort: Trixdorf

Beitragvon ecki » 03.05.2008, 22:05

Hallo Stefan, Dietrich,

jedoch bieten Original-Express-Räder den Vorteil der vollständigen Kompatibilität zu allen Gleis- und Weichenkombinationen.


...da stimme ich Stefan zu. Ich selbst fahre vorwiegend auf Bakelit-Gleisen. Da kommt es in den Weichen bei Umbau-Fahrzeugen mit Radreifen häufig zu Problemen in den Weichen, indem die Spurkränze auf die Herzstücke auflaufen.
Abhilfe durch Verkleinerung des Radsatz-Innenmaßes ist nur bedingt möglich, da die Laufflächen kleiner sind als beim Original Express Rad. Daher fallen die verschmälerten Radsätze schneller zwischen die Schienen. Teilweise eine echte Harausforderung, da den (niemals goldenen) Mittelwert zu finden.

Das gleiche Problem tritt übrigens auch bei der Verwendung der Original Liliput-Radsätze Nr. 524 auf Bakelit-Gleisen auf.

Nicht aufgetreten ist dieses Problem bei mir bisher, wenn ich die Radsätze (für TE) aus dem Mehano-Kühlwagen T 214 (Interfrigo-Kühlwagen,blau) verwendete. Ich führe dies auf die deutlich höheren Spurkränze zurück.

Gruß
ecki
TRIX EXPRESS - was denn sonst!
Benutzeravatar
ecki
 
Beiträge: 515
Registriert: 14.04.2002, 12:28
Wohnort: Trixdorf

Beitragvon Dietrich » 15.06.2008, 01:30

Hallo Ecki,

interessant zu hören, dass es doch auch Probleme mit den Spurkranzringen geben kann. Ich habe schon sehr viele Umbauten damit gemacht und bisher noch keine Reklamationen deswegen gehabt. Aber die Bakelitfahrer sind wahrscheinlich auch nicht mehr so häufig. Obwohl ich auch dafür schon Loks umgebaut habe.
Tatsache ist, dass die meisten Umbauten gar nicht möglich wären, da es keine entsprechenden Originalräder gibt, bzw. diese nicht einbaubar wären. Insofern sind die mit Spurkranzringen verbreiterten Räder eine sehr gute Möglichkeit zum Umbau moderner Loks und auf Neusilbergleisen gibt es nicht die geringsten Probleme. Auch bei Tests auf Pappgleisen funktionierten die Loks tadellos.

Grüße

Dietrich
Dietrich
 
Beiträge: 53
Registriert: 12.01.2005, 01:15

Radreifen

Beitragvon Roman Favero » 15.06.2008, 20:29

Hallo Umbauer
ich verwende wenn immer möglich, die grösseren Spurringe. Das heisst, wenn es 2 mit dem gleichen Innendurchmesser gibt neme ich die grösseren. WENN ES DENN GEHT !!! Oft ist das aber mit einem im Vergleich mit den kleineren Ringen erhelblichen Mehraufwand beim Umbauen verbunden.
Anzustreben ist also immer eine Spuhrkranzhöhe von 2mm. Die "normalen" Hess'schen und Jong'schen Ringe ergeben nur 1,x, was im Normalfall ausreicht. Auch nicht schlecht ist, wenn man unter die Ringe 0,1mm Kupfer-Plättchen unterlegt und diese dann mit einlötet. Das ergibt ein etwas breiterer Spurkranz.
Roman Favero
Roman Favero
 
Beiträge: 359
Registriert: 07.10.2006, 23:10

Beitragvon noels » 16.06.2008, 15:25

Hallo Roman,
bei Bernd Tauert kannst Du die Wandstärke der Scheibe individuell bestellen und erzielst damit die unter den Gegebenheiten höchstmögliche Spurkranzdicke. Wenn möglich, nehme ich eine Wandstärke von 1,1mm. Bei manchen Modellen sind nur 0,9 mm möglich.
Wenn nötig (so bei manchen Dampfloks, wie der BR38 von Märklin), kann man die Lauffläche an einzelnen Achsen verbreitern. Auch dafür fertigt Bernd das Material.
MfG
Heiko Mehnert
noels
 
Beiträge: 1023
Registriert: 16.06.2002, 08:45
Wohnort: Osnabrück

Beitragvon Richard » 17.06.2008, 12:41

Hallo zusammen

Die optimalen Radscheiben zu finden, wird wohl immer in Probieren ausarten.

Das Problem ist, dass wichtige Masse von NEM- und TE-Rädern nicht kompatibel sind.

Das Radinnenmass von NEM beträgt 14.3, dasjenige von TE 12.6 0/+0.2. Will man jetzt aus einem TE-Rad ein NEM-Rad machen, sollte doch einfach an der Innenseite der TE-Räder je ca. 0.8mm abgedreht werden können. Verfährt man so, erhält man als Ergebnis einen messerscharfen, viel zu dünnen Spurkranz. Solchen Rädern bin ich an Börsen schon mehrfach begegnet und diese Räder kann man eigentlich nur noch fortwerfen.
Die NEM-Norm schreibt auf der Spurkranzaussenseite einen Winkel von 20° vor, TE verwendet einen Winkel von 0...10°. Daher ist auch der Mittelpunkt des Radius, wo der Laufkranz in den Spurkranz übergeht nicht am selben Ort.

Ich persöhnlich verwende wenn möglich TE-Räder mit speziell angefertigten Isolierbüchsen oder drehe Metallräder bis auf den Radstern ab und ersetze den Lauf- und Spurkranz. (So wird es auch beim grossen Vorbild gemacht, wenn die Räder abgenutzt sind.) Dies ist aber viel aufwändiger, als der Umbau mit Scheiben und lohnt sich natürlich nicht immer, resp. ist nicht immer möglich.

Das Bild zeigt einen solchen Umbau von HAG- oder Mä-Rädern.

Wie schon erwähnt, die Lösung muss immer durch probieren ermittelt werden.

Freundliche Grüsse
Richard
Dateianhänge
Speichenrad_2.jpg
Richard
 
Beiträge: 156
Registriert: 11.11.2005, 14:47
Wohnort: CH-8400 Winterthur

Radreifen

Beitragvon bigwalter » 28.06.2008, 16:57

Frage an Richard
Habe mir eine kleine UhrmacherDrehbank ersteigert,
um die Sache mit den Radsätzen anzugehen.
Nun die Frage welches Material kann ich für die Räder nehmen, wo gibt es das zu kaufen? Messing?

Gruß

Walter
bigwalter
 
Beiträge: 13
Registriert: 27.11.2007, 17:42
Wohnort: Pfalz

Nächste

Zurück zu Bastelstube

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot], Yahoo [Bot] und 1 Gast