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Schienenreinigungswagen: wie funktioniert er ?

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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Beitragvon Auchhabenwill » 24.01.2008, 16:18

Hallo,

so sieht das ganze bei mir im Originalzustand aus. Wenn unten was raustropft, fällt die Schraube schon fast heraus.

Bild

Dies wäre die Abhilfe. Eine ca 3mm dicke Gummidichtung hebt den Deckel an. Das Gewinde greift nun sauber und es passt auch noch prima in den Tankwagen. Die Gewindestutzen schließen dann in etwa mit der Oberfläche des Plastikkessels ab. (sonst liegen die tiefer).

Bild

Leider ist diese Lösung unbrauchbar, schaut euch nur das Zeug an, was unten aus rausgekommen ist. Das Benzin löst die so gut passende Dichtung auf. :(

Einen weiteren Nachteil hat diese Lösung auch. Da man den Innentank nicht mehr schräglegen kann, muss der Plastikkessel weiter gespreizt werden, um den Tank wieder heraus zubekommen. Ich kann jetzt bestätigen, dass der Plastikkessel aus vier Teilen besteht. 8o

Viele Grüße
Roland
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Beitragvon Robsche » 24.01.2008, 18:02

Ich habe Kraftstoffbeständige Gummidichtung zum Zuschneiden, bei Bedarf bitte melden.

Gruß Robsche
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Beitragvon rolgerhan » 24.01.2008, 18:53

Hier kann man mal wieder sehen, wie man bei einem Thema von einem ins andere kommt.

Aber nun noch mal zurück:

Wieso passt die Schraube nicht?

Auf den Fotos gibt es leider nichts zu sehen, was zu einer Lösung des Problems führen könnte.

Bei meinem Wagen lässt sich die Menge der Reinigungsflüssigkeit sehr gut dosieren.

Es bedarf einiger Umdrehungen, bis der "Saft" unten heraus läuft.

Aber dass deine Schraube nach so kurzem Weg sich nicht weiter drehen lässt, ist sehr ungewöhnlich.

Teile mit doch bitte mal zum Vergleich die Länge der Schraube mit.

Wie viel Umdrehungen kannst du die Schraube drehen bis sie fest ist?
Wie viel Umdrehungen benötigst du, bis Flüssigkeit unten heraus fließt?
Sind eventuell kleine Fremdkörper im Gewinde des Tanks vorhanden?

Vielleicht war deine sich jetzt auflösende Gummidichtung, eine nachträglich eingesetzte, die nicht passend war?

Gruß

Roland
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Beitragvon Auchhabenwill » 24.01.2008, 20:16

Hallo Roland,

die sich auflösende Gummidichtung habe ich gestern gebastelt. Wenn ich die anderen Beiträge richtig deute, dann hatten die Tanks keine richtige Dichtung, sondern wurden mit Klebstoff o.ä. gedichtet.

Zu Frage 1) Etwa eine 3/4 Umdrehung.
Zu Frage 2) So eine 1/2 Umdrehung. Ist schwierig zu sagen. Weil die Schraube dann kurz davor ist aus dem Gewinde zu fallen, kann man dosieren in dem an der Schraube wackelt, statt zu drehen.
Zu Frage 3) Nein, der Tank ist sauber, mehr fach Benzin und Schlimmeres durchlaufen lassen und ausgeblasen.

> Es bedarf einiger Umdrehungen, bis der "Saft" unten heraus läuft.
So hätte ich mir das auch gewünscht!

> Aber dass deine Schraube nach so kurzem Weg sich nicht weiter drehen lässt, ist sehr ungewöhnlich.
Das denke ich mir auch, drum stelle ich ja hier die Fragen, so wie er ist, ist das Ding einfach nicht zu gebrauchen.

Laufen tut bei mir nichts, selbst der Tank ohne Schraube tropft nur, zwar rasch, aber es ist kein Strahl. Ich kann so zwischen 1 min und 4 - 5 min Auslaufzeit dosieren. Zumindest auf dem "Prüfstand" im Leerlauf. Es kommt hier sicher auch auf die Flüssigkeit an. Nachdem ich das Benzin, welches den Gummi anlöst hat, ein paarmal hatte durchlaufen lassen, wurde es immer langsamer (und das Benzin immer gelber).

Entweder ist es die falsche Schraube, oder aber die Bohrung, wo die Schraube unten rein soll ist nicht tief genug gebohrt. Da in diesem Bereich der Guss glatter ist als auf dem Rest, vermutet ich, dass an dieser Stelle der Guss nachgearbeitet wurde.

Vielleicht kann der Ecki nochmal ein Foto vom linken Tankboden machen. Die Schraube scheint mir zu meiner identisch zu sein.

Hier noch mal ein Foto, die Schraube läßt sich komplett in den Deckel schrauben. Setze ich dass so auf den Tank, dann habe ich eine Lücke von ca. 8mm zwischen Tank und Deckel. Man kann dann auch sehen, dass die Schraube richtig im vorgesehenen Loch sitzt.

Bild

Viele Grüße
Roland

P.S.: Off-topic: Es ist halt schnell passiert, das man vom ursprünglichen Thema abweicht. Die Themen sind halt nicht "linear", sondern eher "vernetzt". Leicht hätte das auch in Richtung "Gusspest" entgleisen können. ;)
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Fortsetzung

Beitragvon Auchhabenwill » 08.07.2008, 17:57

Hallo,

einsatzbereit ist der Schienenreinigungswagen immer noch nicht, mir ist da einiges dazwischen gekommen (u.a. eine Zigarre :))). Seit vorgestern kann ich mich wieder drum kümmern, das Erfolgserlebnis blieb aber bisher aus :(.

Dank des Dichtungstücks von Robsche funktioniert der Tank jetzt und passt auch noch in den Kessel. Durch die 2 mm hohe Dichtung gewinnt man 2 - 3 Umdrehungen für die Schraube und kann jetzt prima dosieren, ohne dass die Schraube aus dem Gewinde fällt.

Montiert ist das ganze auch schon und die Achslager sind neu verbüchst (aber das ist wohl was für ein anderes Thema). Rollen tut er also schon zufriedenstellend.

So weit, so gut. Nun ist da aber noch diese Platte, die das Putzvlies oder den -lappen aufnimmt. Da bekomme ich gleich mehrere Krisen. Als erstes fällt auch hier unangenehm auf, wie schlampig damals bei Liliput die Gussteile bearbeitet wurden. Riesige Schwimmhäute, so dass diese Platte ohne Nachbearbeiten garantiert niemals plan auf dem Gleis gelegen hätte. Siehe Foto.

[img]http://www.ig-trix-express.de/bilder/forum/auchhabenwill-schleifstück.jpg[/img]

Naja, ein bisschen feilen und gut ist, aber wie ich dann das erste Mal starten wollte, fiel mir auf, dass der Putzlappen nur auf die Aussenschienen gedrückt wird.

Mit dieser Variante wird der Mittelleiter garantiert nie geputzt.

Gab es hier eine spezielle Variante für Trix Express? Wo es auch für den Mittelleiter einen Steg gibt?

Ulrich erwähnte, dass er seinen Wagen zu einem Mittelleiterputzwagen umgebaut hat. Diese Aussage habe ich damals überhaupt nicht verstanden, lag das auch daran, dass der Putzlappen quasi keinen Anpressdruck abbekommt?

Nun würde ich natürlich gerne wissen, was genau da umgebaut wurde.

Kann man die fehlende Stege z.B. einfach durch ein Stück Plastik ersetzten, was man aufklebt? Oder ist dass sinnlos, weil man niemals erwarten kann dass alle drei Leiter einen ausreichenden Anpressdruck abbekommen.

Viele Grüße
Roland
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liliputianer

Beitragvon Roman Favero » 08.07.2008, 18:10

Lieber Roland
das mit dem Aufliegen auf 3 Kanten ist mir auch schon aufgefallen.
Ich werde in der Mitte einen weichen Silikon-Moosgummi unterlegen. Silikon weil er Verdunnerbeständig ist und weil der Silikonmoosgummi weich ist.
EV. gibt es weitere noch weichere Schaum/Moosgummi Qualitäten die geeignet sind.
Oder man könnte auch einen weichen Filz unterlegen. Es wäre probieren angesagt.
mit vertrixten Grüssen
Roman Favero
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Beitragvon Auchhabenwill » 08.07.2008, 18:43

Hallo Roman,

danke, das ist mal eine Idee und meine Feierabendbastelei für heute abend. Ich war mal wieder zu umständlich und grübelte, wie ich aus dünnen Federblechen den dritten Steg gegenüber den äußern beweglich halten könnte.

Irgendwo müsste noch was von dem Moosgummi vom Graupner herumliegen, der hat auf einer Seite sogar eine Klebeschicht. Das Zeug müsste eigentlich benzinbeständig sein. Falls nicht, für einen ersten Versuch ist es lang gut (sofern es sich überhaupt wieder finden läßt).

Viele Grüße
Roland
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Beitragvon peterpff » 08.07.2008, 20:08

Hallo
ich habe meinen Reinigungswagen vor mehr als 30 Jahre gekauft. Da er weitgehen mir den Bilder übereinstimmt, denke ich daß er auch von Liliput ist. Ist wohl eine TE-Variante, da er die entsprechenden Räder hat. Aber die Putz-Platte sieht wie die von Roland aus. Ich habe mir aus Blei ein paar Streifen gemacht (mit einem Loch in der Mitte) und damit den mittleren Bereich möglichst vollständig ausgefüllt.

Gruß Peter
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Beitragvon Auchhabenwill » 08.07.2008, 22:18

Danke für die Antwort. Blei bringt natürlich mehr Anpressdruck als Moosgummi, jede Methode hat wohl ihre Vor- und Nachteile.

Waren diese Wagen jemals in den Trix-Katalogen zu finden bzw. gab es diese fertig auf Express gerüstet zu kaufen, oder musste man sich Kupplungen und Radsätze besorgen und selber umrüsten?

Gab es die Dinger auch für Märklin? Das Pukozeugs ist ja noch schwieriger als der durchgehende Mittelleiter.

Viele Grüße
Roland
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Beitragvon ecki » 13.07.2008, 00:09

Hallo Roland,
es gab die Wagen von Liliput werkseitig fertig umgerüstet für TE. Allerdings waren die Schleifstücke genau die gleichen wie jene für das Zweischienengleis.
Die Wagen waren in der Preisliste 2/65 aufgeführt.
Zum Ausfüllen der Schleifstücke verwendete ich bereits unterschiedliche Materialien, vorwiegend "Teerpappe", die ich aus Resten alter Gleiskörper von Hohlprofilweichen geschnitten habe. Auch Zigarrenkisten-Holz funktioniert.

Gruß an alle Schienenreiniger!
ecki
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