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Schienenreinigungswagen: wie funktioniert er ?

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Schienenreinigungswagen: wie funktioniert er ?

Beitragvon Nachtkappe » 23.03.2007, 13:56

Hallo zusammen !

Ich habe heute so "einiges an Fragen im Rohr" und hoffe, daß ich Euch nicht damit überstrapaziere !

Mir ist die Funktion dieses Schienenreinigungswagens unbekannt:
1.- wofür ist die Schraube links / roter Pfeil ?
2.- wofür ist die Schraube rechts / grüner Pfeil ?
3.- Mit was muß er gefüllt werden ? Geht Spiritus ?


Vielen Dank !

Gruß
Mattes
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 23.03.2007, 14:59

Das ist der Liliput Schienenreinigungswagen. Die linke Schraube kontrolliert die Geschwindigkeit mit der die Reinigungsflussigkeit auslaeuft, die recht ist die Oeffnung zum Fuellen. Ich nehme die Fluessigkeit fuer Feuerzeuge (ich glaube in Deutschland wird es als Waschbenzin verkauft). Alkohol sollte auch gehen.

Ulrich
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Beitragvon Nachtkappe » 23.03.2007, 15:26

Perfekt !
Vielen Dank, Ulrich !
Gruß
Mattes
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Beitragvon Auchhabenwill » 11.01.2008, 15:21

Hallo,

bin mittlerweile auch Besitzer von so einem Wagen und habe in der ersten Begeisterung die zwei Schrauben ganz herausgedreht. Nun bekomme ich die linke (mit dem roten Pfeil) nicht mehr herein. :(

Gibt es da einen Trick? Oder ist es nun kaputt?

Viele Grüße
Roland ?
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Beitragvon rolgerhan » 19.01.2008, 03:42

Hallo Roland!

Ich habe beide Schrauben raus und und ohne Probleme wieder rein gedreht!

Vielleicht ist bei dir an der Schraube etwas abgebrochen?

Zeige doch mal ein Foto deiner Schraube!

Gruß

(auch) Roland
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Beitragvon Auchhabenwill » 21.01.2008, 17:06

Hallo Roland,

habe das Ding inzwischen zerlegt gehabt und festgetellt, dass die Schraube eher zu lang ist. Das Problem ist, dass ich sie gerade so ein halbe bis dreiviertel Umdrehung hereingedreht bekomme.

Das Dosieren ist dadurch schwierig und es sieht einfach blöd aus, wenn fast das ganze Gewinde oben herausschaut. Auf vielen Fotos habe ich gesehen, dass von der Dosier- und Verschlusschraube nur der Kopf herausschaut.

Bild

Vergrößerung: http://nutrition.a-w.de/Aktuell/ForSale/SchieRein01.jpg

Viele Grüße
Roland
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 21.01.2008, 18:22

Hallo,

Ich habe (hatte) den Schienenreinigungswagen auch eingesetzt. Er saeuberte die Schienen gut, nur war die Dosierung entweder ueberfluten oder fast nichts. ICh habe ihn schliesslich in einen Mittelleiterputzwagen umgebaut, welche Rolle er durch sein Gewicht gut erfuellt. Im Zugverbad habe ich ihn nie eingesetzt, da er erstens nicht so super aussieht, und zweitens sehr die Zuglok belastete.

Ulrich
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Beitragvon rolgerhan » 21.01.2008, 22:24

Hallo Roland!

Deine Schraube sieht gut aus!

Ich sehe keinen Grund, warum sie nicht weiter in das Gewinde gedreht werden kann.
Vielleicht gibt es einen Fehler im Innengewinde des Tanks!?

Bei meinem Wagen gibt es keine Probleme!

Als Reinigungsflüssigkeit nehme ich übrigens Reinigungsbenzin!

Das Benzin verflüchtigt sich sehr schnell und die Gleise sind wieder schnell einsetzbar.

Andere Mittel, wie z.B. RS 24, schmieren doch sehr stark und beeinträchtigen die Haftreifen der LOKs!

Außerdem dauert es sehr lange bis Fahrbetrieb wieder uneingeschränkt möglich ist.

Ulrich, ich muss dir recht geben. Im längeren Zugverband ist der Waggon nicht einsetzbar.

In Kurzzügen hinter zugkräftigen Loks ( meine Lieblingslok ist für solche Arbeitszüge die 4-Achsangetriebene V 100) gibt es aber kein Problem den Waggon einzusetzen.


Gruß

Roland
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Liliput

Beitragvon Roman Favero » 21.01.2008, 22:34

Hallo Roland
Es gibt von Liliput insgesammt 3 verschiedene Tankreinigungswagen. Der Erste was 4 Achsig und hatte eine konische Dosiernadel.
Die bekannten 2 Achser haben 2 verschiedene Tropfschrauben. Die älteren haben einen geriflelten Drehknopf und am unteren Ende einen kleinen Absatz, der neuere hat ein 8 Kantgriff und unten ein Kegelende.
Ev. sind bei Deinem ja früher mal die Schrauben getauscht worden. Beim Gerifelten sieht man bei mir das Gewinde auch.
Im übrigen gibt es bei Liliput auch Zinkpest. Das merkt man spätestens dann, wenn das Benzin einfach überall unten rausläuft. Davon betrofen sind allerdings vorallem die 4Achser.
Roman
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Beitragvon Auchhabenwill » 22.01.2008, 14:25

Hallo,

danke für die Antworten. Aber es sind noch ein paar Fragen offen. Wie war denn Tank abgedichtet. Bei meinem Wagen war es wohl ein Klebstoff oder eine Dichtmasse. Kann es sein, dass sich im Original eine Dichtung zwischen Tank und Deckel befand? Wenn die so 1 - 2 mm dick war, dann würde die Schraube schon viel besser passen.

Oder das Loch für die Aufnahme des Schraubenendes ist nicht tief genug gebohrt worden.

Habe mal in der "Bucht" geschaut und folgendes noch gefunden:

120209917171 hier kann man die konische Schraube sehen.

170185114997 hier hann man sehen, dass es auch eine Variante mit Lampenhalter gab. Oder hatten alle Lampenhalter?

Hier nochmal ein paar Detailfotos vom nun offenen Tank auf dem "Prüfstand". (ich fürchte nur, Ulrich wird recht behalten mit "fluten" und "fast nichts" ).

Bild

Wozu ist den die Erhebung rechts von der Bohrung?
Deuten die Risse rings um das Bohrloch auf eine beginnende Gusspest hin?

Bild

Die Schraube passt gut in das Loch.

Bild

Dosierversuche.

Bild

"Fluten". Bei der Flüssigkeit handelt es sich um Reinigungs- bzw. Feuerzeugbenzin.

Viele Grüße
Roland
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Beitragvon Auchhabenwill » 22.01.2008, 14:28

Hallo,

das erste Foto sollte man auch in groß sehen, hat irgendwie nicht geklappt... versuche ich es mal so:

http://nutrition.a-w.de/Aktuell/ForSale/SchieRein02.jpg

Gruß Roland
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Beitragvon Roman Favero » 22.01.2008, 18:44

Sali Roland
die Dichtung war irgend ein Klebstoff.
Neu würde ich Silikonpaste aus der Tube nemen.
du kannst aber selber aus einer Gummifolie eine Dichtung schneiden. Wenn sie zu hoch ist, dann geht der Tank aber nicht mehr über den Behälter.
Die beginnende Zinkpest ist so einfach nicht zu sehen.
Die Oberfläche Von Gusszink zeigt oft runzlige, rissige Flächen, das ist aber normal. Oft sieht man an Kanten die ersten Zeichen. aber Obacht es gibt 2 verschiedene Pestarten. die eine ist eine Interkristaline Korosion. Das heist es zerbröselt lansam aber sicher das Ganze. Die Risse gehen durch und durch. Schuld sind mangelhafte Legierungen und Klimaschwankungen. Wenn es begonnen hat ist der Totalzerfall nur eine Frage der Zeit. Klimatisierte Räume, nie unter 15°, konstante tiefe Feuchtigkeiten wär ideal. Die zweite ist eine Feuchtigkeitskorrosion. Dies setzt über 20'% Luftfeuchtigkeit ein. Die weissen Salze an der Oberfläche und unter den Metallschuppen sind hoch hygrokopisch. für dies Art gibt es nur eines, Wüstenklima oder Vakum. Einölen hilft ein wenig.
Sehen kannst Du beide aber mit einer guten Lupe oder einem kleinen Mikroskop. Vergrösserungen von 6-25 Fach reichen aus.
Roman
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Varianten Varianten Varianten...

Beitragvon ecki » 22.01.2008, 23:18

Hallo zusammen,

das es von diesem Wagen auch solche mit Signaltafelhaltern (beidseitig!!) gab, war mir neu. Vielfach hatte ich an entsprechender Stelle "Löcher", die ich bisher für produktionsbedingt hielt.
Aber gab 's denn nun auch Wagen ohne Halter? M.E definitiv ja. Ich habe mal einen, ansonsten gammeligen (wird eingesetzt!) Wagen (aus der letzten Serie mit NEM - Kupplungsschacht!)abgebildet, bei dem sich m.E keine Spuren der Halter finden lassen. Übrigens würden diese Wagen mit Haltern auch nicht in die modernen Klarsichtdosen passen, in denen sie verpackt waren. ((Danke, Micha!)
Der silberne daneben (ebenfalls im Einsatz!) weist die besagten "Löcher" auf, wie auch viele meiner anderen dieser Wagen.
Dennoch bin ich mir (noch) nicht sicher, ob es diese "Löcher" nicht auch wirklich produktionsbedingt gegeben haben könnte. Ich nahm bisher an, die Löcher seien Nuten für die entsprechenden Zapfen an den Stirnwänden der Kessel. (Die Kessel der 2-a Wagen sind aus 4 teilen zusammengeklebt: 2 Kesselhälften , 2 Stirnwände).
Der 4-a Wagen (im Bild zinkpestbedingt mit falschen Drehgestellblenden) hingegen hat einen Kessel aus einem Stück, auch der Tank unterscheidet sich deutlich von seinen Nachfolgern (keine Rast-Verstärkung seitlich; keine Auflagefläche, keine Befestigungsgewinde..)
Deutlichster Unterschied zu den 2-Achsern: die Befestigung und Funktionsweise des Reinigungsfilzes.

Gab es auch 4-Achser mit dem späteren Reinigungs- "klotz"?

Was die Länge der Dosierschrauben angeht: Sie sind unterschiedlich lang - die Tanks haben dabei die gleichen Innenmaße. Die spätere Ausführung hat man wahrscheinlich der besseren Optik halber gekürzt.

Isolierung: wie die Fotos zeigen, wurden verschiedene Isolierungen verwendet, u.a Farbe, Latex sowie wohl in den meisten Fällen ...Pattex oder ähnlicher Kleber.

Zinkpest: Kann man am Tank des 4-Achsers gut erkennen.


TRIX EXPRESSionistische Grüße

ecki

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Beitragvon mitwoch » 23.01.2008, 12:34

Hallo
Ich habe einen mit den Vorrichtungen für die Lampenhalter. Allerdings sind hier keine Abbrüche zu erkennen, so dass es vermutlich auch Übergangsmodelle mit Vorrichtung aber ohne Halter gab.
Bild zeigt die Seite mit Vorrichtung FINA und mit der vermutlich letzteren Ausführung ohne Vorrichtung SHELL

Micha
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Liliput in der Bucht

Beitragvon Auchhabenwill » 23.01.2008, 14:57

Hallo,

hier kann man die Laternenhalter schön erkennen (leider nicht meiner):

Bild

Dieses Foto habe ich folgender Auktion entnommen:

Esso mit Laternenhalter

Für den praktischen Einsatz als Schienenreinigungsfahrzeug sind die Halter wohl eher hinderlich.

Mein Wagen würde mit Laternenhalter gar nicht in die OVP passen. Es ist eine Plastikschachtel. Die mit Laternenhalter scheinen eine Pappschachtel zu haben.

Sind die Bohrungen, wo die Schraube mit dem zylindrischen Fortsatz rein soll, alle gleich tief?

Bei abgenommen Deckel läßt sich meine Schraube gut und vollständig einschrauben. Nur wenn es zusammengesetzt ist, dann ist nach ein 3/4 Umdrehung Schluss. Aber dann kommt auch nichts unten raus, es ist also dicht. Beim Aufdrehen läßt es sich dann nur schwer dosieren, weil die Schraube dann gleich nicht mehr greift. Meine Schraube ist wohl mit linken

Evtl. könnte ich den Deckel etwas höher legen. Da sind noch so 3 - 4 mm Luft, so dass man den Deckel 2 - 3 mm "höher" legen könnte. Dann müsste die Schraube gut in das Gewinde greifen.

Weiß jemand, ob der "Nippel" oder "Dom" am Tankboden einen Sinn hat?

Bei Eckis Vierachser sieht man auch schön, dass die beiden Schrauben etwa gleich weit herausschauen. Morgen kann ich mal ein Foto einstellen, wie das mir ausschaut. Da hat es deutliche Unterschiede.

Viele Grüße
Roland
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