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Traktionsprobleme bei der BR 80 018

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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Traktionsproblem bei der BR 80 018

Beitragvon Nachtkappe » 23.03.2007, 13:41

Hallo zusammen !

Es handelt sich um meinen neuesten Zukauf:

Ein sehr schönes Teil, aber jetzt kommen die Probleme:
1.- Motor und Räder laufen bei allen Geschwindigkleiten rund und sauber
2.- Trotzdem kommt sie nur langsam voran. An leichten Steigungen gibt es Probleme. Rückwärtsfahrt ist besonders problematisch. Es ist so, als ob sie aufsitzen würde, was aber nicht der Fall ist. Die Räder drehen sich einwandfrei, aber teilweise bleibt sie stehen.

Es ist mir ein Rätsel.

Könnt Ihr mir bitte helfen ?

Vielen Dank !

Gruß
Mattes
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Nachtkappe
 
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 23.03.2007, 17:57

Mattes,

Als erstes wuerde ich allgemeine Wartunsgarbeiten durchfuehren. Da die Schleifer sehen ziemlich verbraucht aussehen, wuerde ich diese vorsichtig rund schleifen. Ausserdem wuerde ich sicherstellen, dass die Haftreifen all vorhanden und nicht veroelt sind. Schliesslich sollte alles gut (aber nicht zu gut!) abgeschmiert werden. Wenn die Lok dann immer noch Probleme hat, wuerde ich einmal den Motor untersuchen. Es kann sein, dass der Kollektor und die Kohlen gereinigt werden muessen.

Dies scheint eine BR80 aus der Anfangspackung zu sein. Hat sie ein Plastikgehaeuse? Wenn ja, glaube ich nicht, dass sie eine grosse Zugkraft entwickelt. Dies ist aber auch fuer den vorgesehenen Einsatz nicht so wichtig. Die BR80 war eine Rangierlok, somit wurde sie wohl hauptsaechlich auf flachen Strecken eingesetzt. Unter Umstaenden fuhr sie noch eine Uebergabe mit einigen wenigen Wagen.

Fuer schwerere Einsaetze gab es 4 und 5-fach gekuppelte Rangierloks (z.B. die BR92 von Trix), welche auch an Ablaufbergen eingestzt wurden. Alte Streckenloks wie die BR55 (Fleischmann, Trix, Maerklin) und BR57 (Roco), die fuer den normalen Betrieb zu langsam waren, wurden auch gerne benutzt. Einige Einsatzstellen benutzten sogar BR50. Auch verdienten sich die Eloks der BR E 91 ihr Gnadenbrot auf diese Weise.

Ulrich
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Beitragvon Nachtkappe » 23.03.2007, 18:27

Hallo Ulrich !

Besten Dank für Deine Hinweise !

Es handelt sich tatsächlich um das Modell mit Plastikrahmen. Das Gehäuse ist aber aus Metall.
Habe mal alles durchgeprüft. Es hat an folgendem gelegen: der hintere Schleifer war zu straff gefedert und hat deswegen die Hinterachse zu stark nach oben gedrückt.
Daher kam dann das "Aufsitzen" etc.
Die Feder musste leicht nach unten gebogen werden, somit stimmte der Schleiferanschlag wieder.

Jetzt fährt das alte "Schätzchen" wieder wie ein Uhrwerk !
Traumhaft zu sehen, wie sich alle - für mich zuerst vermeintlich unlösbaren - Probleme heute mit Eurer Hilfe gelöst haben !!!!!

Vielen Dank, es ist ganz enorm, was Ihr heute wieder für mich getan habt !

Besten Gruß
Mattes


P.S.
Meine Bitte an die Forumsredaktion: ich hatte den Beitrag als neues Thema eingestellt. Er ist dann aber ohne mein Zutun in eine andere Beitragsdiskussion geraten.
Könnte man den Beitrag bitte dort wieder herausnehmen und getrennt einstellen ?
Danke !!
erledigt - Gruß ecki
Nachtkappe
 
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Beitragvon Nachtkappe » 25.03.2007, 09:32

Ich muss nochmal loslegen.

Die Lok zeigt folgende Auffälligkeit: auf den neuen Schienen fährt sie sehr gut. Aber auf den alten Papp-Schienen im Kreis gibt es erhebliche Probleme.
Es liegt jetzt am vorderen Schleifer.
Er verlässt dann bei der Kreisfahrt den Mittelleiter.
Da die Spannung immer noch zu hoch ist, schlägt der vorder Schleifer mitunter bis auf die Schwellen durch und verhakt sich da.
Ich habe schon entsprechend gebogen, um die Spannung zu entlasten.
Aber so richtig ist das nicht hinzukriegen und irgendwann bricht mir da etwas ab, denke ich mal.
Ich würde gerne den Block, wo die Schleifer draufsitzen aufschrauben um so besseren Zugang zu haben.
Aber wie mache ich das ?
Gibt es eine Reparaturanleitung ?
Vielleicht so etwas wie sie Heiko über die BR 64 geschrieben hat ?

Besten Gruß
Mattes
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BR 80 mit Plastikfahrgestell (2210 / 2211)

Beitragvon miximaxi » 25.03.2007, 09:56

Beitrag durch Autor gelöscht !
Zuletzt geändert von miximaxi am 10.02.2009, 16:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Nachtkappe » 25.03.2007, 10:20

Hallo Jürgen !

Danke für Deine schnelle Antwort !
der Stift ist das "Sesam öffne Dich" bei dieser Lok.
= oh ja, fein ! Das Bahnbetriebswerk wird heute auch am Sonntag geöffnet. Ich melde mich mit dem Reparaturergebnis !

Gruß
Mattes
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Beitragvon noels » 25.03.2007, 10:44

Hallo Mattes,
einmal davon abgesehen, daß diese Lok wirklich eine "Möhre" ist (ein absoluter Fehlgriff von Trix), untersuche dann einmal, ob die Nut, in welcher der Schleifer liegt, ausgeleiert ist. Sieh dann nach, ob die Füßchen des Schleifers nicht verbogen sind, so daß er wirklich mittig gehalten wird. Von der Seite betrachtet sollte der Arm des Schleifers bis zum Löffel nicht verbogen sein. Dann darf der Löffel eigentlich nicht neben den Mittelleiter rutschen.
BR80 mit Metallrahmen sind auf Börsen und bei ebay preiswert zu bekommen. Sie sind dann ähnlich aufgebaut, wie die BR24/64. Da kann man auch eine mit ramponiertem Gehäuse nehmen und dieses dann neu lackieren. So etwas muß nicht mehr als 20€ kosten. Besonders schön finde ich die erste Version mit vier einzelnen Birnchen (TE 751, später TE 201). Die ist dann auch hinten beleuchtet. Das gab es sonst nur bei der 2218 als Zusatzausrüstung. Dafür hat die 2218 auch noch eingesetzte Fenster.
Bei Deiner Lok mit Plastikrahmen (2211) mußt Du auf jeden Fall die Achslager immer gut schmieren (ohne zu übertreiben), damit sie nicht ausschlagen. Das ist eben nur Plastik.
Bei Arbeiten an der Lok vorsichtig sein. Der Kunststoff scheint mit zunehmendem Alter spröde zu werden und es bricht leicht etwas ab. Auch aufpassen, nicht mit den Kupplungen und den Puffern gegen Hindernisse zu knallen (Prellbock, schwere Züge). Einmal abgebrochen läßt sich das nur verdammt schwer wieder kleben.
Gruß
Heiko Mehnert
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Beitragvon Nachtkappe » 25.03.2007, 12:19

Hallo Jürgen + Heiko,

also ich kann jetzt schon mal folgendes sagen:
- den Stift herauszuziehen oder zu drehen ist leider absolut unmöglich. Der sitzt so fest wie einbetoniert. Keine Chance !
- Somit kann ich auch keine Ersatzteile einbauen.

Sie bleibt damit ein schwieriger Fall, ein Einsatz kommt eigentlich nicht in Frage. Denn das würde bedeuten, daß ich sie nur auf den neuen Schienen fahren lassen kann. Meine Anlage ist aber nicht so groß, als daß ich den Bereich mit den alten Pappschienen nicht von ihr befahren lassen kann, daß wäre eine zu große Einschränkung. Gerade, weil die alten Schienen die Abstellgleise sind und es eine Rangierlok ist.

Was nun ?
Auf die Kippe ?

Gruß
Mattes
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Beitragvon TE lebt » 25.03.2007, 12:33

Hallo Mattes,

hast Du schon versucht, den Stift von unten herauszudrücken (mit einem ganz feinen Schraubendreher oder einem Nagel)?
Falls das auch nicht klappt, hat wohl jemand an der Lok rumgemurkst und die beiden Hälften des Rahmens verklebt.
Auf die Kippe würde ich sie auf keinen Fall werfen. Ich biete Dir an, einen Reparaturversuch zu unternehmen, wenn Du mir die Lok schickst. Falls Du interessiert sein solltest, schicke mir eine PN, damit wir Näheres abmachen können.

Gruß Günther
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Beitragvon Nachtkappe » 25.03.2007, 13:12

Hallo Günther,

also "auf die Kippe" das war ein schnellgewählter Ausdruck vor dem Hintergrund, daß ich mir schon gesagt habe, wie schade es ist, wenn hier nichts mehr zu reparieren geht.
Entsorgt wird selbstverständlich nichts was mit unserer guten alten Marke zu tun hat !

Vielen Dank für das Angebot eines Reparaturversuches !
hast Du schon versucht, den Stift von unten herauszudrücken
= da muß ich Dich nochmal was fragen. Wenn ich das Gehäuse entferne, dann sitzt direkt neben dem Motor "der Stift". An ihm ist auch eine Buchse für die vordere Beleuchtung.
Unten ist auch ein Stift, der hält das Federblech für die beiden Schleifer.
Jetzt ist es aber so, daß diese beiden Stifte nicht auf einer Linie liegen, sondern um ca. 1 cm versetzt nebeneinander.
Ich denke mal, daß das deswegen zwei verschiedene Stifte sind.
Von unten herausdrücken wäre gut, aber ich sehe da nichts wo der Stift rauskommt und wo man ansetzen könnte.

Oder habe ich da etwas übersehen ?


Gruß
Mattes
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Beitragvon TE lebt » 25.03.2007, 13:48

Hallo Mattes,

ja, es sind zwei Stifte.
Aber Du musst nur den vorderen davon ein Stück herausbekommen. An diesem Stift ist ein Kabel fest angelötet, während an dem hinteren ein "Hütchen" mit Kabel aufgesteckt ist.
Und dieser vordere Stift ist der, den Du von unten in dem kleinen Loch in der Schleiferhalteplatte sehen kannst (ist auf Deinem Foto weiter oben gut zu erkennen).
Der ander Stift kann an Ort und Stelle verbleiben. Wenn Du den auch herausziehen würdest (das geht nach Abnahme der Schleiferplatte nach unten), würde die ganze Lok auseinanderfallen...
Also, versuche diesen vorderen Stift von unten ein Stück in die Schleiferhalteplatte hineinzudrücken. Wenn Du das weit genug machst, kannst Du die Platte verschieben:
- erst ein Stück nach hinten, dann geht der vordere Mittelschleifer raus
- dann kannst Du die Platte ganz nach vorne herausschieben (auf die vordere Kupplung aufpassen!), und die restlichen drei Schleifer sind lose.
Dann kannst Du überprüfen, ob die Schleifer irgendwie verbogen sind und zu viel Seitenspiel haben (siehe dazu den Tipp von Heiko).
Der Zusammenbau erfolgt logischerweise in umgekehrter Reihenfolge, wobei ich Dir viel Geduld wünsche...

Gruß Günther
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Beitragvon Nachtkappe » 25.03.2007, 15:41

Hallo Günther,

Tatsache !
Ich war am falschen Stift !
Den anderen hatte ich überhaupt nicht gesehen !
Ich bin wieder mal überrascht, daß sich Teile öffnen lassen, von denen ich das nie gedacht hätte.
Sagenhaft, was hier für ein Wissen vorhanden ist. Das Forum sollte schnellstmöglich den Rang einer Universität bekommen und alle, die hier heute gepostet haben, haben den Professorentitel verdient. Inklusive Salär !
Jürgen:
ob es eine Original Trix ist ?
Auf der Lok steht an der Kabinentür Trix drauf, aber auf dem Plastik-Fahrgestell nur "Made in W. Germany".

So, jetzt liegt das - wohl auch von meinem Vorgänger verbogene - Endstück (Andruckstreifen für die Schleifer, angenietet an die Plastikbasis) vor mir. Er hat da wohl auch dran rumgebogen.
Welche Ersatzteilnummer wäre denn das bitte ?

Oder kann man da was improvisieren ? Werde erst mal weiterbiegen ...

Besten Gruß
Mattes
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Ersatzteilnummern

Beitragvon miximaxi » 25.03.2007, 15:59

Beitrag durch Autor gelöscht !
Zuletzt geändert von miximaxi am 10.02.2009, 16:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Nachtkappe » 25.03.2007, 16:09

Klar, Jürgen,
hatte ich gelesen. Ich wollte nur die richtige Zuordnung nochmal haben, damit ich mich nicht vertue.
Problem ist, daß sich die Federblechstreifen links und rechts vom angenieteten Haltepunkt U-förmig nach außen biegen.
Zurückbiegen bringt da nichts, sie gehen in die alte Form zurück.
Jetzt habe ich es mal mit Sekundenkleber versucht und sie ins Bett geklebt.
Mal sehen !

Gruß
Mattes
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Beitragvon Nachtkappe » 25.03.2007, 17:30

Hallo zusammen !

Hat funktioniert !
Der Haltestreifen liegt stramm in seinem Bett.
Bild folgt, wenn ich meine Kamera wieder habe.
Die Bahn fährt folgendermaßen:
- auf den neuen Schienen, auch im Kreis: vorwärts sehr gut
- auf den neuen Schienen, auch im Kreis: rückwärts gut
- auf den alten Schienen, geradeaus: vorwärts gut, rückwärts schlecht
- auf den alten Schienen, im Kreis: vorwärts/rückwärts schlecht.

Damit kann ich sie nicht gebrauchen. Egal, freue mich, daß ich sie mit Eurer Hilfe hingekriegt habe. Außerdem viel gelernt. Ich denke mal, die Probleme sind naturgegeben, da kann man nichts verbessern.

Möchte sie trotzdem jemand haben ? Könnten wir einen Tausch machen (Waggon) ?

Gruß
Mattes
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