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Trix Goliath - Kran 33951

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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Trix Goliath - Kran 33951

Beitragvon trix103 » 07.02.2006, 10:26

Hallo zusammen,

ích habe den oben genannten Kran kürzlich neu erstanden und werde ihn in den nächsten Tagen das erste mal so richtig ausprobieren.

Hat jemand von Euch Erfahrungen im Betrieb? Muss man sehr vorsichtig sein? Wie robust ist das ganze Ding denn so?

Danke für Tipps aller Art...

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Beitragvon Sandro Coletta » 07.02.2006, 11:41

Hallo Trix103,

der Kran ist ziemlich robust. Das wichtigste für den Einsatz ist ein abschaltbarer Gleisabschnitt von ausreichender Länge - nur darauf darf der Kran betrieben werden!
Mit freundlichem Trix-Express-Gruß,

Sandro Coletta
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Beitragvon trix103 » 07.02.2006, 12:14

Hallo Sandro,

dazu gleich noch mal eine Frage:

Ich fahre auf meiner Anlage nur mit einem Stromkreis (rechte Außenschiene + Mittelleiter)). Eigentlich müsste ich doch den Kran dann über die zweite Außenschiene + Mittelleiter betreiben können, oder? So könnte er doch theoretisch auf dem gleichen Gleis arbeiten, auf dem die Lok fährt, oder? Habe ich da einen Denkfehler?

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Beitragvon Sandro Coletta » 07.02.2006, 13:04

Hallo Trix103,

grundsätzlich bin ich erst einmal erstaunt das Du mit einem Stromkreis auskommst... :O
Ansonsten denke ich das das funktionieren müsste, sofern der Stromkreis nicht "zu lang" ist. Da die Steuerung ja digital erfolgt, müsste ggf. ein Booster eingesetzt werden. Das sollen aber mal lieber unsere "Elektriker" ;) prüfen/erklären.
Mit freundlichem Trix-Express-Gruß,

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Beitragvon Georg » 07.02.2006, 13:07

In der Trix (Express) - Version steckt der gleiche Dekoder wie in dem Märklin-Modell. Da drei Motoren angesteuert werden müssen, ist ein Austausch gegen einen anderen (DCC-) Dekoder auch nicht möglich.

Dieser auch in die Trix-Version des Kranes eingebaute Märklin-Dekoder arbeitet im Motorola-Datenformat, das bei Gleichstrombahnen nicht üblich ist.

Daher muß man den Kran auf einer analogen Zweileiter-Anlage bzw. auf einer digital mit DCC oder Selectrix gesteuerten Zweileiter-Anlage auf ein elektrisch getrenntes Gleis setzen, um ihn mit dem mitgelieferten Schaltpult betreiben zu können.

ABER wenn man dagegen eine digital gesteuerte Anlage mit der Intellibox von Uhlenbrock betreibt, braucht man das separate Gleis nicht. Die Intellibox kann auch Signale im Motorola-Format senden.

Da das Trix Express-System ein Zweizug-System ist, ist noch eine andere Möglichkeit denkbar. Es ist möglich, die Zuglok des Kranes auf der einen Außenschiene zu betreiben und den Kran digital gesteuert von der zweiten Außenschiene. Dann kann man den Kran an jeder beliebigen Stelle der Anlage betreiben. Man darf aber den kleinen Schiebeschalter am Fahrpult nicht vergessen. Wenn man den Kran mit einer Lok bewegt, muß der Schalter auf dem Loksymbol stehen. Das darfst Du nicht vergessen.

Das mit dem Kran mitgelieferte Schaltpult liefert nur solange eine Digitalspannung, wie es mit dem Schiebeschalter eingeschaltet ist. Dem Dekoder in dem Kran macht es nichts aus, wenn mal Gleichstrom und mal Digitalstrom am Gleis anliegt. Das Kranfahrpult dürfte aber nicht so gnädig sein. Für Experimente ist die Sache einfach zu teuer. Der Preis des Kranes betrug immerhin einal fast 1200,- DM.

Georg
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Beitragvon trix103 » 07.02.2006, 14:27

Hallo nochmals,

und vor allem schon mal Dank an Georg. Nur zum Verständnis: Ich kann also meine bisher nicht, oder nur selten für den Fahrbetrieb genutzte Schiene für den Kran nutzen und gefahrlos auf der anderen Schiene mit der Lok fahren? Das hieße doch, wenn man es auf die Spitze triebe: Ich kann den Kran während der Zugfahrt durch die Lok betreibe ohne Schäden an Lok und sonstigen Anlagen? (Mal abgesehen von den Glühbirnen evtl. Waggons)

Danke schon mal,

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Beitragvon Stefan » 07.02.2006, 14:33

Hallo zusammen,

zur Funktion eines Boosters: ein Booster stellt zusätzliche Leistung für das digitale Signal zur Verfügung. Er reproduziert jedoch nur das, was ihm die Zentrale vorgibt. Zentrale und Booster sollten aber immer an VERSCHIEDENEN Stromkreisen angeschlossen sein. Keinesfalls sollte der Booster an der selben Stelle einspeisen, an der auch die Zentrale einspeist. Wenn also das von Sandro angesprochenen Problem der langen Strecken zwischen Steuergerät und Decoder besteht, sollte lieber eine Ringleitung angelegt werden, die z.B. alle 2m eine Einspeisung des selben Signals vornimmt. Ein Booster ist nur erforderlich, wenn die Summe aller Abnehmer (Loks, beleuchtete Wagen, Kräne :-) usw.) die von der Zentrale angebotene Leistung übersteigt. Bei langen Schienenwegen im Bereich des Boosters ist dann ebenfalls eine Ringleitung erforderlich.

Zu MM-Datenformat: Es gibt noch weitere Multiprotokoll-Zentralen (z.B. ECoS von ESU), welche hier als Steuerung verwendet werden können, aber eine Zentrale anzuschaffen, wenn der Kran eh im zweiten TE-Stromkreis läuft (@trix130: richtig gedacht!) ist etwas überdimensioniert.

Zu Decodertausch nach DCC: Das ist eine Frage der Leistung der Motoren und der Ansteuerung. Prinzipiell kann man die Motoren auch über Funktionsausgänge Steuern. Primitiv einfach ein-aus (soll heißen z.B. Kran dreht sich - Kran dreht sich nicht, ich kenne die Funktion des Krans nicht, kann man die Motorgeschwindigkeit also z.B. die Drehgeschwindigkeit einstellen?) oder komfortabler regelbar z.B. über sog. "dimmbare" Funktionsausgänge. Wichtig ist, dass der eingesetzte Funktionsausgang entsprechend Strom liefert.
Wenn genügend Einbauraum für einen Großbahndecoder ist, ist ein Umbau sehr wahrscheinlich möglich, da diese für H0-Verhältnisse Leistung satt bieten. Wenn es aus Platzmangel ein kleiner Decoder sein muß, muß ggf. der Leistungsbedarf aus der technischen Beschreibung ermittelt werden, und danach ein angemessener Decoder ausgewählt werden. Ich würde aber denken, dass Georg mit der "geht nicht"-Vermutung falsch liegt, da die Motorsteuerungen für den Kran vermutlich nicht so komplex gefordert sind, wie bei den Loks.

Gruß
Stefan
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Beitragvon Georg » 07.02.2006, 17:11

Original von trix103
Ich kann den Kran während der Zugfahrt durch die Lok betreibe ohne Schäden an Lok und sonstigen Anlagen?


Gegenfrage: Wie bist Du? Aus dem Alter, wo man während der Fahrt den Kran Pirouetten drehen läßt, sollten wir hier heraus sein. Oder wie soll ich das verstehen? Im Prinzip wäre es schon möglich, Kran und Lok gleichzeitg zu betreiben. Aber vorbildgerecht ist das natürlich nicht. Denke aber auch daran, daß es auf den Weichen auch schon mal zu Kurzschlüssen kommen kann. Oder der Kran bleibt irgendwo hängen oder reißt ein Signal um. Mir ist der Kran für solche Experimente zu teuer. Ich würde mich genau au die Gebrauchsanweisung halten. Dort steht ausdrücklich, daß sich während des Kranbetriebes keine Lok im Bereich des Stromkreise befinden darf, in dem der Kran betrieben wird. An dem Trix-Fahrpult ist ein Schiebeschalter, mit dem schaltet man von Lokfahrt auf Kranbetrieb. Wenn man den Schalter auf Kranbetrieb stellt, liegt in dem betreffenden Stromkreis am Gleis eine Digitalspannung, deshalb muß vor dem Umschalten die Lok den Arbeitsbereich (das isolierte Gleisstück auf dem de Kran steht) verlassen haben.

Wenn mit engeschaltetem Kranbetrieb der Kran mit einer auf dem anderen Stromkreis fahrenden Lok bewegt wird, kann man nie sicher sein, daß es zu keinen Entgleisungen und damit verbundenen Kurzschlüssen kommt. Da Märklin sich darüber ausschweigt, wie sich das Fahrpult verhält, würde ich das auf keinen Fall versuchen.

Die Trix-Kransteuerung ist relativ simpel. Das Schaltpult kennt sechs Tasten mit sechs Funtionen:
Ausleger heben, Ausleger senken, (bei Märklin: f2)
Haken rauf, Haken runter. (bei Märklin: f3)
drehen rechts herum, drehen links herum, (bei Märklin: f4)
Als siebte Funktion gibt es in Verbindung mit den ersten sechs Funktionen noch einen "Schnellgang". Eine stufenlose Geschwindigkeit gibt es nicht. Die gibt es aber bei der Märklin-Version. Standardmäßig wird der Kran mit der Adresse 77 aufgerufen. Man drückt die entsprechende Funktionstaste (f2, f3, f4) und regelt Richtung und Geschwindigkeit wie bei einer Lok mit dem Drehregler. Bei der Märklin Mobile Station sind die Funktionen etwas anders verteilt. Die oben erwähnten Steuerungsmöglichkeiten f3 und f4 sind auf der Taste f3 zusammengefaßt. Umgeschaltet wird zwischen den Funktionen dannn mit dem "Lichtschalter".

Dekodertausch
Das "geht nicht" bezieht sich weniger darauf, daß ein Dekoder Probleme der Leistung oder den schaltbaren Funktionen haben könnte. Man könnte ja jeden der drei Motore mit je einem DCC-Dekoder separat ansteuern und damit stufenlose Bewegungsgeschwindigkeiten ermöglichen.

Aber der Alternativ-DCC-Dekoder muß auch in den Kran hineinpassen! Ich habe meinen Kran bisher noch nicht auseinander gebaut, um festzustellen wieviel Platz darin ist. Es wird vermutlich am nicht ausreichend vorhandenen Platz scheitern; darauf bezog sich mein "geht nicht". Das Thema Einbau eines anderen (DCC-) Dekoders wurde auch schon in andern Foren behandelt. Dort hat man auch keine Lösung parat gehabt. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Märklin hat einen genau auf die Einbauverhältnisse zugeschnittene, maßgeschneiderte Dekoder in dem Modell.

Georg
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 07.02.2006, 17:46

Trix103 meint sicherlich, dass er den Kran betreiben will, wenn andere Loks auf der Anlage fahren. Mit einer Multiprotokolzentrale ist das kein Problem.

Hierzu muss man nicht mit einer Intellibox einsteigen. Mein Digitrax Super Chief kann das MM-Format gleichzeitig mit dem NMRA-DCC-Format liefern, und kostet nicht soviel wie eine Intellibox. Fuer $360.00 gibt es eine Zentrale mit 8A Booster und einen Handregler, der ein volles Tastenfeld hat, und zwei Lokomotiven kontolliert. Die Spannung ist stabilisiert und einstelbar, was die Decoder moegen. Zusaetzlich benoetigt man noch eine elektronische Sicherung, die den 8A Boosterstrom in bis zu 4 Stromkreise aufteilt, und jeden Stromkreis mit 3.0A oder 4.5A je nach Einstellung absichert. Diese kostet nochmals $60.00. (Fuer $340.00 gibt es auch eine 5A Version, die diese Sicherung nicht noetig hat.)

Ich wuerde nicht ein Datenformat ueber eine Aussenschiene und den Mittelleiter, ein anderes ueber die andere Aussenschiene und den Mittelleiter senden. Bei Unfaellen koennen sich unter Umstaenden die beiden Spannungen der beiden Booster/Zentralen aufaddieren. Dann hat man eine richtig rauchende Lokomotive, die vor dem rchtig rauchenden Kran steht. Leider dauert der tolle Effekt nicht lange. Lenz warnt gegen den Einsatz eines zweiten Boosters fuer die Oberleitung aus genau diesem Grund.

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Beitragvon trix103 » 07.02.2006, 18:07

Danke Euch allen.

Meine Eingangsfrage wäre damit beantwortet: Ich kann den Kran über die zugehörige Steuerung bedienen und auf der anderen Schiene gleichzeitig mit einer Lok fahren!
Wie schön ist es doch, Express zu fahren, die armen Zweileiter-Fahrer können einem ja Leid tun. Die müssen tatsächlich auf Trennstellen gehen...
Na, dann kann das spielen ja losgehen...

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Beitragvon Georg » 07.02.2006, 18:27

Hallo Ulrich

Die Digitrax-Dekoder gibt es leider nicht bei jedem Händler.
Es gibt in Deutschland nur wenige Händler, die sich mit dem Import von amerikanischen Modellbahnen beschäftigen.

Insofern sind die Empfehlungen der Digitax-Dekoder hier in Deutschland wenig hilfreich, weil man sie nur bei diesen wenigen Händlern bekommt. Und dann wird zugelangt. So kostet die von Dir erwähnte 5-Ampere-Version, für die Du als Preis $ 340,- angibst, hier in Deutschland bei AAT 450,- Euro. Dafür kann man auch die Intellibox kaufen - und notfalls beim Hersteller Fragen stellen.


Du schriebst:
Ich wuerde nicht ein Datenformat ueber eine Aussenschiene und den Mittelleiter, ein anderes ueber die andere Aussenschiene und den Mittelleiter senden. ...

... der Meinung bin ich auch - und das meinte ich mit: für solche Experimente ist mir der Kran zu teuer.

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Beitragvon Ulrich Albrecht » 07.02.2006, 21:09

$ 540.00 fuer einen Super Chief, die spinnen die Leute von ATT! Wenn es die geldgierigen EU-Zollregeln in Europa nicht gaebe, koennte man billiger in den USA einkaufen, und sich die Sachen von dort schicken lassen.

Umgekehrt geht es doch bedeutend einfacher. Erstens gibt es keinen Zoll auf Spielzeug, und zweitens kann man sich alle moeglichen Sachen bis zum Gesamtwert von $400.00 ohne Zoll schicken lassen, solange man es nicht regelmaessig macht.

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Beitragvon Stefan » 08.02.2006, 13:04

Hallo zusammen,

@Georg: Ich wolte Dir nicht an die Karre fahren, tut mir leid. Ich hatte die Einbaumaße aber in meinem Beitrag in Frage gestellt, auch ohne zu wissen, dass Märklin auf das Einbaumaß zugeschnittene Decoder verbaut (ich kann mir bei den Stückzahlen beim besten Willen nicht vorstellen, wieso das billiger ist als eine konstruktive Auslegung auf Standarddecoder, aber sei's drum, ist Märklin's Problem).

@Trix103: Stell doch bitte mal ein paar Fotos ein, ich hab so'n Ding noch nie in Aktion gesehen.

Gruß
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Beitragvon trix103 » 08.02.2006, 13:43

Hallo Stefan,

mach ich, sobald das Ding am Wochenende das erste mal im Einsatz steht und ich das mit dem Einstellen der Fotos dann hinbekomme...
Danke Dir schon mal für die guten Tips. "Jetzt weiss ich endlich meinen noch freien zweiten Stromkreis zu nutzten..."

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Beitragvon Georg » 08.02.2006, 16:05

Hallo Stefan

... noch nie in Aktion gesehen.

Der Kran surrt leise vor sich hin ;-)

Da Loks für das Märklin-System irgendetwas haben müssen, damit man die Fahrtrichtung wechseln kann - den alten Fahrtrichtungschalter hat man ins Museum geschickt .- befinden sich inzwischen in allen Loks Dekoder. Da ohne Dekoder die Lok nicht läuft, kann man den auch gleich fest einbauen / einlöten. Dann braucht man auch keine Schnittstelle wie es bei den Gleichstrombahnen üblich ist. Märklin hat inzwischen eine Palette verschiedener Dekoder im Prograrmm. Man kommt dann allerdings nicht auf große Stückzahlen für die einzelnen Modelle und irgendwann wird die Ersatzteilbevorratung zum Problem. Wenn man dann aber das Modell einer "ölgefeuerten" Dampflok mit einem Geräuschgenerator ankündigt, der das "Kohleschippen" zu Gehör bringt, ist das doch schon sehr verwunderlich.


Wenn Du aufmerksam den Trix Neuheitenprospekt 2006 durchblätterst, wirst Du bis auf einige Wagen kaum etwas finden, daß auf Anhieb für Trix Express geeignet ist, aber Du findest etwas Anderes:

Obwohl sich man sich beim digitale Zweileitersystem auf die achtpolige Schnittstelle geeinigt haben, tanzt Märklin mit den Trix-Neuheiten aus der Reihe.

In einigen neuen Loks wird der Dekoder fest eingebaut mitgeliefert. Er versteht DCC, Selectrix und auch analog, so daß man auch auch auf einer analogen Anlage mit der Lok fahren kann. Aber egal, ob man ihn gebrauchen kann oder nicht, man muß ihm mitbezahlen. Bei sehr kleinen Modellen, wie dem Glaskasten, kann man noch ein gewisses Verständnis für eine Lok mit eingebauten Dekoder aufbringen. An der empfindlichen Lok geht leicht etwas zu Bruch. Aber muß das sein, daß man zwangsdigitalisiert wird?

Andere Lokneuheiten - vornehmlich Modelle nach ausländischem Vorbild - bietet man ohne Dekoder, aber mit der bekannten achtpoligen Schnittstelle an. Offensichtlich kann man dem Modellbahner im Ausland nicht vorschreiben, welchen Dekoder er zu nehmen hat und hält sich am vereinbarten Standard.

Aber dann kündigt man auch Lokneuheiten mit einer neuen 21-poligen Schnittstelle nach hauseigener Norm an. Man will den Käufer zur Markenbindung zwingen. Es soll auch gleich den Dekoder bei Märklin dazu kaufen.

Wenn man die Preise für Dekoder betrachtet und mit den Preisen anderer Elektronikprodukte (z. B. DVD-Player, DVD-Brenner) vergleicht, kommt man auf dem Gedanken: man will das, was man an den Modellen nicht erwirtschaftet, über den elektonischen Schnickschnack hereinholen.

Georg
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