ig-trix-express.de

Interessengemeinschaft Trix-Express

Umbau der BR55 (G7) von Piko auf TE

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
Nicht themenbezogene Beiträge werden gelöscht.

Umbau der BR55 (G7) von Piko auf TE

Beitragvon werner kuehnel » 12.01.2007, 16:16

Hallo,

wegen eines Umbaus der BR55 (G7) von Piko habe ich mich zunächst an die Firma Manzei gewandt, da ich von dieser Firma schon eine 78 und eine G8-55 -beide von Fleischmann- gekauft habe und mit beiden Umbauten sehr zufrieden bin. Leider hat Herr Manzei abgewunken, der Umbau scheint also nicht ganz einfach zu sein.

Weiß jemand von euch einen anderen Umbauer, der sich an diese Lok herantraut?
Wenn ich niemanden finde, werde ich den Umbau wohl selbst vornehmen müssen. Wer kann mir hierfür Ratschläge geben oder hat eventuell bereits selbst Erfahrungen gesammelt?

Vielen Dank im Voraus,

Werner
werner kuehnel
 
Beiträge: 4
Registriert: 12.01.2007, 15:52

Beitragvon otto4711 » 12.01.2007, 18:34

Hallo,

schau 'mal unter:

http://www.h-mehnert.de/Restaurierung_TE-Loks/Baureihen/BR55/br55.html

.. ist doch eine interessante Alternative.

Otto
otto4711
 
Beiträge: 56
Registriert: 08.03.2005, 18:38

Beitragvon otto4711 » 12.01.2007, 19:45

NACHTRAG:

ich habe gerade in meiner Vitrine eine ROCO BR55 gefunden. Das Teil ist allerdings an die 12 Jahre alt und der Umbau wird sicher spannend und auch nicht an einem Tag zu erledigen sein,denn neben dem Rahmen, der halb aus Metall, halb aus Plastik ist, müssen auch die Spurkränze der 2x2 innenliegenden Räder der Lok abgefräst werden, da sonst die vergrößerten Spurkränze der außenliegenden Räder daran kommen. Das Einfachste ist da noch die Radreiefen von Ton Jongen auf die 2x2 außenliegenden Räder zu kleben/löten. Der angetrieben Tender kann auch nur auf einer Seite umgebaut werden, aber die Lok zeiht ihn dann über die Weichen in die richtige Richtung. Das habe ich bei anderen Loks ( ICE 1 von Fleischmann ) auch so gemacht.
Wenn ich fertig bin, kann ich gerne ein paar Fotos schießen und hier zeigen.

Wie jetzt die Piko 55 aussieht weiß ich nicht, aber VIEL schwieriger kann's kaum werden.

Otto
otto4711
 
Beiträge: 56
Registriert: 08.03.2005, 18:38

Beitragvon Dietmar » 13.01.2007, 00:41

Original von otto4711
NACHTRAG:
ich habe gerade in meiner Vitrine eine ROCO BR55 Otto

Roco BR 55? Ich glaube das Roco doch keine 55 hatte, du meinst doch sicher die Roco 57, oder?
Grüße
Dietmar
Dietmar
 
Beiträge: 200
Registriert: 05.01.2006, 09:23
Wohnort: Remagen

Beitragvon otto4711 » 13.01.2007, 09:36

Hallo,

doch es ist eine ROCO, sie stammt aber schon aus Ende der '80 des letzten Jahrhunderts....

Otto
otto4711
 
Beiträge: 56
Registriert: 08.03.2005, 18:38

Piko G 7.1 (aus dem Hobby-Sortiment)

Beitragvon miximaxi » 13.01.2007, 13:19

Beitrag durch Autor gelöscht !
Zuletzt geändert von miximaxi am 10.02.2009, 16:38, insgesamt 1-mal geändert.
miximaxi
 
Beiträge: 621
Registriert: 30.07.2005, 17:59
Wohnort: Region Hannover

Doch keine Roco 55?

Beitragvon Dietmar » 13.01.2007, 14:25

Hallo Otto

Deine Roco 55 ist sicher eine 55 von Piko aus DDR Produktion. Auch eine nachfrage bei DSO: http://drehscheibe-online.ist-im-web.de/forum/read.php?10,3207437,phorum_session_v5=3ddbfc55663d3591183e33d60d892ac2

hat zu keinem Ergebnis geführt, auch dort ist bis jetzt eine 55 von Roco unbekannt. Steht den irgendwo Roco drauf? Wenn ja, dann stelle doch mal ein Foto ein, vielleicht hast du da ja ein seltenes Stück was bisher unbekannt war. Es kann aber auch ein Umbau aus Roco und Pikoteilen sein, Tender mit Antrieb Roco, Lok mit ausgebauten Antrieb Piko, würde mich wirklich interessieren.
Grüße
Dietmar
Dietmar
 
Beiträge: 200
Registriert: 05.01.2006, 09:23
Wohnort: Remagen

Beitragvon Ulrich Albrecht » 13.01.2007, 15:19

Als Trix Express und NEM-Bahner kann ich allen versichern, dass es keine 55 von Roco gab.
Es kann jedoch sein, dass jemand den Lokteil der alten BR55 von Piko mit einem Triebtender der BR57 von Roco versehen hat, um das Fahrverhalten zu verbessern.

Hier ist eine Auflistung der verschiedenen Modelle:

BR 53: Alle Schlepptender Gueterzuglokomotiven der Achsfolge C (Fleischmann)

BR54: Unsere bayerische Gueterzuglok von Trix, 1'C und alle anderen Gueterzuglokomotiven der Laenderbahnen mit Achsfolge 1'C

BR55: a) Schwere preussische Gueterzuglok, Achsfolge D(Fleischmann, Piko alt)

b) Alle Gueterzugdampfloks der Achsfolge D (Piko neu)

BR56: a) Mittelschwere Gueterzuglok, die kurz nach dem ersten Weltkrieg gebaut wurde, verkuerzte BR 58 zum Teil mit anderer Dampfmaschine (h2 statt h3) (Fleischmann, Piko), Achsfolge 1'D

b) In den 30er und 40er Jahren mit Laufachse versehene 55. Achsfolge 1'D

c) Alle 1'D Gueterschlepptender mit Achsfolge 1'D (Brawa, Minitrix)

BR 57 Mittelschwere preussische Gueterzuglok fuer leichte Strecken, Achsfolge E (Roco)

BR58 Schwere Gueterzug, die im ersten Weltkrieg fuer die meisten groesseren Laenderbahnen hergestelt wurde (Natuerlich nicht fuer Bayern). Achsfolge 1'E (Roco)

Ausnahme: Die Baureihe 58.0 ist eine kleine Serie von Lokomotiven, die der BR58 sehr aehnlich sind, aber einer fuer die Tuerkei gebauten Lok entsprechen.

Ulrich
Ulrich Albrecht
 
Beiträge: 620
Registriert: 20.04.2005, 14:43
Wohnort: Auburn, AL, USA

Beitragvon otto4711 » 13.01.2007, 18:18

Hallo,

die Bilder kommen, wenn das Teil fertig ist, ABER: dem Werner hilft unsere Diskussion wirklich nicht weiter.

Ich kann ihm nur vorschlagen, es entweder selber zu versuchen, aber wenn es die erste Lok ist, würde ich da dingend von abraten, Du solltest vielleicht erst einmal mit DIesel oder E-Liks üben, da es das Gestänge meiner BR 55 in sich hat...

Andernfalls kann ich Dir, Werner, anbieten, sie für Dich umzubauen, aber ohne jegliche Garantie was Fahreigenschaften oder Umbauzeit angeht. Kosten: Material, da es für mich Hobby ist.

Gruß
Otto
otto4711
 
Beiträge: 56
Registriert: 08.03.2005, 18:38

Si tacuisses, philosophus mansisses

Beitragvon Georg » 13.01.2007, 19:40

Oder frei nach Dieter Nuhr:
Wer keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten.

Gefragt wurde nach dieser Lokomotive:

http://www.miba.de/neuheit/06/09/piko1.htm

Und das Bild zeigt doch deutlich genug, warum Manzei die Lok nicht umbauen will bzw. kann. Bei der Lok wären auch die Fricke-Brüder mit ihrem Latein am Ende.

Zur Unterbringung der großen Spurkränze, die das Trix Express - System benötig, muß man in der Regel den Rahmen schmaler machen – so auch hier.

Dann wurde vermutet, daß man auf die Spurkränze bei den beiden mittleren Radsätzen verzichtet werden müßte, um die beiden äußeren Radsätzen mit den großen Spurkränzen zu versehen. Das wäre bei dieser Lok aber wahrscheinlich nicht nötig, weil der Abstand zwischen erstem und zweitem bzw. drittem und viertem Radssatz vergleichsweise weit ist. Nur zwischen zweitem und drittem Radsatz geht es eng zu. Aber Radsatz zwei und drei bräuchten keinen vergrößerten Spurkranz.

Daran scheitert es nicht.

Aber wer jetzt noch immer nicht begreift, warum Manzei abwinkte, schaue sich das Bild noch einmal an. Dämmert es jetzt? Die Trix Express - Spurkränze sind doch nicht nur in Richtung Gleis und benachbarter Achse 2 mm hoch, sondern zeigen genauso auch 2 mm nach oben. Und was sitzt da? Richtig! Das Umlaufblech der Lok! Das sitzt sogar so niedrig, daß man beim Vorbild auf dem Umlaufblech Radkästen über die Räder gebaut hat. Diese Radkästen sind im Modell so groß, daß normale NEM-Spurkränze (vielleicht noch Märklin-Spurkränze) abgedeckt werden. Wie sollen denn da die Trix Express – Spurkränze hineinpassen? Etwa alle Radkästen wegschneiden und die Trix Express – Spurkränze oben durchs Umlaufblech blitzen lassen? Oder als Abdeckung überdimensionale Radkasten neu anfertigen? Oder das Umlaufblech höher legen oder ganz weglassen? Was würde denn ein Kunde sagen, wenn Manzei so eine verunstaltete Lok abliefern würde, weil es keine andere Möglichkeit gibt? Oder soll Manzei ganz winzige Radsätze einbauen, die dann unters Umlaufblech passen? Dann stimmen die ganzen Proportionen der Lok doch nicht mehr. Und ob dann noch unter der Lok ein Mittelschleifer paßt? Nur Schleifer unter dem Tender? Der Tender der Piko-Lok ist rund 1 cm kürzer als der Tender der Trix BR 54.

------

Dann sind hier von den Vorschreibern einige Lokbaureihen durcheinander gebracht worden. Der zeitlichen Reihenfolge nach gab es:

1. Das erste und älteste Modell einer BR 55 stammt von Piko. Es ist eine BR 55.25 (=pr.G8.1) die in verschiedenen technischen Versionen (auch für Wechselstrom) von 1952 bis 1957 gebaut wurde. Die Lok, die noch ein Bakelit-Gehäuse hat, ist in Westdeutschland weitgehend unbekannt geblieben.

2. 1966 brachte Piko ein neues Modell der BR 55.25 heraus. Dieses Modell, das es in vielen Farbvarianten, für die es nicht immer ein Vorbild gab, hat seinen Weg nach Westen gefunden, weil während der langjährigen Produktionszeit die Firma Schreiber Piko-Modelle nach Westdeutschland importierte. Die Lok fand ihre Abnehmer wegen ihres konkurrenzlos niedrigen Preises.

3. Denn etwa zeitgleich brachte Fleischmann sein Modell der BR 55.25 heraus. Das Modell war das erste Dampflokmodell, das einen "reinen" Tenderantrieb aufwies, war ein Meilenstein in der Lokmodell-Entwicklung und lies wegen der damals verblüffenden Laufruhe mit einem Schlage die Modelle von Trix und Märklin alt aussehen. Zum Zeitpunkt der Konstruktion führte Fleischmann die Modelle in dem "Zwischenmaßstab" 1:85 aus (alle früheren Modelle sind im Maßstab 1:82), so daß die etwas zu groß geratene Lok aus dem Zugverband "herausragt".

4. Jahrzehnte später hat Fleischmann eine Neukonstruktion dieser Lok vorgenommen, diesmal im korrekten Maßstab 1:87. Die Lok findet man im aktuellen Fleischmann-Katalog.

5. Dann gibt es das Modell der BR 55.25 von Trix bzw. Märklin, das im Gegensatz zum Fleischmann-Modell den Antrieb in der Lok hat. Diese Modell wurde von der Firma Benzin als Umbau für Trix Express angeboten.

6. Das jüngste Modell einer BR 55 ist das Modell von Piko. Es handelt sich aber nun um die BR 55.0, die ehemalige pr. G7.1, die wesentlich kleiner und zierlicher ist.

Während man bei der BR 55.25 also die "Auswahl" hat, gibt von der jüngsten Piko-Dampflok nichts Entsprechendes in den Katalogen anderer Hersteller. Nur - die Piko-Lok läßt sich aus den geschilderten Gründen nicht für das Trix Express – System umbauen.

Da es schon Mitte der 70er-Jahre zwei Modelle der BR 55.25 im Handel waren, haben sich die Hersteller auf andere bekannte preußische Güterzugdampfloks konzentriert. So arbeitete Röwa kurz vor der Insolvenz an einem Dampflokmodell der BR 58.10 (pr. G12). Die halbfertigen Formen hat Roco übernommen. Die Lok erschien dann mit etlicher Verzögerung schließlich von Roco. Denn man arbeitete bei Roco zu der Zeit an einer eigenen Länderbahn-Güterzugdampflok. Es war die BR 57.10 (pr. G10). Die beiden Roco-Modelle erschienen etwa zur gleichen Zeit.

---------

Von folgenden Länderbahn-Güterzugdampfloks mit Tender gab/gibt es H0-Modelle:
(von Handarbeitsmodellen und Umbausätzen abgesehen)

BR 53.3 (pr G4.3) von Fleischmann

BR 53.8 (wü Fc) von Brawa

BR 54.15 (bay. G3/4H) von Trix

BR 55.0 (pr G7.1) von Piko (um die es in der Eingangsfrage geht)

BR.55.25 (pr. G8.1) von Piko (2x), Fleischmann (2x) und Trix/Märklin

BR 56.20 (pr.G8.2) von Gützold (nicht Piko) und Fleischmann – die BR 56.1 (pr.G8.3) unterscheidet sich äußerlich nur durch den Zweizylinderantrieb des Vorbildes.

BR 56.8 (bay. G4/5H) von Brawa, Neuheit 2006

BR 57.10 (pr. G10) von Roco

BR 58.2 ff. (pr. G12) von Röwa geplant, von Roco ausgeführt

BR 59.0 (wü. K) von Rivarossi und Trix/Märklin


----------

Da von einem der Vorschreiber die BR 58.0 (pr. G12.1) erwähnt wurde. Diese Lok hat bis auf die Achsfolge 1'E nichts gemeinsam mit der BR 58.2 ff. (pr. G12). Es handelt es ich um eine Lok, die zwar 1913 für die schlesischen Strecken geplant war, deren erste Exemplare aber erst 1915 fertiggestellt wurden. Es blieb bei 21 Stück, da die Loks für die damaligen Gleise recht schwer ausgefallen waren. Für Zwecke des Militärs baute man vielmehr die veraltete und schwache G7.1 nach. Die Heeresverwaltung forderte aber eine leistungsfähige Lok. Da während des I. Weltkrieges gerade Lokomotiven mit der Achsfolge 1'E für die Ottomanische Eisenbahn (die Türkei gab es noch nicht) im Bau waren, nutzte man die Erfahrungen aus beiden 1'E-Loktypen und konstruierte eine gänzlich neue Lok. Die so entstandene G12 gilt als erste deutsche Einheitslok, da sie von mehreren Bahnverwaltungen beschafft wurden: Baden: BR 58.2; Sachsen: BR 58.4; Württemberg: BR 58.5; Preußen: BR 58.10 bis 58.21. Die Loks wurden von 1918 bis 1922 gebaut und kamen für den I. Weltkrieg zu spät auf die Schienen. Nach 1922 wurde dieser Loktyp weiter für ausländischen Bahnverwaltungen gebaut. Mit dem Anschluß Österreichs und im Verlauf des II. Weltkrieges gelangten diese nachgebauten Loks teilweise in den Bestand der DR und bekamen Nummern im Anschluß an die höchste bisher vergebene Nummer.

Den letzten Auftrag für einen Nachbau der G12 vergab die Türkei. Fertiggestellt wurden die Lokomotiven erst 1941. Kriegsbedingt konnten die Loks nicht an den Auftraggeber geliefert werden und wurden von der Deutschen Reichsbahn übernommen und im Anschluß an die vorhandenen Loks der BR 58 als 58 2801 bis 2825 eingereiht, aber schon 1943 an die Bulgarische Eisenbahn abgegeben.

Dagegen gab es in der Türkei Lokomotiven, die der BR 56.20 (pr.8.2) sehr "ähneln". Sie wurden aber nicht in Deutschland gebaut. Einige Loks taten noch in den 90er-Jahren im Raum Eregli an der türkischen Schwarzmeerküste Dienst auf einer Kohlenbahn.
http://img233.imageshack.us/img233/4868/45030irmak0206760oh.jpg
Georg
 
Beiträge: 514
Registriert: 30.04.2004, 08:06

Theorie und Praxis

Beitragvon miximaxi » 16.01.2007, 10:51

Beitrag durch Autor gelöscht !
Zuletzt geändert von miximaxi am 10.02.2009, 16:39, insgesamt 1-mal geändert.
miximaxi
 
Beiträge: 621
Registriert: 30.07.2005, 17:59
Wohnort: Region Hannover

Beitragvon Ulrich Albrecht » 16.01.2007, 14:40

Obwohl ich Loks nicht umbaue, habe mir aber einige allgemeine Gedanken zu den zwei wichtigen Groessen des Spurkranzes, naemlich der Breite und der Hoehe, gemacht, als ich meine Fleischmannweichen zu Universalweichen umbaute.

Die Breite ist fuer das sichere Durchfahren der Weichen die entscheidende, da sie dafuer sorgt, dass das Fahrzeug sicher von den Radlenkern durch den abzweigenden Ast der Weiche gefuehrt wird. Hierbei ist die Hoehe ist nur insofern wichtig, dass sie das Absinken des Rades in der Herzstueckuecke verhindert.
Dieses kann bei zweiachsigen Fahrzeugen zu Entgleisungen fuehren, besonders wenn sie einen langen Radstand haben. Weiterhin sieht es nicht geade gut aus. Daher benutze ich fuer diese Wagen Trixraeder. Andererseits habe ich habe in viele vierachsige Wagen Liliputraeder eingebaut. Obwohl diese einen relativ niedrigen Spurkranz haben, laufen die Drehgestelle sehr stabil ueber die Herzstuecke, da die Achsen des Drehgestells sehr nahe zusammen liegen. Daher sollte bei einer vierachsigen Lok wie der BR55 die Spurkranzhoehe keine Rolle spielen. Wenn der erste Radsatz ueber der Luecke des Herzstuecks steht, befinden sich die restlichen drei noch auf dem Gleis! Somit sollte es eigentlich ausreichen, die Breite des Spurkranzes und somit das Innenmass auf das fuer Trix uebliche Mass zu veraendern, ohne die Hoehe des Spurkranzes zuerhoehen. Obwohl das nicht normgerecht ist, vermeidet es das Problem der Radkaesten. Natuerlich funktioniert dies nur bei Loks ohne Vorlaeufer (Achsfolge C, D, E). Sogar bei den Radern eines fuehrenden Drehgestell wuerde ich das nicht machen..

Ulrich
Ulrich Albrecht
 
Beiträge: 620
Registriert: 20.04.2005, 14:43
Wohnort: Auburn, AL, USA

Beitragvon noels » 16.01.2007, 21:42

Hallo zusammen,

Original von miximaxi

Aber es scheint hier allmählich Sitte zu werden, quasi alles nach „Aktenlage“ vom PC aus zu beurteilen, ohne die Dinge wirklich selber gesehen, gemessen oder gar selber ausprobiert zu haben.



Genau Jürgen, das sollte dann aber auch für Dich gelten.:D
Aus der Erfahrung mit meinem Umbau der Fleischmann- G8 kann ich die Aussage von Ulrich bestätigen. Bei einer vierachsigen Lok spielt die Höhe der Spurkränze eine sekundäre Rolle. Bei diesem Modell konnte ich die Spurkränze nicht erhöhen, da sie sich sonst mit denen des nächsten Rades berührt hätten. Also habe ich mir die vorhandenen Spurkränze von Bernd Tauert etwas abdrehen und dickere Spurkränze machen lassen. Mit 1,3mm Höhe kommt die D- Lok absolut aus, aus dem Grund, wie ihn Ulrich beschrieben hat. Das geht nur, wenn alle Achsen starr gelagert sind und bei C- Achsern auch nur dann, wenn die Lok nicht heck- oder kopflastig ist. Auch die Tatsache, daß kein Antieb Unruhe in die Sache bringt, kommt der Laufruhe über Weichen mit niedrigen Spurkränzen zu gute
Insofern kann man sich die ganzen Gedanken über Wandstärken der Radkästen, AC- Spurkränze, abkanzeln der Hobbykollegen, usw sparen.
Interessieren würde mich bei der neuen Piko- Lok eher, wie es mit der Radanpassung im Tender aussieht. Da er gleichzeitig auch noch die Traktionsarbeit verrichten muß, würde ich da weniger gern Kompromisse machen.
Gruß
Heiko Mehnert
noels
 
Beiträge: 1023
Registriert: 16.06.2002, 08:45
Wohnort: Osnabrück

Probieren geht über Studieren

Beitragvon miximaxi » 17.01.2007, 16:05

Beitrag durch Autor gelöscht !
Zuletzt geändert von miximaxi am 10.02.2009, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.
miximaxi
 
Beiträge: 621
Registriert: 30.07.2005, 17:59
Wohnort: Region Hannover

Beitragvon werner kuehnel » 28.01.2007, 23:01

Hallo,

nachdem die Diskussion zu meiner Frage augenscheinlich zu Ende gegangen ist, bedanke ich mich bei allen, die mir durch ihre Beiträge weitergeholfen haben. Dass dabei auch einige Kommentare waren, die etwas an dem von mir aufgeworfgenen Thema vorbeigegangen sind, gehört dazu und hat die Diskussion nur bereichert.

Das Ergebnis eurer Anregungen ist, dass ich mich entschlossen habe, eine G7 selbst umzubauen. Etwas Erfahrung habe ich beim Umbau von E-Loks und Triebwagen schon sammenln können. Insoweit betrachte ich eine Dampflok als Anregung und Herausforderung.

Nochmals vielen Dank, Werner
werner kuehnel
 
Beiträge: 4
Registriert: 12.01.2007, 15:52

Nächste

Zurück zu Bastelstube

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste