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Wagenbeleuchtung

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
Nicht themenbezogene Beiträge werden gelöscht.

Wagenbeleuchtung

Beitragvon MacMart » 20.04.2005, 16:36

noch ne Frage

Ein Personenzug mit mehreren Waggons wird, sollen diese beleuchtet sein, erheblich an Reibungsverlust durch die Schleifer haben.

Hat jemand Erfahrung, ob es möglich und sinnvoll ist, den erforderlichen Strom nicht mittels Schleifern an den Schienen abzunehmen, sondern die Wagen mit Draht zu verbinden (ähnlich den Heiz-bzw. Bremsschläuchen)?

Herzlichst
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Beitragvon noels » 20.04.2005, 17:37

Hallo,
für Züge, die fest auf der Anlage bleiben, ist das sicher eine gute Lösung. Noch wichtiger als die Reduktion des Reibungsverlustes ist, daß der "Stroposkopeffekt" endlich aufhört, zumindest, wenn Du zwei komplette Schleifersätze unter dem Zu läßt.
Optimal ist es, den Wagen Metallradsätze (einseitig isoliert) zu gönnen, so sie die nicht schon haben und über die Räder den Strom abzunehmen. Haben die Wagen NEM- Schächte, kann man leicht stromführende Kupplungen für die Masse einbauen. So kann man den Zug auch noch trennen. Das habe ich mit einem Schnellzug der neuesten Generation gemacht. Der ganze Zug hat nur noch zwei Skischleifer.
MfG
Heiko Mehnert
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Beitragvon MacMart » 20.04.2005, 19:19

Danke, Herr Mehnert,

aber wie erkenne ich, ob die Waggons isolierte Räder haben? Wie unterschgeiden sich isolierten von solchen, die es nicht sind?

Reicht ein Mittelschjleifer für den gesamten Zug, wenn ja, an welchem Wagen?

Herzlichst

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Beitragvon Sandro Coletta » 20.04.2005, 19:50

Hallo MacMart,

wenn Dein Wagen schon werksseitig mit Metall-Radsätzen ausgestattet ist, dann sind die eigentlich immer isoliert - Du erkennst das daran, daß sich (mindestens) auf einer Seite die Achse in einer schwarzen oder weissen Kunstoffbuchse befindet. Das ist leicht zu erkennen. Wenn Du Metallradsätze kaufst, dann sollten diese ebenfalls so aufgebaut sein. Achte aber beim Einbau unbedingt darauf, daß die isolierte Seite immer die gleiche ist, sonst gibt es einen Kurzschluß.
Wie Heiko schon schreibt, ist es ideal bei zweien der Wagen den Mittelschleifer beizubehalten und dann sinnvoller Weise einen am Anfang und einen am Ende zu fahren - somit gibt es auch über Wichen keine Stromunterbrechung und die Innenbeleuchtung flackert nicht. Wenn Du Dir einen günstigen EMS-"Trafo" besorgst (das sind die orangenen) und in die entsprechende Fahrtrichtung aufregelst, dann hast Du sogar Permanentbeleuchtung, heißt auch wenn der Zug steht. Es piept halt in einem ziemlich hohen Ton - wenn aber ein weiterer Zug fährt, dann hört man es kaum noch...
Mit freundlichem Trix-Express-Gruß,

Sandro Coletta
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Beitragvon MacMart » 20.04.2005, 21:07

Danke für den Hinweis,

Sandro Coletta,

ich werde alle Wagen daraufhin inspizieren.
Falls ich noch Fragen habe, würde ich mich gern an Sie wenden.

Herzlichst
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nicht zu großen Schleiferabstand!!

Beitragvon ecki » 20.04.2005, 22:12

Hallo MacMart / Sandro, Heiko,

wenn man, wie von Sandro vorgeschlagen, die Mittelschleifer (es müssen übrigens natürlich nicht Skischleifer sein) unter den ersten und den letzten Wagen setzt, dann entsteht ein oftmals zu langer Abstand zwischen den Schleifern - das kann bei Mittelleiter-Trennstellen (z.B. vor Signalen oder Abstellgleisen) zu unerwünschtem Überbrücken der Trennstelle, dh. zum Überfahren, kommen. Also zuerst mal (wenn vorhanden) die kürzeste Mittelleiter-Trennstelle ermitteln und dieses Maß beim gewählten Schleiferabstand nicht überschreiten, also z.B. die beiden Mittelschleifer unter dem selben Wagen oder unter 1. und 2. Wagen installieren.

Heiko: Welche stromführende Kupplung würdest Du empfehlen? Hersteller? Nummer?

Angenommen, Metallräder nehmen +auf, bleibt die Frage:
1.)wie gelangt der Strom vom Rad zur Lampe
1a.) wie baue/woher nehme ich den entsprechenden Radschleifer
1b.) Prüfen, ob es den Wagen evtl als INT.-Modell gab, wenn ja, Platine beschaffen und die Radschleifer rechts verwenden, Radschleifer links kürzen und Mittelleiter an Radschleiferrest links anlöten...

2.) Angenommen, der Wagen / das Drehgstell / die Achshalterung ist aus Metall - dann verwende man tunlichst beidseitig isolierte Radsätze und verwende beim Lok-Wagenkontakt sicherheitshalber keine Metallkupplung! Der von Sandro erwähnte Kurzschluss tritt übrigens auch nur bei Metalldrehgestellen auf...
Fazit:
Wenn man berücksichtigt, dass man die strom (besser: masse-) führenden Kupplungen ja auch je Wagen untereinander verbinden muss, bleibt als Fazit:

Die von Mac Mart erwähnte Kabelverbindung hat durchaus auch ihre Vorteile. Ich selbst habe z. B. einen Thalys mit zwei Kabeln verbunden, die zwischen den Wagen durch Mikrostecker verbunden werden.
Die Mikrostecker habe ich mir im Elektronikshop besorgt -sie waren in irgendwelchen Sockeln für Fernsehtechnik verbaut. Natürlich hat auch diese Methode Nachteile: Ich musste die Wagen "zerstören" für die (Steck-)dosen; und die Lötstellen zwischen Kabel/Stecker neigen zum Brechen.

Zuletzt: Wilhelm Schwarz beschrieb seinerzeit mal die Dauerzugbeleuchtung mittels Knopfzellenbatterien - ich weiss nicht, ob es diese Dinger inzwischen auch als Akku gibt - daraus ergäben sich interessante Aspekte...

Gibt 's eigentlich 2-polig übertragende Kupplungen? Hat sich da mal jemand drangewagt?????

Grüße
ecki
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Beitragvon noels » 20.04.2005, 22:49

Hallo zusammen,
Ecki: Du hast Dich schon viel weitgehender mit dem Thema befaßt als ich. Damit dürfte die Frage von Macmart recht umfassend beantwortet sein.
Bei dem erwähnten Zug habe ich die Stangenkupplung von Märklin verwendet aus Bequemlichkeit (sie lagen des Beleuchtungssets bei. Es gibt besser zu handhabende, ich meine von Roco. Die Mikrostecker - Lösung, wie die Stangenkupplung ist wohl nur für gelegentliches trennen geeignet. Wenn man die Wagen regelmäßig trennen will, dürfte die Kupplung besser sein.
Bei den Wagons der letzten Jahre kann man Märklin Radschleifer verwenden, da die Wagen wohl meist Märklin Konstruktionen sind. Ansonsten mache ich mir die Schleifer selbst aus Federblech. Durch den Drehpunkt der Drehgestells führe ich das Kabel nach oben. Der Hinweis auf die einseitig isolierten Radsätze bezog sich darauf, daß es eben auch unisolierte zu kaufen gibt für das Wechselstromsystem.
Über den Skischleifer kann man diskutieren. Ich bevorzuge ihn, weil er nach meiner Beobachtung nicht so zum Verschmutzen neigt. Andererseits ist er lauter.
Sandro: Dein Tip mit dem EMS-Trafo ist richtig. Er hilft auch bei der Verwendung von Dampfgeneratoren. Aber jeder sollte sich das nach Möglichkeit einmal anhören, bevor er investiert. Ich habe meinen wieder abgebaut, weil ich das Geräusch auf Dauer nicht ertragen konnte. In dem Fall ist es ein Nachteil, wenn man ein gutes Gehöhr für hohe Töne hat. Eine andere Möglichkeit sind vielleicht Kondensatoren in Verbindung mit Leuchtdioden. Damit werde ich mal herum probieren. Ich glaube, es war Georg, der schon einmal darüber geschrieben hat hier im Forum. Das werde ich mal nachblättern.
Gruß
Heiko Mehnert
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Beitragvon Sandro Coletta » 21.04.2005, 08:24

Moin Ecki & Heiko,

Ihr habt natürlich recht :) Wenn man allerdings eh' schon an die Kondensatorlösung herangeht (s. Rheingold, funktioniert perfekt!), dann kann man sich auch den zweiten Schleifer sparen und hat m.E.n. die beste Lösung.
Mit freundlichem Trix-Express-Gruß,

Sandro Coletta
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Beitragvon Georg » 21.04.2005, 14:24

Um MacMart nicht zugleich mit vielen verschiedenen
Vorschlägen zu überfordern, würde ich raten, daß
MacMart zunächst mit einigen vierachsigen
Schnellzugwagen aus der Märklin-Produktion beginnt.

Diese Wagen lassen sich mit der Innenbeleuchtung
Märklin Nr. 7330 (die alle erforderlichen Teile enthält)
beleuchten. Preis je Wagen bei Fa. Licht rund 15,- Euro.
Dann hat man zwar einen lauten und gegenüber dem
Trix Express-Schleifer schwergängigen Mittelschleifer.
Aber den Märklin-Schleifer bekommt in jedem Laden.
Den Trix Express-Schleifer bekommt man dagegen
kaum noch. Zu der erforderlichen richtigen Anordung
der Radsätze wurde weiter oben schon geschrieben.

Mit der Märklin Kupplung 7319 (für fünf Wagen
bei Fa. Licht rund 26,- Euro) lassen sich dann die Wagen
miteineinander verbinden. Und man kann dann die
Schleiferanzahl des Zuges auf einen (dann flackerts
auf Weichen) oder (besser) zwei reduzieren.

Gesamtkosten für fünf Wagen: rund 100,- Euro

Eine guten Beschreibung über den Einbau, der Vor-
und Nachteile dieser Märklin-Lösung und "richtigen"
stromübertragenden Kupplungen findet man auf:

http://www.erichs-modellbahn.de/tipps_links/stromfuerende_kupplungen.htm#maerklinkupplung

Dort wird auch die Kupplung von RTS beschrieben,
mit der man die Züge einfach trennen kann.
Ich betrachte diese Kupplung für den gedachten
Zweck als ideale Lösung. Die teure Roco-Kupplung
ist nicht notwendig - es sei denn, man will einen
Wendezug bauen, der auch geschoben richtig am
Signal anhält.

--------------------

Was nun das Flackern und die unterschiedliche Helligkeit
in Abhängigkeit von der gefahrenen Geschwindigkeit
angeht, dafür hat inzwischen Conrad eine Lösung:

http://www1.conrad.de/scripts/wgate/zcop_b2c/~flN0YXRlPTM4NTUwNzY0OTQ=?~template=PCAT_PRODUCT_DETAILS_DOCUMENT&object_guid=B5814C3F83696994E10000000A010220&master_guid=&master_desc=&master_group=&master_typ=&master_first_row=&master_last_row=&p_load_area=1609030&page=&p_sortopt=&max_tab_items=10&no_brotkrumennavi=

Es werden von Conrad unterschiedliche Ausführungen
angeboten, je nach dem, ob man analog oder digital fährt.


In der Produktbeschreibung:

http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/200000-224999/219705-an-01-ml-ZugbeleuchtungII_DC_HO-TT_de-en-fr-nl.pdf

wird auch beschrieben, wie man mit zusätzlichen
Elektrolyt-Kondensatoren eventuelles immer noch
auftretendes Flackern bei Langsamfahrt beseitigen kann.
Es ist nur eine Frage des vorhanden Einbauraumes.

Die Conrad Elektronik ist gedacht für die auch von
Conrad angebotenen LED-Beleuchtungstreifen.
Man kann bis zu zwei Streifen anschließen. Der
naheliegende Gedanke, mit "einer" Elektonik den
ganzen Wagenzug zu versorgen, geht also nicht.
Damit man die Wagen freizügig einsetzen kann,
sollte man schon für jeden Wagen eine separte
Elektronik vorsehen.


Fazit:
Um eine Wagenzug zeitgemäß, preisgünstig und
optimal zu beleuchten:

-> Ausrüsten der Wagen mit LED-Beleuchtungstreifen
von Conrad (etwa 4,- bis 7,- Euro je nach Länge des
Streifens und Abnahmemenge)

-> um konstante Beleuchtung zu erhalten, die oben
erwähnte Conrad-Elektronik, die zwischen 5,95 (digtal)
und 7,95 Euro (analog) pro Wagen kostet, einbauen

-> falls gewünscht und Platz vorhanden, zusätzlich
die Elektolyt-Kondensatoren (Conrad Nr. 460672
oder 472514) Preis: 15 bis 20 Cent

-> Conrad 220657 Bronze-Federblech zum
Selbstanfertigen der Achs-/Radschleifer

-> für die Stromaufnahme vom Mittelleiter den
Märklin-Schleifer aus der Packung 7330 einzeln besorgen


Will man den Zug nur mit "einem einzigen" Mittelschleifer
einsetzen (das war ja das Grundanliegen von MacMart):

-> stromführende Kupplung von Märklin 7319.
Man braucht sie auch, wenn man die RTS-Kupplung
benutzen will, weil man anders die in der
Märklin-Packung 7319 enthaltenen Y-förmigen
Kontaktbleche (zwischen Kupplung und Kontaktplatte
im Wagenboden) nicht bekommt.

-> evtl die trennbare RTS-Kupplung - wer sich
traut, die RTS-Kupplung mit einem winzigen,
elastischen Drähtchen mit der Kontaktplatte zu
verbinden (löten!), kann auf die Märklin-Packung 7319
verzichten.


Wenn man sich die Preise anschaut: die Conrad-Lösung
mit LED-Streifen (219160, 219161, 219707) erscheint
im Vergleich zur simplen Märklin-Innenbeleuchtung 7330
als die bessere Lösung. Wer allerdings "zwei linke"
Hände hat, wird sicherlich die Märklin-Innenbeleuchtung
bevorzugen. Da braucht nichts gelötet zu werden.

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Beitragvon MacMart » 21.04.2005, 16:11

Dank für alle Tipps,

das hilft erst einmal weiter.

Um nun nicht die Waggons "zu zerstöten" durch den Einbau von Steckern, dachte ich daran, die unter den Drehgestellen befindlichen Öffnungen im Waggonboden dazu zu nutzen, die Kabel in Waggon einzuführen. Steht dabei zu befürchten, daß die Isolation der Drähte beim Fahrbetrieb durchscheuert? Wenn ja, wie wehren wir uns dagegen?

Hinzufügen sollte ich, daß beinahe alle Personenwaggons aus der Blechzeit stammen.

Diese Kurzkupplungsgeschichte----wie bekomme ich das kostengünstig hin? Macht es Sinn, die TE-Kupplungen zu entfernen und durch einfache, unter dem Waggon-Boden angeschraubte Flachbleche zu ersetzen? (gilt natürlich nur für Zugeinheiten, die nicht getrennt werden sollen).

Und zur Elektrik (sorry, bin Schreibtischtäter und handwerklich im Bereich minus 5 anzusiedeln, wobei - 4 das Höchste auf der Skala darstellt *gg*) wie verkabele ich (klemme) das Ganze? Als Serien- oder als Reihenschaltung? Welche Fa bietet günstige Innenbeleuchtungen an?

Habt Dank im Vorab

Herzlichst
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Wagenbeleuchtungen

Beitragvon Frank Bertram » 21.04.2005, 19:44

Hallo MacMart,

um bei Blechwagen, die ich aus Sentimentalitätsgründen nicht zerstören würde, mit flackerfreier und preiswerter Beleuchtung zu fahren habe ich mir vor Jahren einfach kleine Batterien bzw. Akkuzs (z.B. für Diktaphone) in jeden Wagen gelegt und an die Trix- Beleuchtungseinrichtung bzw. Faller-Häuser-Birnchen (auch kfz.-Blinkerbirnchen tun es) angelegt.

Das klappt ganz gut., wenn man die Batterien wegen der Schwerpunktverlagerung möglichst am Wagenboden (innen) anbringt.

Dann kann man alles lassen wie es ist und btraucht nur kurz das Dach abzuschrauben (da erhält ggf. den sammler- oder Wiederverkauswert) und hat hat mit Trennstellen keine Probleme.

Ansonsten sind die gezeigten Lösungen von noels und eckki und sandro natürlich klasse.

Gruß


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Beleuchtung

Beitragvon rei » 21.04.2005, 19:48

Hallo Frank
Wäre toll, wenn du eine oder zwei dieser beleuchteten Wagen zum Stammtisch in Herzogenrath mitbringen könntest.Würde mich schwer interessieren. :)
Gruss
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Beitragvon Georg » 21.04.2005, 21:42

Vorsicht bei den Wagen aus Blech. Da sie auch eine Kupplung aus Metall haben, die man praktisch nicht auswechseln kann, kann man auch nicht so einfach auf den Außenschienenschleifer verzichten und ihn durch einseitig isolierte Radsätze ersetzten.

Es geht zwar grundsätzlich, die Blechwagen mit einseitig isolierten Radsätzen auszustatten und auf den Außenschleifer zu verzichten. Zum Rausnehmen der Plasitk-Radsätze und Reinsetzen der Metall-Radsätze muß man allerdings etwas Gewalt anwenden. Das alte Metall-Drehgestell ist nun mal nicht so elastisch wie ein Plastik-Drehgestell. Dann hätte man Stromaufnahne von vier Rädern pro Wagen. Das ist besser als ein einzelner Außenschleifer. Aber mit Metall-Radsätzen führt der ganze Wagen und auch die originale METALL-Kupplung das Potential der Außenschiene!!! Solange ALLE Radsätze richtig eingebaut wurden (d.h. die nicht isolierte Radsatzseite ist bei allen Radsätzen auf der gleichen Seite) funktioniert das.

Wenn aber ein Wagen verkehrt herum aufgesetzt wird, kann ein zweiter Zug losfahren, der normalerweise auf der anderen Außenschiene seinen Strom bekommt. Der Strom läuft von den Radsätzen des richtig aufgesetzten Wagens durch die Kupplungen zu dem falsch aufgesetzten Wagen, von da über dessen Räder in die zweite Außenschiene und schon fährt der zweite Zug los. Die Wagen müssen also gekennzeichnet werden, damit sie immer richtig herum auf das Gleis gestellt werden. So wie es Märklin beim Blech-Rheingold für Trix Express gemacht hat.

Da man, wie schon angedeutet, die Metall-Kupplung der Blechwagen nicht austauschen kann, kann man auch nicht wie bei den Märklin-Plastikwagen, das Mittelleiter-Potential von Wagen zu Wagen über die Kupplung leiten. Will man die Anzahl der Mittelleiterschleifer reduzieren, muß man einen Draht durch alle Wagen ziehen. Das Kabel zieht man am besten durch die offenen Fenster der Sirntüren. Ob man das Kabel nur mit einem Stecker zwischen jeden Wagen versieht oder darauf verzichtet, kann man für sich entscheiden. Verzichtet man auf den Stecker, sollte man das Kabel zwischen dein Wagen so lang machen, daß man die zusammenhängenden Wagen im "Zick-Zack" aufbewaren kann. Wenn man das Kabel durch die hochgelegenen Fenster steckt, hängt es beim Fahrbetrieb auch nicht auf die Schienen herunter.

> Steht dabei zu befürchten, daß die Isolation der Drähte beim Fahrbetrieb durchscheuert? Wenn ja, wie wehren wir uns dagegen?

Eventuell über das Kabel an den gefärdeten Stellen Schrumpfschlauch ziehen. Bist der durchgescheuert ist, dauert es eine Weile.

> Und zur Elektrik (sorry, bin Schreibtischtäter und handwerklich im Bereich minus 5 anzusiedeln, wobei - 4 das Höchste auf der Skala darstellt *gg*) wie verkabele ich (klemme) das Ganze? Als Serien- oder als Reihenschaltung?

Ganz einfach:
Der eine Pol der Innenbeleuchtung sollte entweder mit dem Außenschleifer oder der Metallmasse des Wagens (wenn Du den Außenschleifer durch einseitig isolierte Radsätze ersetzt) verbunden werden. Der anderer Pol wird mit den Mttelschleifern bzw. mit dem Draht, den Du durch alle Wagen ziehst, verbunden.


> Welche Fa bietet günstige Innenbeleuchtungen an?

Schön wäre natürlich die originale Trix-Innenbeleuchtung für diese Wagen, die gelegentlich auf Börsen und bei Ebay auftaucht.

Sonst rate ich zu der Beleuchtungslösung, die Conrad anbietet. Da die aber nicht für Blechwagen vorgesehen ist, muß man alle Metallstellen, des Wagens, die die Teile der Conrad-Beleuchtung berühren können, mit Isolierband isolieren. Mit doppelseitigem Klebeband kann man neben der Isolierung gleichzeitig die Beleuchtungseinrichtung festkleben. Das Klebeband kann man später wieder "wegrubbeln". So brauchst Du auch keine Löcher zu bohren und der Blechwagen bleibt im Ursprungszustand.


Und wenn Du nicht löten kannst. Auch das kann man lernen, so schwer ist das nicht. Einfach mal bei Google nach "richtig löten" suchen. Da gibt es jede Menge Ratschläge.

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Beitragvon Ulrich Albrecht » 22.04.2005, 14:56

Hier ist noch eine Moeglichkeit, wie man die Wagen ohne Mittelschleifer beleuchten kann. Man besorge sich eine alten EMS-Trafo, einen Beleuchtungsgenerator von Arnold oder etwas aehnliches als Bausatz von Conrad. Diese Geraete legen eine hochfrequente Wechselspannung an das Gleis (10khz). Schalte eine grossen ELKO so um die 100 Mikorfarad, bipolar (oder 2 x 200 Mikrofarad in Serie mit den gleichen Polen zueinander) in Serie mit dem Beleuchtungsgenerator, und verbinde die ganze Sache mit den beiden Aussenschienen. In jedem Wagen kommt eine Beleuchtungseinrichtung in Serie mit einem kleinen Elko (1Mikrofarad bipolar), und die Beleuchtung wird wie bei NEM ueber die Raeder mit Strom versorgt. Durch die Elkos in Wagen und vor dem Generator sind die beiden Ausenschienen fuer Gleichstrom von einander isoliert. Bei einigen Graeten kann der dicke Elko in Serie mit dem Generator auch weggelassen werden, da einer schon eingebaut ist) Das gilt fuer den Arnoldgenerator, mit den anderen habe icch keine Erfahrung.

Hinweis: Dioden und elektronische Bremsbausteine muessen mit Kondensatoren 20 Mikrofarad bipolar ueberbrueckt werden wenn sie in den Aussenschienen liegen. Alles was am Mittelleiter oder der Oberleitung liegt gibt keine Probleme.

Ulrich
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Beleuchtung

Beitragvon rei » 23.04.2005, 11:16

Hallo
Zum Thema Beleuchtung hätte ich noch den einen oder anderen Hinweis.
Die beschriebenen Schleifer von Märklin für den Mittelleiter habe ich eine Zeitlang auch unter einem Roco VT11.5 eingesetzt.
Dann aber durch die Roco Flüsterschleifer ersetzt.
Die sind ganz hervorragend und sehr leise.Stromabnahme sehr sicher.Gibt es in zwei Grössen.
Dazu gibt es von Roco auch eine Universalbeleuchtung mfür Gleichstrom oder Digital.Die ist sehr gut und flexibel einsetzbar.
Dann habe ich auch die einzelnen Wagen mit Hilfe der oben bereits beschriebenen Stecker verbunden.Strom wird am ersten und zweiten Wagen entnommen.
Die ganze Beleuchtung wird mit Hilfe eines Funktionsdecoders gesteuert, da ich ja digital fahre.
Dadurch habe ich immer eine ganz hervorragende,einwandfreie Beleuchtung.Allerdings muss auch hier eine ausreichende Stromversorgung am Gleis und an den Wagen anliegen.
Mit Hilfe von Funktionsdecodern kann ich,wenn ich dies will, auch jeden Wagen für sich ansteuern.Ich kann die Beleuchtung dimmen.einzelne Lämpchen ansteuern.
Da ist einiges möglich.
Gleichfalls ist die Lokbeleuchtung sehr gut, auch bei langsamen Geschwindigkeiten. Natürlich lässt sich diese auch individuel steuern wie z.B.konstante Beleuchtung, fahrtrichtungsabhängige oder unabhängige Beleuchtung, dimmbare Beleuchtung, Flashlicht u.s.w.
Man sieht, da ist einiges machbar.
Die Idee mit den Accus finde ich allerdings auch ganz klasse.Das kann manchen komplizierten Umbau ersparen.
Bis denn
Rei :]
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