von noels » 25.12.2006, 10:15
Hallo Mattes,
auf Deine Fragen hast Du ja schon einige Antworten bekommen. Besonders der Hinweis auf den Ratgeber bei Paul Ettl ist wichtig. Lade Dir den auf jeden Fall herunter. Ausdrucken ist eine andere Sache. Man kann ja auch am Bildschirm lesen und die vielen Seiten drucken kostet ja auch einiges. Auf jeden Fall werden dort Deine Fragen zur Elektrik eingehend und verständlich beantwortet.
Dein Anlagenplan ist zumindest von den Fahrmöglichkeiten her sehr interessant. Ein paar grundsätzliche Sachen solltest Du aber bedenken. Dabei magst Du die Aspekte anders gewichten als ich, solltest aber darüber nachdenken:
1) Dieser Teppich ist zwar preiswert, hat aber einige Nachteile.
- Er ist ein Fussellieferant zur Zerstörung der Lokgetriebe. Zumindest die Gleise müssen eingeschottert werden, damit dort die Fusseln nicht hoch gewirbelt werden können. Dazu müßte man den Schotter kleben.
- Wenn Du die Anlage einmal richtig durgestalten willst, ist der Rasen an einigen Stellen lästig, beispielsweise dort, wo Straßen, Erd- oder Gesteinsflächen sein sollen.
Es gibt andere, preiswerte Methoden. Hier nur ein Beispiel:
- Die Fläche mit dünnem Schaumstoff bekleben, wie er zu Isolierung von Wandlächen verwendet wird. Dafür habe ich o,6 cm verwendet. Damit hat man eine glatte Fläche, aus der man aber schon Formen heraus arbeiten kann. Für die Streckengleise habe ich aus diesem Material auch ein Gleisbett geschnitten. Damit hat man schon eine recht natürliche Form. Links und rechts neben dem Gleis kann man die Gräben des Bahndamms heraus arbeiten. Im Bahnhofsbereich läßt man die Fläche glatt. Damit man die Flächen entsprechend der späten Gestaltung verwenden kann, wird der weiße Schaumstoff mit Abtönfarben grün, erdbraun, oder grau gestrichen. Es reichen also drei bis vier Flaschen. Grasstreu ist nicht teuer. Damit die "Häärchen" ein bisschen wie Gras stehen, Bestreiche ich die Flächen aus einem Gemisch von Weißleim, Wasser und Spülmittel. Zum Auftragen des Streus verwende ich eine Plastikflasche, wie sie zum befeuchten von Bügelwäsche benutzt wird. Wenn man die Löcher etwas vergrößert, geht das sehr gut. Schütelt man die Flasche vorher ein paar mal, laden sich die Häärchen ein wenig statisch auf und stehen besser.
Für erdige Flächen verwende ich ein Gemisch aus Gartenerde und Sand. Bedes wird gut getrocknet und dann durch ein Teesieb passiert. Wenn an die Mischungsverhältnisse variiert, bekommt man in dem Weißleimgemisch sehr stabile und natürliche Ergebnisse.
Der teuerste Punkt ist bei mir der Gleisschotter. Da verwende ich echten Granit von Heki. Auf einer stationären Anlage muß man den nicht kleben, da er durch sein Eigengewicht liegen bleibt.
(Asphalt-) Straßen bekommt man ganz gut mit Gips,den man grau einfärbt und Weißleim zusetzt, damit er nicht reißt, hin. Bei meiner Anlagefläche von etwa 8 m² bin für dieses Material im Rahmen von max. 50 € geblieben.
2) Die Anlagenform, die Du gewählt hast, hat einige Nachteile:
- Der Kreisverkehr ist immer sichtbar. Die Grundform "Hundeknochen" kaschiert das besser.
- Da man oft für den Hundeknochen nicht die nötige Länge zur Verfügung hat, kann man ihn zur L- oder sogar U- Form "knicken". Dann gewinnst man Streckenlänge und der geschlossene Kreis wird optisch aufgebrochen.
- Deine Platte muß praktisch frei stehen, da man sonst bei Unfällen, oder für die Landschaftsgestaltung nicht in die hintere Ecke kommt.
Nimmt man für eine L- oder U- Anlage eine maximale Tiefe von 80 cm an (nur an den Wendeköpfen etwas mehr, erreicht man alles hervorragend. Außerhalb von Bahnhof, BW, usw. kann man auch gut auf 30 - 40 cm herunter gehen. Damit kann man Teile der Anlage in Regale, oder andere Möbel integrieren, so daß man den Raum nicht völlig mit der Eisenbahn erschlägt. Die Anlage kann sich dann gut in einer Höhe von 1,0 - 1,2 m befinden. Da kann man gut arbeiten, Schränke passen darunter und wenn man sitzt, hat man einen sehr natürlichen Blickwinkel auf die Anlage.
Denke einmal darüber nach. Der Plan meiner Anlage (siehe meine Homepage) paßt in einen kleinen Raum von etwa 4m x 3,7m und bietet trotzdem einige Betriebsmöglichkeiten.
- Offenbar hast Du alte und neue Gleise. Die alten Papgleise würde ich in einem Anlagenteil zusammen fassen, so daß man sie später austauschen kann.
Noch schöne Feiertage
Heiko Mehnert