von noels » 28.10.2007, 19:58
Hallo Roman,
mit Deiner Aussage, daß der Abstand zwischen den Radscheiben (Spurinnenmaß) egal sei, bist Du etwas auf dem Holzweg. Zumindest bei Trixweichen erfolgt die Führung in den Abzweig nicht außen durch die Schienen, sondern durch die Radlenker an der Radinnenseite. Deshalb hat Trix selbst für dieses Maß einen Wert von 11,6 mm bis 11,9 mm angegeben. Oberhalb von 12,2 mm ist absolut Schluß, weil sonst das gegenüber liegende Rad an die Spitze vom Herzstück schlägt. Probiere das einmal mit einem Radsatz auf einer Weiche aus. Genau deshalb laufen NEM- Radsätze nicht über unsere Weichen.
Also ist die Spurkranzstärke und damit das Spurinnenmaß entscheidend. Dazu kommt, daß TE- Räder eine breitere Lauffläche haben, als solche nach NEM. Bei Drehgestelloks fällt das kaum auf. Aber bei Dampfloks, bei denen mehrere Achsen steif im Rahmen liegen, kann es passieren, daß die mittleren Radsätze nicht mehr sauber auf den Schienen laufen. Sehr gründliche Umbauer, wie Thorsten Schlange verpassen beispielsweise einer P8 deshalb auf der mittleren Achse auch noch eine Laufflächenverbreiterung.
Wie viel Fräsarbeit manchmal nötig ist, sieht man am Drehgestell der V290 (bei der E50 ist es genau so): Das Drehgestell hat eine Breite von 12,1 mm. Damit eine Achse mit Spurinnenmaß von 11,9 mm noch mit etwas Spiel läuft, muß der Rahmen auf weniger als 11 mm gefräst werden. (siehe Bild E50):
Gruß
Heiko Mehnert
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