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Neue Lackierung

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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Neue Lackierung

Beitragvon Ulrich » 22.12.2005, 10:45

Hallo,
ich habe einige alte Lokomotiven mit Metallgehäuse bekommen und möchte diese gern neu lackieren. Womit erntferne ich am besten den alten, schadhaften Lack? Welcher neue Lack eignet sich am besten?

Bin für jeden Tip dankbar.
Ulrich
 
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Beitragvon kladewa » 22.12.2005, 15:40

Hallo Ulrich,

also ich habe das Gehäuse, Vor- und Nachlaufachse (BR 64) ein paar Stunden in eine Nitroverdünnung (von OBI) gelegt (Achtung: alle Lichteinsätze rausnehmen!! Auch die Zylinder, wenn Du den Rahmen lackieren willst - die sind auch aus Plastik) , da hat sich der Lack weitgehend von selbst gelöst, notfalls mir einem harten Pinsel nachhelfen.

Ich habe meine Lok nicht mal grundiert, sondern gleich mattschwarz aus der Sprühdose aufgesprüht (nicht zuviel auf einmal, sonst gibt's Nasen, besser mehrere Sprühdurchgänge). Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
kladewa
 
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Beitragvon Georg » 22.12.2005, 17:08

Bei alten Modellen kannst Du es zunächst mit Spiritus versuchen. Damit sollte sich der Lack auf den Metallgehäusen der Modelle aus den 50er-Jahren schon lösen. Auch Terpentinersatz ist dazu geeignet. Erst wenn es damit nicht gelingt, sollte man zu den "schärferen" Mitteln greifen, wie Aceton, Waschbenzin, Nitro oder Bremsflüssigkeit.

Diese Mittel eignen sich aber nur für die Metallgehäuse! Kunststoffe (wie Polystyrol) werden an- bzw. aufgelöst.

Und vergiß nicht, beim Einsatz der Mittel das Zimmer zu lüften und das Rauchen einzustellen! Die Mittel sind alle feuergefährlich.


Das Entlacken und die Neulackierung alter, unansehnlich gewordener Trix-Gehäuse ist aber keine spezifische Trix Express-Angelegenheit. So kannst Du untersuchen, was die Google Suchmaschine zu dem Thema findet. Es sind allein im deutschsprachigen Internet tausende von Seiten.

Im Miba-Verlag ist dazu auch ein Ratgeber in der Reihe der Praxisratgeber für die Modellbahn-Werkstatt erschienen:

"Lackieren, Altern, Beschriften"

heißt der Band und kostet 10,- Euro

Georg
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Beitragvon Stefan » 22.12.2005, 17:20

Hallo zusammen,

bitte bei all dem nicht nur die Gefahren für die eigene Person berücksichtigen, sondern auch für die Umwelt! Die alten Lacke sind Schwermetallhaltig und z.T. erheblich Giftig und müssen daher z.B. Über Recyclinghöfe entsorgt werden. Auf keinen Fall einfach in den Ausguß kippen (mal abgesehen von den Umweltschäden könnten einige Rohrteile aus Kunstoff sein, der - s.o. - "scharfe" Behandlung mit einem Rohrschaden quittiert...).

Für solche Zwecke gibt es Mini-Sandstrahler, die ggf. mit geschlossenem Gehäuse geliefert werden. Bei richtiger Anwendung bekommt man damit auch Plastik sauber! Wenn das sich für einen Einsatz nicht lohnt, mal in Modellbaukreisen (Schiffe, Trucks, Flugzuege) umhören, da sind solche Arbeiten meist integraler Bestandteil des Hobbys.

Gruß
Stefan
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Beitragvon irolke » 22.12.2005, 20:46

Hallo Ulrich

ich will zu dem Thema auch noch was schreiben

wie alle die vor mir was geschrieben haben sind das eine ganze Menge Möglichkeiten die Farbe herunter zu bekommen

und eine Ganze menge Tipps befolge ich auch

ich bin mit einer Drahtbürste für den Dremel angefangen
und dann habe ich die Modelle in Nitro- getaucht
da nach bin ich angefangen die Modelle zu Hause zu strahlen (mit Sand ist das auch nicht grade Gesund)
und zum Schluss hatte mein Chef ein Einsehen und hat eine Strahlbox gekauft natürlich nicht für alle Heimwerker und Bastler aber der ist Nachts nicht da und schläft hoffentlich gut so das ich meine Modelle sauber bekomme

beim Strahlen muss man acht geben das die Konturen erhalten bleiben da her Tauche ich auch noch fast alle Modelle und wenn ich ein Modell mit drei Schichten Plackerfarbe bekomme dann sind die Lüftungsgitter bei manchen Loks nur mit einem Dremel mit Drahtbürste frei zu bekommen. Plastikgehäuse kann man auch strahlen aber bitte mit Vorsicht und es lohnt sich nicht bei Loks sondern nur bei Waagons

da nach grundiere ich die Modelle mit einer Grundierung die auch für Zink geeignet ist


die Farben nehme ich von Revell die lassen sich mit Nitroverdünnung verdünnen und die Farben lassen sich mit einander mischen
denn es gibt nicht alle Farben die ein Eisenbahner braucht
da zu habe ich einen großen Kompressor mit Druckminderer aus den Baumarkt und drei Airbruch Pistolen und über 100 Farbdosen und Gläser
und zum Schluss weil die Sache richt (auch im Keller) eine gute Absauganlage da mit ich keinen ärger mit meiner Frau bekomme der Rest ist viel Übung und Erfahrung

der Heiko aus OS sprüht seine Dampfloks mit Auspufflack das sieht auch ganz gut aus aber bei einer 218 217-8
wird die Sache schon etwas schwieriger
also viel Spaß und auf die Umwelt und Gesundheit achten

mfg Ingo
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 22.12.2005, 21:26

Dies gehoert zwar nicht direkt zum Thema Farbenentfernung, aber im weiteren Sinne doch. Wenn Fahrzeuge kleine Farbprobleme haben, aber der Grundlack oder das Metall/Plastik noch nicht durchschaut, gibt es noch eine weitere Moeglichkeit, ein gutes Aussehen wieder herzustellen, und zwar ohne Farbentfernung.

Ich habe mehrere Trixwagen (ehemalige Roewawagen), bei denen nach 25 Jahren der Lack und die Daecher unansehnlich geworden waren. Der Lack hatte stumpfe Stellen, und glaenzte sehr an anderen Stellen. Bei den Daecher war die Farbe fleckig geworden. Ich habe die Wagenkaesten mit einer duennen Schicht Testor Dulcote #1260 uebergespritzt. Alle Unterschiede im Lackglanz verschwanden nach der Behandlung, und die Wagenkaesten sehen fast wie neu aus. Zusaetzlich gibt der Mattlack noch eine weitere Schutzschicht gegen neue Schaeden.

Die Daecher habe ich mit Dunkelgrau uebergespritzt, und dann mit einer Lage Dullcote nachbehandelt. Sie sehen so gut aus, dass ich am liebsten die Daecher meiner nicht beschaedigten neueren Rocowagen auch von Silber auf Grau umzuspritzen moechte.

Diese Mattlackmethode koennte auch fuer Teilausbesserungen benutzt werden. Oft ist es moeglich den Originalfarbton, aber nicht Glanz zu treffen. Dies ist der Fall, wenn bei Dampflokomotiven Kratzer im schwarzen Lack beseitigt werden sollen.

Ulrich
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Neue Lackierung

Beitragvon Ulrich » 12.01.2006, 19:24

Danke für die vielen guten Tipps.

Nach erfolgreicher Farbentfernung möchte ich eine BR24 in der Reichsbahn Fotolackierung lackieren. Weiss jemand welcher Grauton am bestenpasst?
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Beitragvon irolke » 14.01.2006, 09:59

Hallo Ulrich

Welchen grau Ton so weit ich weiß sind die Loks nur das erste mal in einen Grauton gestrichen worden um beim Schwarz/Weiß Fotografieren einen besseren kontrast zu bekommen nach der ersten Untersuchung wurden die Loks dann Schwarz

in einigen Büchern wird über den Farbton geschrieben und alle kommen zu dem Schluß das es keine ein heitliche Farbe in der RAL Ortnung giebt

es ist die als Künstler die freiheit gegeben das selbst zu entscheiden oder nach dem Farbmustern der von den Modellbahnherstellern gebauten Modellen die benutze ich auch immer als Vorlagen
Entweder leihe ich mir Modelle bei Bekannten
oder ich spritze Farbmuster auf kleine Karten und fahre 25 km nach OS um im nächsten Laden die Farben abgleiche da wird mun zwar von Personal gemustert aber wenn man etwas Kauft z.B. Farben sind die auch milde gestimmt

da ich einige Loks schon Neu lackiert habe und mich so um die fünf Jahre da mit beschäftige kann ich dir nur raten such dir ein Foto oder Modell und versuch es einfach der Rest kommt mit der Zeit

mfg Ingo
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Beitragvon TE lebt » 03.01.2007, 17:01

Hallo Leute,

auch zu diesem Thema kommt mein Beitrag erst ein Jahr später, aber vielleicht ist das Thema ja noch aktuell (oder kriegt neuen Schwung, wie schon mal vor kurzem ein anderes).
Ich habe mich auch die letzten Wochen mit dem Problem Farbentfernung beschäftigt und herumexperimentiert. Der Spiritus scheint nur in Ausnahmefällen zu funktionieren. Ich hab's dann mit Aceton probiert, gemäß dem Motto: was sich die Damenwelt auf die Fingernägel schmiert, kann einer Lok nicht schaden! Denn zumindest die früheren Nagellackentferner waren auch Aceton.
Natürlich geht das, wie alle anderen lösenden Mittel auch, nur auf Metall, alles was aus Kunststoff ist, muss vorher weg. Nachhilfe mit einem Pinsel mit steifen Borsten oder Zahnbürstchen kann nicht schaden.
Das Zeug hat aber noch einen anderen Vorteil: es verdunstet recht schnell. Wenn man die Brühe mit der abgelösten Farbe z.B. in einem alten Glas bei guter Belüftung ein paar Tage stehen lässt, ist alles wieder trocken und somit dürfte auch das Entsorgungsproblem gelöst sein, zumal in so ein Glas mit dieser Methode die Farbe von etlichen Loks reingeht.
Zur Neulackierung scheint mir nach den bisherigen Erfahrungen Airbrush ganz gut geeignet. Allerdings habe ich damit bisher nur Danpfloks lackiert (mit Revell schwarz seidenmatt), das sieht ganz gut aus.
Was man mit Kunststoffgehäusen macht, weiß ich auch noch nicht. Aber sind die nicht in den meisten Fällen durchgefärbt und nicht lackiert? Dann gäbe es ja gar nichts abzumachen.

Beste Grüße Günther
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Abbeizer

Beitragvon rolgerhan » 03.01.2007, 17:31

Hallo!

Bei meinen Trix-Lok-Entlackungen habe ich schon alles probiert, was in diesem Forum angesprochen wurde (außer Sandstrahlen). Allerdings nur bei Metallloks.
Mein Favorit, dieser wurde hier leider nicht erwähnt, ist Farbabbeizer!!!!
Das Gute Stück wird zur Entlackung einfach mit dem Pinsel mit Abbeizer bestrichen.
Die Farbe ist innerhalb von 20 Minuten restlos von der Lok entfernt.
Schlechte Erfahrungen habe ich mit Nitro und Bremsflüssigkeit gemacht.
Die Wartezeit bis zur Entlackung war unendlich. Zudem hatte ich an einigen Stellen immer noch Farbreste.


Gruß

Roland
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Beitragvon TE lebt » 03.01.2007, 18:22

Hallo rolgerhan,

ich hatte mich zunächst auch nach so etwas erkundigt, aber da gab es nur ein giftiges Zeug, bei dem man dafür unterschreiben muss, dass man die Warnhinweise kennt (Name und Adresse werden notiert!).
Da habe ich dann lieber die Finger davon gelassen, denn da scheint mir Aceton oder Nitro bedeutend harmloser!

Gruß Günther
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Beitragvon irolke » 03.01.2007, 18:58

Hallo Ihr alle
zu diesen Tehma muß ich wieder was schreiben

ich habe grade einige Loks im Keller liegen zum neulackieren
und vor Weihnachten hatte ich noch eine Schwug fertig gemacht

das entfernen mit all den guten Sachen die ihr hir aufzählt habt habe ich auf gegeben
bis zum Herbst habe ich bei meinen Arbeitgeber mit Sand gestrahlt das ging ganz gut war aber nicht 100% da der Sand in Ritzen und Gitter sich rein schoss so das ich jedes Korn einzeln aus kratzen mußte eine sche.. arbeit
da sich mein Arbeitgeber immer blöder anstellte wenn ich Nachts oder am Wochenende strahlte habe ich mir eine eigene Kabiene gekauft.
da ich nicht mit Quarzsand strahlen wollte habe ich mich bei einer Firma am Ort erkundigt die Große Strahlanlagen baut
der Chef der Firma war sehr angetan von mein Hobby und hat mir eine kleine Einführung in Strahlmittel gegeben
so hat er mir Korund verkauft http://de.wikipedia.org/wiki/Korund
in einer Korngröße von 200 µm
und das habe ich aus probiert mit einen sehr guten Ergebnis

bevor ich die Modelle lackiere spüle ich die Modelle noch in Nitro zum entfetten
mit Plastigmodelle habe ich noch keine Erfahrung
da für habe ich heute zwei alte Donnerbüchsen bekommen
die werde ich mal mir Korund strahlen und dann die Dächer lackieren
mfg und noch allen ein gutes neues Jahr

irolke
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Beitragvon TE lebt » 03.01.2007, 19:24

Hallo irolke,

die V 100 sieht ja super aus!
Ich sage jetzt nichts mehr zum Thema Farbe runter, da hat wohl jeder seine Erfahrungen.
Aber: Verrate mir doch bitte, wie Du die Lok lackiert hast! Ich habe nämlich auch ein V 100-Rohgehäuse mit "ohne Farbe") aus einem Schrottkonvolut, das ich genau in dieser Farbgebung lackieren möchte.
Welche Farben hast Du benutzt, und mit welcher Technik hast Du sie aufgetragen? Ich hoffe, das ist kein Geheimnis.

Gruß Günther
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Beitragvon noels » 03.01.2007, 21:40

Hallo Ingo,
Deine Arbeiten werden ja immer noch besser. Die V100 sieht wirklich klasse aus!
Bei diesem Modell fehlt jetzt nur noch der Schritt zur neuen Beschriftung. Dazu habe ich mir gerade von Conrad das Set zum selbst drucken von Supercal Decal kommen lassen. Mal sehen, wie die Ergebnisse sind.
Gruß
Heiko
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Beitragvon TE lebt » 03.01.2007, 22:24

Ja, Heiko,

ganz Deiner Meinung.
Nur wie man sowas macht, weiss ich jetzt immer noch nicht...

Gruß Günther
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