ig-trix-express.de

Interessengemeinschaft Trix-Express

Piko Digital und Trix Hobbyloks kompatibel?

Diskussionen, Tipps und Tricks zur Digitaltechnik.
Nicht themenbezogene Beiträge werden gelöscht.

Ausbaufähigkeit des PIKO DCC-Systems

Beitragvon miximaxi » 19.12.2006, 21:49

Beitrag durch Autor gelöscht !
Zuletzt geändert von miximaxi am 10.02.2009, 13:58, insgesamt 1-mal geändert.
miximaxi
 
Beiträge: 621
Registriert: 30.07.2005, 17:59
Wohnort: Region Hannover

PIKO Digi 1 - stärker als vermutet !!

Beitragvon miximaxi » 21.12.2006, 17:48

Beitrag durch Autor gelöscht !
Zuletzt geändert von miximaxi am 10.02.2009, 13:58, insgesamt 1-mal geändert.
miximaxi
 
Beiträge: 621
Registriert: 30.07.2005, 17:59
Wohnort: Region Hannover

Beitragvon rei » 21.12.2006, 18:13

Hallo Jürgen
Ich hätte da noch ein paar Punkte die mir bei dem ganzen Piko-System nicht recht klar erscheinen:
1.Ist es nicht gerade ein Vorteil der digitalen Steuerung, das man eben keine getrennten Stromkreise braucht? Ich habe meine Anlage jedenfalls nicht nach einzelnen digitalabschnitten getrennt. Ist ja auch nicht nötig. Ausser ich möchte mehr Leistung über eine Booster, aber das brauche ich nicht.
Ich finde, das das nötige aufteilen in Stromkreise bei Piko( so verstehe ich deine Info) ein Rückschritt darstellt.
Als Trafo nehme ich übrigens die Trafos die bei Halogensystemen zum Einsatz kommen. Der hat 200 VA und reine 12 Volt. Das reicht allemal und die analoge Lok pfeifft dann auch nicht so laut. Ausserdem schont es die Beleuchtung der Lokomotiven.
2.
Hast du das Piko-Digital mal an eine andere DCC-Zentrale angeschlossen? Wenn es wirklich damit kompatibel wäre, dann wären die Handsender gerade für unseren Ausstellungsbetrieb eine schöne preiswerte Ergänzung.
Sollte dies nicht mit Roco oder Lenz oder anderen DCC-Systemen funktionieren, dann wäre man ja wieder nur an einen Hersteller gebunden, nämlich Uhlenbrock.
3.
Wie ist es mit der Steuerung von Weichendecodern, Schaltdecodern anderer Anbieter? Ich verwende nämlich sehr gute, preiswerte DCC- Weichendecoder(15 Euro).
Wäre doof, wenn dies auch nur mit den recht teuren Decodern des oben genannten Herstellers funktioniert.

Wenn du die Möglichkeit hättest dies zu testen wäre das prima, ansonsten muss ich mir selber mal so eine Steuerung besorgen. Oder mir von Dietmar beim Stammtisch im Januar ausleihen :D
Bis denn
Rei
rei
 
Beiträge: 256
Registriert: 25.04.2002, 21:29
Wohnort: Aachen

Beitragvon Dietmar » 21.12.2006, 18:27

Hallo Jürgen
Deine Ausführungen kann ich nach dem ersten Inaugenscheinnahme und Test bestätigen.
Hallo Rei, es wäre sicher Interessant festzustellen, in wie weit das Pikosystem mit deinem Kompatibel ist, ich habe mir gerade da eins geordert, es sind noch neun da.
http://stores.ebay.de/moba-shop-de_Elektrik-Digitaltechnik_W0QQcolZ4QQdirZ1QQfsubZ607812QQftidZ2QQpZ2QQtZkm
Wer Zeit hat, kann doch mal gerade da reinschauen und mir sagen welche Decoder da brauchbar sind, am besten die günstigsten, wäre mir eine Hilfe, Danke.
Und hier ein erste Erfahrungsberichtbericht:
Gestern ist das Piko Digitalstartset eingetroffen. Ich habe es noch gestern Abend ausgepackt und meine ersten digitalen Schritte gemacht. Also das Set ist wie üblich bei Piko sehr gut und übersichtlich verpackt. Die Metronomlok BR 146 und die beiden Doppelstockwagen, einer davon ein Steuerwagen, sind tadellos und vollständig mehrfarbig beschriftet. Mit dem Schienenkreis und den beiden Bogenweichen wäre das ganze ja schon die 139,-€ wert. Aber zu diesem Preis ist ja noch die Digitalsteuerung dabei, natürlich auch der Decoder in der Lok. Nach kurzem oberflächlichem durchlesen der Gebrauchsanweisung habe ich auf 2m Gleis das ganze ausprobiert. Es ist wirklich sehr einfach, auch für einen Anfänger, Empfänger Digi 1 mit 2 Drähten ans Gleis angeschlossen, Netzgerät mit dem Stecker in die Digi 1 und dann in die Steckdose, das war’s schon mit dem verkabeln. Jetzt noch die beiliegenden Batterien in die Fernbedienung, Lok aufs Gleis, die Adresse eingeben (steht unter der Lok) und ab geht’s. Nun die Trix Herkules aufs Gleis, die Adresse war nicht bekannt, aber kein Problem, mit der Fernbedienung dauert es nur 3 sek. und schon ist die Lok neu Adressiert. Für einen Analogfahrer ist es natürlich gewöhnungsbedürftig, das die Lok nicht wie beim Trafo am Regler „hängt“. Der erste Eindruck, mit einem Trafo fahren sie genauso gut und wesentlich leiser,( die Trix ist am lautesten) das liegt sicher an den verwendeten Billigdecoder. Aber immerhin, man kann nun mehre Loks auf einem Gleis steuern, darum ging es meinem Sohn ja. Licht läst sich schalten, und die Fernbedienung ist handlich und relativ übersichtlich. Die 4 Taster für die 4 Kanäle liegen gut, so das man sehr schnell auf die 4 Loks zugreifen kann. Ich denke mehr ist für den Anfang nicht nötig, 4 Loks kann man mit dem Netzgerät sowieso nicht gleichzeitig fahren.
Was fehlt ist eine Anzeige, man sieht nicht was man eingegeben hat, das ist bei den meisten anderen Digireglern die ich gesehen habe sicher besser. Auch muss man sich nicht angewöhnen die Fernbedienung auf die Lok zu halten wie beim TV, sondern grob Richtung Digi 1. Übrigens, ich habe die Fernbedienung hoch zur Decke (die ist bei mir fast 5 m hoch) gehalten, und die Lok auf dem Boden hat noch reagiert. Auch den von mir mit Spannung erwarteten test mit der Analoglok hat funktioniert. Sie ist zwar laut( nicht nur ein leises Summen) aber es geht mit der Adresse 0 tatsächlich. Da das Netzgerät nur 14V Ausgang hat und ja auch beim fahren sicher ein Spannungsabfall da ist, brennen die Glühlämpchen nicht gleich durch. Werde sie aber gegen 19V Lampen wie in der Gebrauchsanweisung vorgegeben austauschen. Die Analoglok läst sich erstaunlich gut regeln, echt ein Vorteil bei DCC, man muss nicht gleich alles umstellen.
Auch mein Test auf meiner kleinen transportablen Trix Express Anlage war überzeugend. Ich hatte vor Jahren eine Trainer 140 mit Lenzdecoder gekauft. Auch sie konnte man sofort mit der angegebenen Adresse steuern, auch eine neue konnte man ganz leicht vergeben. Nur wie man den Rangiergang, falls der Decoder einen hat und die Anfahr- und Bremsverzögerung einstellt muss ich noch nachlesen, die ist nämlich sehr, sehr großzügig eingestellt und braucht eine Rund zum Reagieren. Auch Digital und eine analog 80er hat das Netzgerät ausgehalten, selbst eine V 200. Allerdings nur kurz, ich wollte das Weihnachtsgeschenk nicht schon vorher himmeln, wer weis wie gut der Überlastungsschutz ist. Allerdings die 80er mit dem Rundmotor roch nach kurzer langsamer Fahrt sehr streng nach „Ampere“, so dass ich sie ganz schnell auf den richtigen Analogkreis wieder frei gemacht habe. Nach anfänglicher Schleichfahrt und Gestank lief sie dann wieder tadellos. Die 80er mit dem alten Permamotor und die V 200 hatten keine Probleme. Also bleibt das ursprüngliche Analoge Trix Express 3 Zugsystem erhalten, was natürlich eine komplette Umstellung auf Digital wie bei Märklin überflüssig macht, auch wieder ein Vorteil von TE.
Also mein erstes Fazit: Die preisgünstige Piko Digitalsteuerung ist für einen Anfänger wie mich sehr gut geeignet um sich mit Digital vertraut zu machen, und die ersten Berührungsängste zu überwinden. Die Leistung reicht natürlich nicht für eine Anlage aber eine Erweiterung ist günstig möglich. Bei der kurzen suche in ebay und im web habe ich die Digi2 für unter 50,-€ ohne Trafo und die Digi 1 komplett mit Trafo und Fernbedienung für 39,-€ zu Sofortkauf gesehen, wohlgemerkt neu von einem Händler mit Garantie. Ich glaube da werde ich mal zugreifen, wenn nur die Decoder nicht so teuer werden. (Wer hat günstig einfache abzugeben?)
Nach weihnachten werde ich sicher mehr sagen können, wenn das ganze mal eine harten Praxistest unter dem Tannenbaum unterzogen wurde. Danke noch mal für die vielen Tipps und Infos, kann ich immer gut brauchen.
Grüße
Dietmar
Dietmar
 
Beiträge: 200
Registriert: 05.01.2006, 09:23
Wohnort: Remagen

Grundlagen der Digitalsteuerungen

Beitragvon miximaxi » 21.12.2006, 19:57

Beitrag durch Autor gelöscht !
Zuletzt geändert von miximaxi am 10.02.2009, 13:59, insgesamt 1-mal geändert.
miximaxi
 
Beiträge: 621
Registriert: 30.07.2005, 17:59
Wohnort: Region Hannover

Beitragvon rei » 21.12.2006, 23:50

Hallo
Zum Trafo kann ich nur sagen das es bisher keine Probleme gab. Bei Kurzschlüssen egal welcher Art schaltet mein System in der Regel sehr zuverlässig ab. Aber über das zwischenschalten einer zusätzlichen Sicherung sollte man mal nachdenken.
Zum Thema Kompabilität muss ich ganz klar sagen: Viele Hersteller sind untereinander verwendbar. Ich fahre mit Esu, Lenz und Roco Elementen. Alles läuft meistens einwandfrei.
Aber ich denke das liegt dann nicht an dem DCC System, sondern hat wohl mehr was mit der NMRA Norm zu tun, nach der sich verschieden Hersteller richten. Sicher bin ich mir da allerdings nicht.
Und ich persönlich bevorzuge auch ganz klar diese Systeme, weil es für mich Zukunftssicherheit! bedeutet. Ausserdem entsteht so auch mehr Wettbewerb, was sich auf den Preis und die Qualität auswirken. Denn wenn man sich die Preisentwicklung der DCC Decoder z.B. anschaut: Heute bekommt man schon sehr hochwertige, lastgeregelte zu sehr guten Preisen: zwischen 15 und 20 Euro. Vor knapp drei bis vier Jahren lagen die Preise da noch um einiges höher.
Aber ich denke jeder sollte sich sein System auswählen und damit mehr oder wenig glücklich werden. Probieren geht bekanntlich über studieren. Da habe ich selber genug Erfahrungen sammeln dürfen.
Und eine Erfahrung hat meistens gestimmt: Die billige Lösung war meist die teure.
Also bis denn
Rei :]
rei
 
Beiträge: 256
Registriert: 25.04.2002, 21:29
Wohnort: Aachen

Beitragvon Georg » 22.12.2006, 01:27

NMRA und DCC Dekoder sind kompatibel.
Hier ist eine nicht mehr ganz aktuelle Übersicht:
http://dcc-mueller.de/decoder/dectab_d.htm

Zu den Booster findest Du hier eine Grafik. Sie ist zwar für Fremo-Module gezeichnet. Aber so wie die Modulanlage in einzelne Segmente unterteilt ist, kannst Du auch eine größere Anlage unterteilen. .
http://fremodcc.sourceforge.net/dcc_d.html

Original von rei
Zum Trafo kann ich nur sagen das es bisher keine Probleme gab. Bei Kurzschlüssen egal welcher Art schaltet mein System in der Regel sehr zuverlässig ab.


In der Regel passieren an einer ampelgesicherten Kreuzung auch keine Unfälle. Und trotzdem muß die Polizei gelegentlich dahin ausrücken.

Was ist denn, wenn das System nicht "in der Regel abschaltet"? Im Zweifel wird nur die Ausgangsseite der Digitalzentrale zum Gleis hin unterbrochen. Auf der Eingangseite bleibt sie weiter unter Spannung. Und da stecken die Gefahren. Wenn ich dein Versicherungsberater wäre, würde ich dir sagen, die dadurch entstandenen Schäden hast du GROB FAHRLÄSSIG selbst herbeigeführt und dann zahlt die Versicherung "in der Regel" nicht.

Während in den Modellbahnfahrpulten Transformatoren eingebaut sind, die bei einem Kurschluß "in die Knie" gehen, ist bei normalen Transformatoren der sogenannte Kurzschlußstrom nur durch den Innenwiderstand der Sekundärwicklung, der Netzimpedanz des Stromnetzes und den eventuellen Überganswiderständen an der Kurzschlußstelle abhängig. Die Werte sind dir aber nicht bekannt. Mit anderen Worten: da fließt im Kurzschlußfall ein höheren Strom als die 16,5 A (das ist die Dauerleistung), für die der Transformator vorgesehen ist.

Wenn man weiß, was man tut kann man so einen starken Transformator verwenden. Aber Deinen Worten entnehme ich eine gewisse Sorglosigkeit deinerseits in diesen Dingen und dann gehört so ein Transformator nicht auf eine Modelleinsenbahnanlage.

Wenn dich die Worte von Jürgen und mir nicht überzeugen, vielleicht tut es ein Bild. Das folgende Bild zeigt einen Kurzschluß erzeugt von einem Transformator. Bei 12 Volt und 20 Ampere (das schafft Dein Transformator!) sieht das so aus.

Georg
Dateianhänge
Kurzschluss_12V20A.jpg
Georg
 
Beiträge: 514
Registriert: 30.04.2004, 08:06

Beitragvon Ulrich Albrecht » 22.12.2006, 04:34

Ich benutze auch einen dieser dicken Trafos fuer mein Digitraxsystem. Er liefert 15V und wenigstens 8A. Die genauen Daten sind mir nicht bekannt, da ich den Trafo von einem Bekannten vor 15 Jahren bekommen hatte, und er selbst ihn von der US-Army geerbt hatte.

Da ich ohne Sicherung im Sekundaerkreis das System nicht betreiben wuerde, habe ich den Sekundaerstromkreis mit einer Schmelzsicherung abgesichert, und benutze 6qmm starke Kabel, um den Transformator mit der Zentrale zu verbinden. Diese liefert 8A, und diese 8A werden mit kuerzesten Leitungen in drei Stromkreise aufgeteilt, deren jeder 4,5A nicht uebersteigen kann (5A sind in den USA zulaessig). Jeder dieser Stromkreise benutzt 2.5qmm Leitungen, um den Digitalstrom zu verteilen.

Zur Verwendung verschiedener Teile bei den DCC-Systemen nach NMRA-Norm laesst sich das folgende sagen. Bei diesen Systemen ist die Kommunikation der Zentrale mit den Decodern genormt. Wenn es Probleme gibt, liegen die Ursachen meist darin, dass entweder der Decoder oder die Zentrale nicht normierte Befehle verwenden.

Was jedoch nicht genormt ist, ist der Datenbus zwischen Zentrale und Regler, Schaltpulten usw. Hierbei verwenden Uhlenbrock, Digitrax und Fleischmann das von Digitrax eingefuehrte Loconet. Da Piko anscheinend auch das Loconet verwendet, sind alle die Geraete von Piko, Digitrax, Fleischmann und Uhlenbrock verwendbar. Man kann auch Verstaerker von Lenz mit diesem System verwenden, nur muss man ein Uebergangskabel fertigen. Somit sollte die Piko Fernbedienung mit der Intellibox funktionieren.

In wieweit es Probleme mit den Fahrstufen (28 gegen 128 ) gibt, kann ich nicht beurteilen. Doch bin ich in dieser Hinsicht zuversichtlich, da die Zentrale den Befehl fuer die Decoder produziert und nicht der Regler. Die Bedienungselemente senden Befehle wie "Lok mit Adresse 38 auf 45% der in CV5 festelegten vollen Geschwindigkeit", welcher dann von der Zentrale in Fahrstufen uebersetzt wird. Die einzige Einschraenkung ist, dass die Fernbedienung keine Decoder mit einer Adresse hoeher als 127 direkt ansprechen kann, was auch die alten Digitrax UT-1 Regler nicht konnten. Es gibt jedoch im Loconet einen Befehl, mit dem man dieses Problem umgehen kann, solange der Regler die Ausuehrung dieses Befehls unterstuetzt (als Beispiel sehe man sich den Fredregler von Uhlenbrock an).

Lenz benutzt einen anderen Datenbus, der nicht mit dem Loconet kompatibel ist. Es gibt jedoch einen Adapter von Uhlenbrock, der den Einsatz von allen Lenz- und Rocogeraten im Loconet erlaubt.

Ulrich
Ulrich Albrecht
 
Beiträge: 620
Registriert: 20.04.2005, 14:43
Wohnort: Auburn, AL, USA

"Wer nicht hören will, muss fühlen?"

Beitragvon miximaxi » 22.12.2006, 09:28

Beitrag durch Autor gelöscht !
Zuletzt geändert von miximaxi am 10.02.2009, 13:59, insgesamt 1-mal geändert.
miximaxi
 
Beiträge: 621
Registriert: 30.07.2005, 17:59
Wohnort: Region Hannover

Beitragvon rei » 24.12.2006, 13:36

Hallo
Habe mir meine Trafos mal genauer angesehen. War ja doch ein wenig besorgt. Allerdings sollte ich auch noch erwähnen, das ich die Trafos im Fachhandel gekauft habe. Auch hier lege ich Wert auf Qualität. Die Trafos haben alle einen eingebaute Sicherung. Also ist da schon mal eine gewisse Sicherung vorhanden. Ich werde aber trotzdem noch eine zusätzliche Sicherung mit einbauen.

Desweiteren möchte ich noch einmal auf die Piko-Steuerung zurückkommen, weil in der ganzen Diskussion um die Trafos dies ein wenig untergegangen ist.
Hier also noch einmal meine persönliche Meinung, die ich aus der ganzen Diskussion sozusagen gebildet habe:
Ich halte von dem System nichts, da es ein Eigenständiges, nicht kompatibles System ist. Ich denke es handelt sich hier um eine billige Variante der Uhlenbrock-Steuerung. Letztlich soll und wird der Käufer eben genau da irgendwann landen, weil er schnell merkt, das ihm die vorhandene Piko Steuerung nicht reicht.
Ich habe mir die verschiedenen Punkte der Steuerung genau angesehen und es ist schon recht kompliziert. Man muss immer zwischen einzelnen Kanälen hin und her schalten. Die angepriesene Weichensteuerung ist auch umständlich.
Will man also das ganze etwas bequemer und umfangreicher wird man irgendwann bei der Powerbox landen. Und ich denke das wird recht schnell geschehen. Und vom wem die gebaut wird ist ja recht eindeutig zu erkennen. Der Preis ist ja auch nicht zu verachten. Satte 479 Euro soll der Spaß dann kosten. Beim Lokshop etwa 387 Euro. Dann brauche ich auch noch einen leistungsfähigen Trafo, damit das ganze dann richtig Sinn macht.
Da bekomme ich aber deutlich bessere und Leistungsfähigere Systeme, die auch wesentlich moderner sind.
Fazit:
Eine Steuerung die zum testen von digital oder für eine Kinderanlage vielleicht ausreicht. Mehr aber absolut NICHT !!!!!
Wer wir ich eine grosse Ausstellungsanlage oder eine mit verschiedensten Schaltungen versehene Anlage steuern will sollte die Finger davon lassen. Ich kann auch keine Erweiterung mittels Interface zur Computersteuerung erkennen. Dies ist auch ein weiterer Schwachpunkt, der bei anderen Anbietern von Anfang an! möglich ist. Denn gerade die Steuerung per PC oder Laptop ist bei z.B. den Weichen sehr sinnvoll und übersichtlich. Dies haben wir auf diversen Veranstaltungen testen können. Außerdem ist gerade diese Option bei Kindern und Jugendlichen sehr hoch im Kurs. Und die sollen ja schließlich auch damit spielen. Und so eine Gleisbild mit allen Signalen und Weichen hat schon was. Vor allem dann, wenn nicht nur der Erbauer der Anlage sich zurechtfinden soll. Dies kann ich aus Erfahrung berichten.
Es handelt sich um eine geschickte Strategie der Firmen Piko und Uhlenbrock. So locke ich den Modellbahner zu meinem System, welches leider nur in sich funktioniert. Da hat der geneigte Verbraucher dann später nur die Wahl, für immer dabei zu bleiben oder alles zu verkaufen und neu zu beginnen. Dies geschieht aber in der Regel nicht, da man ja nicht ständig was neues lernen will.
Ich denke jeder sollte seinen eigenen Erfahrungen machen und das für sich beste System herausfinden. Es gibt kein perfektes. Auch meine Steuerung hat Stärken und Schwächen. Bei Lenz ist z.B. eine Aufrüstung und Modernisierung lange überfällig. Allerdings weiss ich aus diversen Rückfragen das da was kommt.
Das war jetzt alles was ich zu dem Thema sagen werde, da man ja bekanntlich lange über solche Dinge streiten oder diskutieren kann. Wie gesagt, es ist meine persönliche Meinung und akzeptiere jede andere.
Bis denn und frohe Weihnacht!!
Rei
:D
rei
 
Beiträge: 256
Registriert: 25.04.2002, 21:29
Wohnort: Aachen

Beitragvon Ulrich Albrecht » 24.12.2006, 15:57

Die Aufruestbarkeit war fuer mich der Grund, warum ich das Digitrax-System gewaehlt hatte. Das Einsteigersystem dieser Firma (Zephyr) ist voll kompatibel mit allen Eigenschaten der grossen Zentrale (Chief), so dass man alle Teile voll und eingescharaenkt weiterbenutzen kann. Der Zephy kann als Regler und Verstaerker weiterbenutzt werden, wenn man auf die grosse Zentrale umsteigt. Andererseits war die fehlende Aufruestbarkeit mein Hauptkrretikpunkt des Pikosystems.

Ulrich
Ulrich Albrecht
 
Beiträge: 620
Registriert: 20.04.2005, 14:43
Wohnort: Auburn, AL, USA

PIKO Digitalsystem - besser als gedacht!

Beitragvon miximaxi » 06.01.2007, 18:22

Beitrag durch Autor gelöscht !
Zuletzt geändert von miximaxi am 10.02.2009, 14:00, insgesamt 1-mal geändert.
miximaxi
 
Beiträge: 621
Registriert: 30.07.2005, 17:59
Wohnort: Region Hannover

Beitragvon rei » 06.01.2007, 19:05

Hallo
Ich wollte mich zwar eigentlich nicht weiter zu dem Piko System äussern, habe mich aber doch dazu entschlossen.
Ich möchte mal hinterfragen, warum kauft man sich ein Digitalsystem und was erwartet man?
Ich habe mich damals für das Lenz Compakt entschieden, weil es viele Möglichkeiten bietet. Denn ich wollte nicht nur einfach mit möglichst vielen Loks fahren, nein auch die Anpassung und Programierung der Modelle sollte recht einfach und komplett sein. Ausserdem sollte es jederzeit mit möglichst vielen anderen Produkten kompatibel und Ausbaufähig sein. Und natürlich nicht zu vergessen die Möglichkeit einer analogen Loksteuerung über Adresse 0.
Zum damaligen Zeitpunkt traf dies sicher zu, heute gibt es Einsteigermodelle die noch mehr können.
Ich hätte glaube relativ schnell Frust geschoben, wenn ich hätte merken müssen, das die oben genannten Funktionen und Möglichkeiten nicht verfügbar sind.
Wenn man bedenkt, das es für 50 Euro mehr, Systeme gibt, die all diese Dinge beherrschen, so würde ich nicht zum Kauf des Piko raten. Es ist auf Dauer frustrierend und unbefriedigend. Und nur wegen der drahtlosen Steuerung? Ich denke das deshalb auch viele Möglichkeiten eben nicht gehen. Das läuft halt nur über Kabelverbindungen.
Für mich ist die neue Lokmaus von Roco zur Zeit das TOP-Einsteigermodell. Es hat viele Möglichkeiten und ist auch schon für 80 Euro zu haben. Lediglich die analoge Ansteuerung geht nicht, das könnte man aber über die zweite Aussenschiene regeln.
Ich möchte niemanden davon abhalten seine persönlichen Erfahrungen zu machen. Ich habe sie gemacht und kann glaube ich nach 50 umgebauten Loks und diversen Ausstellungserfahrungen ganz gut beurteilen was Praxistauglich ist und was lediglich als Spielerei gedacht ist und auch so funktioniert.
Wie gesagt, dies spiegelt meine persönliche Meinung wieder und beruht auf den von mir gemachten Erfahrungen.
Danke und tschüss
Rei
rei
 
Beiträge: 256
Registriert: 25.04.2002, 21:29
Wohnort: Aachen

Beitragvon Ulrich Albrecht » 06.01.2007, 20:20

Ich persoenlich wuerde Rei's Ansatz zur Digitalisierung waehlen. Das Pikosystem bietet sich an, wenn man nur erst einmal schnuppern will, und keine grossen Ausbauplaene in der naeheren Zukunft hat. Bei rund 40.00 Euro ist nicht viel investiert.

Wenn man andererseits bereits konkrete Digitalplaene hat, sollte man entweder die Rocomaus oder das Lenz Compact als Einsteigerzentrale waehlen. Ausserdem sollte man bedenken, dass in den meisten Faellen ein zusaetzlicher Booster noetig ist.

Ich kann ohne Probleme 4 Zuege auf meiner Anlage gleichzeitig fahren. Hinzu kommt noch eine Rangierlok. Also koennen ohne weiteres 5 Loks gleichzeitig zum Einsatz kommen. Ausserdem haben oft zwei der Zuege Beleuchtungen. Somit kann der Stromverbrauches leicht auf 5 X 0.7A + 1.0 A = 4.5A kommen. Die meisten Zentralen liefern zwischen 2.5A und 3.0A. Fuer mich gab es auf Grund dieses Stromverbrauches die folgenden zwei Moeglichkeiten:

a) Zephyr + 5A Booster + Handregler = $525

b) Zephyr + 8A Booster + Handregler + Stromteiler
= $ 565

Aufgrund dieser Rechnungen habe ich den Ratschlag meines Haendlers befolgt, und bin mit dem Digitrax Chief (8A) eingestiegen. Der Digitrax Zephyr wird als Booster fuer die Weichen und zusaetzlicher Regler eingesetzt. Hierdurch stehen zusaetzliche 2.5A fuer die Weichen und Signale zur Verfuegung.

Ulrich
Ulrich Albrecht
 
Beiträge: 620
Registriert: 20.04.2005, 14:43
Wohnort: Auburn, AL, USA

Kompatibel?

Beitragvon rei » 25.01.2007, 22:57

Hallo
Auf dem letzten Euregio-Stammtisch hatte Dietmar seine Piko-Steuerung und ich meine Lenz Zentrale plus ESU-Funkregler dabei.
Ich wollte testen, ob Piko mit Lenz oder anderen DCC-Anbietern wie Roco, Esu u.s.w. kompatibel ist.
Leider muss man feststellen, das es leider nicht geht. Es ist ein in sich geschlossenes System was nur mit dem Hersteller Uhlenbrock kompatibel zu sein scheint.
Das ist schade. So schliesst man eine sinnvolle Erweiterung Stück für Stück aus. Denn es gibt genügend Komponenten die untereinander mischbar sind.
Aber das war ja von mir bereits befürchtet worden.
Ausserdem finde ich es auch nicht gut, das man keine Decoderwerte auslesen kann. Wie bitteschön soll man einen alte Lok oder einen neuen Motor anpassen? Alles per Hand probieren und auf einem Zettel mitschreiben? Nicht sehr komfortabel. Ich glaube mir würde da als Neuling schnell der Spass vergehen. Denn gerade das testen und ausprobieren einzelner Werte macht sehr viel Spass und bereichert das Fahrvergnügen auf einer Anlage.
Wer allerdings nur eine Kreis sein eigen nennt braucht dies sicher nicht.... :]
Bis denn
Rei
rei
 
Beiträge: 256
Registriert: 25.04.2002, 21:29
Wohnort: Aachen

VorherigeNächste

Zurück zu Digital

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste