Hallo,
in den letzten Tagen mußte ich viel arbeiten und habe nur wenig Anderes geschafft, aber immerhin war ich heute mal bei Conrad und habe eine kleine Auswahl LEDs gekauft, die in Frage kommen. Ich werde damit nun etwas herumprobieren und mich dann mit Ergebnissen zurückmelden und auch die einzelnen LED-Typen mit angeben.
Nur soviel vorweg: es gibt dort SMD-LEDs mit angelöteten Kabeln, somit löst sich das Problem des Lötens dieser wirklich winzigen Bauteile.
Die Dampfloks lassen sich damit wohl - zumindest an den Scheinwerfern, die einen Schacht für Lichtleiter haben - am besten beleuchten, da es keine LEDs gibt, die in diese Schächte passen. Ich werde auch die Weiß-Töne beurteilen und hier posten, dann hat man mal eine Auswahl an möglichen Modellen.
Bezüglich der Schaltungen ist mir einiges noch nicht ganz klar, ich muß mich da noch hereinfuchsen.
Sollte es tatsächlich so sein, daß ein FET auch in der entgegengesetzten Richtung von Strom durchflossen werden kann, dann ist eine Sperrdiode natürlich notwendig. Ich war davon ausgegangen, daß ein Stromfluss von Drain zu Source nicht möglich ist und somit auch keine Sperrdiode benötigt wird.
Allerdings wird kein Vorwiderstand notwendig, da der FET ja immer nur einen bestimmten Strom durchlässt, im Falle des FET BF256C 18mA. Das bedeutet im Umkehrschluß für mich, daß die dahinter liegenden LEDs - sofern es mehrere sind - in Reihe geschaltet sein müssen, da bei einer Parallelschaltung der Strom (will heißen die Stromstärke I in Ampère) an jeder einzelnen LED geringer als 18mA wäre (also dunkleres Leuchten). In einer Reihenschaltung bleibt der Strom an jeder LED aber gleich, die benötigte Spannung erhöht sich.
Zum Thema Sperrdiode: auch bei einer LED-Reihenschaltung kann man doch eine einzelne Sperrdiode antiparallel zur gesammten LED-Reihe schalten, es hat den gleichen Effekt wie bei einer einzelnen LED. Letztendlich werden damit die LEDs ja nur für die gegenläufige Stromrichtung überbückt, um sie zu schützen. Oder bin ich da auf dem Holzweg?
Bezüglich der Widerstände: lassen sich nicht auch individuelle Vorwiderstände realisieren, wenn man diese zusammen mit der zugehörigen LED innerhalb der Parallelschaltung in Reihe schaltet? So könnte man z.B. 3 weiße LEDs und mit Vorwiderstand x in Reihe schalten und antiparallel dazu 2 rote LEDs mit Vorwiderstand y in Reihe. Ich weiß, ein Schaltbild wäre jetzt Gold wert, aber es ist schon spät...
Die Notwendigkeit der Verbindung zwischen jeder LED auf dem letzten Schaltbild habe ich noch nicht hinterblickt, lasse mich aber gerne belehren...
Beim analogen Zugbetrieb würde ich die Schaltung mit dem FET (und der Sperrdiode) bevorzugen, da dadurch ab ca. 5V (bei einer LED) eine gleichbleibende Helligkeit erreicht wird (auch wenn der Aufwand jede LED einzeln zu versorgen höher ist).
Wieso jede einzelne LED? Man kann doch auch mehrere LEDs hinter dem FET versorgen, wenn man eine Reihenschaltung verwendet (siehe oben)?
Bezüglich des Themas Lack:
Meine Br64 habe ich nun doch abgebeizt, der Lack hatte ein paar kleine Macken und da ich jetzt schon dabei war ging es gleich weiter. Auch dieser Lack ließ sich sehr gut mit Spiritus lösen. Damit hatten nun 3 von 4 Dampfloks spirituslöslichen Lack ohne Grundierung, eine Br80 steht noch aus, aber an deren Lackmacken sieht man auch keine Grundierung.
Es scheint so zu sein, daß Loks mit Grundierung nitrolösliche Lacke, Loks ohne Grundierung spirituslösliche Lacke haben.
Das gilt aber nur für Dampfloks und deren Schwarzlack, ich weiß nicht womit andere Loks lackiert sind.
Der spärliche rote Lack an den Dampfloks löst sich zum Beispiel sehr gut in Nitro, in Spiritus eher widerwillig, aber es geht.
Also, falls noch jemand Nachhilfe für meine noch etwas rudimentären Elektronikkenntnisse bieten kann, nur zu.
Gute Nacht,
Bernhard