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BR 42

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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BR 42 mit Mabuchi und Getriebe 1:18

Beitragvon miximaxi » 14.01.2008, 19:37

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Faulhaber-Motor für BR42?

Beitragvon Mechanik-Freak » 21.03.2008, 12:17

Hallo,
ich habe mal wieder eine Frage:
Wie auf dem Bild zu sehen, ist in der Lok ein Getriebe-Motor verbaut worde. Laut Besitzer handelt es sich um einen Faulhaber-Motor, der "vor etlichen Jahren als speziell für die Trix BR42 empfohlener Austauschmotor" eingebaut wurde.
Mir fällt dabei auf, daß schon mal die beiden Wellen nicht in fluchten und man das auch nicht ändern kann.
Kennt jemand den Motor oder hat Erfahrungen damit? Evtl. sogar techn. Daten? Mir erscheint er zu schwach für die Lok und die Schwungmasse zu klein und damit fast wirkungslos.
Was meint ihr dazu?

Gruß, Michael

PS: Frohe Ostern!
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42-faulhaber.JPG
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Beitragvon Taigatrommel » 21.03.2008, 19:40

Hallöchen Michael,
Das mit der Flucht stimmt aber das tut der Motorleistung bei den knick keinen Abbruch würde ich sagen. Auch so sollte für mein darfür halten der Motor iO. sein. Durch das Vorgelege wird er schon richtig Leistung bringen. Aber wenn ich mir das Bild betrachte sieht es so aus, als würde der Radversatz nicht stimmen und der frist richtig Leistung. Schau nochmals genau nach. Die erste und zweite Achse sitzen so wie ich es sehe zur vierten und Fünften stark versetzt was mit der Dritten ist sehe ich jetzt so nicht. Durch das Vorgelege wird aber der übliche unrunde Lauf wett gemacht und die Lok fährt so gut wie gleichmäßig weiter bloß langsamer. Das ist so meine Meinung aber vielleicht täusche ich mich auch. Frag doch mal Torsten Schlange oder Heiko Mehnert was die meinen.
Gruß Taigatrommel
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BR 42 mit Faulhaber-Getriebemotor

Beitragvon Peter Hess » 21.03.2008, 21:26

Hallo
Der abgebildete Getriebemotor ist ein Verbeckprodukt.
Die Untersetzung ist 1:4.
Somit ca. 3000 Upm bei 12 V =
Der Fluchtungsfehler wird durch das Kardangelenk ausgeglichen. Da die Schwungmasse auf der schnelllaufenden Motorwelle sitzt, ist sie ausreichend.
Wichtig ist, daß der Radversatz stimmt und die Lok leichtgängig ist. Zum Test Schnecke aus Getriebe ausbauen, damit die Lok sich schieben läßt.
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Getriebeumbau und die Folgen

Beitragvon Mechanik-Freak » 09.12.2008, 10:12

Mir sind in letzter Zeit drei BR42 in die Finger gekommen, bei denen das Getriebe umgebaut wurde (1x 21:1 und 2x 18:1).
Dieser Umbau macht aus meiner Sicht durchaus Sinn, wird doch dadurch die Geschwindigkeit auf einigermaßen NEM-gerechte Werte reduziert, andererseits die Zugkraft erhöht. Beides wirkt sich sehr positiv auf die Lok aus, kann man sie doch als das verwenden, was sie eigentlich ist: eine schwere Güterzuglok.

ABER: Aus meiner Erfahrung heraus müssen mit dem Umbau auch die Lager der Lok ausgebuchst werden, sonst kommt es unweigerlich zu Schäden. Das Material des Rahmens ist einfach nicht widerstandsfähig genug, um die höheren Kräfte, die durch den Umbau entstehen, aufnehmen zu können. Es ist unerheblich, ob die Plastik-Zwischenzahnräder verwendet werden, oder welche mit Stahlachsen - die Lager gehen als erstes kaputt. Dann folgen unweigerlich die Lager der Antriebsachsen, usw.
Bei einer Lok haben sich sogar die Kuppelstangen in die Schrauben eingearbeitet!

Stichwort Zwischenzahnräder: Die Original Zahnräder von Trix haben eine sehr große Fertigungstoleranz. Beim Ausbuchsen verwende ich mittlerweile Buchsen mit der Toleranz 2,5 H7(Mindestmaß=2,5mm + ca 30µm). Damit ist gewährleistet, daß die Stahl-Achsen in den Lagern sehr leichtgängig laufen, aber kein Spiel haben. Bei den Plastik-Zahnrädern funktioniert das aber nicht. Von den 6 Stück, die ich habe, hat kein einziges gepasst. 2 hatten Spiel im Lager, 1 hat geklemmt und 3 passten erst gar nicht rein. Der Einsatz von Zahnrädern auf Stahlachsen ist also durchaus sinnvoll, zumal sie auch widerstandfähiger sind, als die Plastikteile.

Eine so rastaurierte Lok dürfte also so schnell nichts mehr "aus der Fassung" bringen.

Gruß, Michael
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Trix BR 42: schlechte Grundkonstruktion

Beitragvon miximaxi » 09.12.2008, 10:59

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Beitragvon Mechanik-Freak » 09.12.2008, 11:12

Hallo Jürgen

.... die Schäden sind m.E. nicht in erster Linie auf den Getriebeumbau zurückzuführen, sondern mehr darauf, dass die Trix BR 42 einfach schlecht konstruiert ist....


Da stimme ich dir auf jeden Fall zu! Aber durch den Getriebeumbau beschleunigt sich das Auftreten der Schäden erheblich und die Ausmaße sind größer. Will man also lange Freude an der Lok haben, ist der von mir beschriebene komplette Umbau nach meiner Erfahrung unverzichtbar.

Gruß, Michael
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 09.12.2008, 14:54

Hallo,

Die 42 ist auf jeden Fall meine Lieblingsgueterzuglok. Aber auch beim Vorbild wurde sie im Westen nicht wirklich als schwere Gueterzuglok eingesetzt. Bei der DB wurden die Loks aufgrund ihrer konstruktionsbedingen Schwaechen hauptsaechlich im mittleren Dienst eingesetzt, besonders nach einer Kesselexplosion 1953. Da es aber fuer diesen Dienst die BR50 in Massen gab, ist der Grund fuer das schnelle Aussscheiden der Baureihe wohl hierin zu suchen. In der DDR und Oesterreich wurde die Lok jedoch im schweren Dienst eingesetzt, aber dort hatte man soviele 44er fuer diesen Dienst wie bei der Bundesbahn, so dass sich die Kosten der Ausbesserung der BR42 lohnten.

Wie die Bundesbahn sollten wir Expressler uns auch fragen, ob es nicht besser waere, die Lok nur vor leichteren Zuegen (weniger als 15 Plastikwagen bei Steigungen) einzusetzen. Meine 42er lief in diesem Dienst fuer f25 Jahre sehr zufriedenstellend, und zeigte keine Schaeden. Fuer den schweren Dienst koennte man sich eine 44 von Trix oder eine 41 von Fleischmann umbauen lassen. Dies ist nicht nur billiger, als die 42 fuer schwere Lasten tauglich zu machen, sondern ergibt einen Grund eine weitere Lok zu kaufen!


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Beitragvon Mechanik-Freak » 09.12.2008, 17:52

Hallo Ulrich,
es ging mir bei der Beschreibung nicht darum aufzuzeigen mit welch (imensem) Aufwand man die BR42 für den schweren Einsatz tauglich machen kann. Da kann es durchaus sinnvoller sein eine entsprechend zugstarke Lok anzuschaffen.
Es gibt aber viele Umbauvarianten für die 42. Einige sind dazu gedacht die Maschine zu schonen (Mabuchi-Motor mit Schwungmasse), andere Umbauten, wie die beschriebenen Getriebemodifikationen verschlechtern die Haltbarkeit erheblich.
Ich wollte lediglich herausstellen, daß wenn man eine so umgebaute Lok hat (oder sich mit dem Gedanken trägt sie so umzubauen), man eben in den sauren Apfel beißen und die Lager eben ausbuchsen muß. Selbst gute Pflege hilft da nicht lange. Das Material gibts einfach nicht her.

Das solte man auf jeden Fall berücksichtigen.

Gruß - Michael
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 09.12.2008, 21:11

Michael,

Genau so hatte ich es auch verstanden.

Mein Vorschlag war mehr als Hinweis an alle gedacht, deren BR42 zwar etwas schwach, aber noch ohne Schaeden durch die Lande faehrt. Man sollte sich in diesem Fall fragen, ob es sich lohnt, eine solche BR42 aufzumoebeln. Wenn man jedoch eine mit Schaeden hat, dann kann (und sollte) man auch Naegel mit Koepfen machen, und alle Umbauten, die Du beschreiben hast, als Teil der Reperatur durchfuehren.

Ich bin uebrigens von Deinen Reperaturen sehr beeindruckt.

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Beitragvon noels » 13.12.2008, 13:17

Hallo zusammen,
die Aussagen von Michael, Jürgen und Ulrich kann ich nur bestätigen:
Trix hat ein sehr vorbildgetreues Modell geschaffen -> Vorbild, wie Modell sind für den zugedachten Zweck untaugliche "Möhren".

Für mich habe ich ähnlich wie Ulrich entschieden:
Meine Lok ist mechanisch noch gesund. Also wird sie selten und vor leichteren Zügen eingesetzt. Denn egal, was man damit anstellt, alle Schwächen kann man nicht beseitigen. Damit will ich keinesfalls die gute Arbeit von Michael in Frage stellen. Aber mir erschien es auch "wirtschaftlicher", vor schweren Zügen eine umgebaute BR44, BR50, oder von Trix die E94, oder E50 einzusetzen, als so viel Arbeit und/oder Geld in die BR42 zu investieren.
Gruß
Heiko
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BR42

Beitragvon Ulrich » 15.12.2008, 16:50

Hallo,
Michael hat meine aus Kindertagen ziemlich zerspielte BR42 wieder instandgesetzt. Es hat sich für mich aus sentimentalen Gründen gelohnt, da ich immer sehr an der Lok gehangen habe. Sie fährt jetzt wirklich sehr schön.

Folgende Frage bleibt noch: für die am Tender fehlende Leiter habe ich mir in Schwerte Ersatz gekauft. Ich weiss aber nicht genau, wie die Leiter zu montieren ist. Kann mir bitte jemand helfen?

Danke im voraus.

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Befestigung der Tenderleiter (Fotos)

Beitragvon miximaxi » 15.12.2008, 19:58

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Beitragvon Ulrich Albrecht » 16.12.2008, 03:02

Hallo Namensvetter,

Die Situation, in der sich Deine 42er befand, ist genau die, bei der sich meiner Meinung nach ein Aufarbeiten und die Verbesserung der Maschine lohnt. Fuer Loks, wie Heiko und ich einsetzen, sind aber die Voraussetzungen fuer eine Modernisierung nicht gegeben.

Ohne kraeftige Ausbesseungen ist die BR42 (genauso wie ihr Vorbild!) nicht im schweren Gueterzugdienst einsetzbar. Gluecklicherweise gehen bei unseren 42er nur die Achs- und Zahnradlagerungen drauf. Beim Original brachen die Stehkesselanker, und bei der 42 1893 flog sogar der ganze Kessel in die Luft. In NEM hatte uebrigens Liliput-Wien genau dies Lok als eine von mehreren im Program.

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@ miximaxi ...

Beitragvon Mechanik-Freak » 16.12.2008, 11:02

....
Mit diesen Umbaumaßnahmen sind aber wohl viele hier überfordert, so dass ich hoffe, dass man auch weiterhin auf Deine diesbezügliche Unterstützung zählen kann !?


Selbstverständlich. Wer Probleme hat kann sich gerne bei mir melden.

Michael
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