Die V 36 stammt bekanntlich aus den Lokbeschaffungsprogamm der deutschen Wehrmacht. Zum Transport von Geschützen an der Front suchte man eine Möglichkeit, die Transporte ohne verräterische Rauchfahne vornehmen zu können.
Gebaut wurden dann zunächst einige zwei-(!)-achsige Vorausloks mit 200, 240 und 360 PS.
Die Lok mit 200 PS wog etwa 26 t. Mit der daraus resultierenden Achslast von 13 t war sie auch für leichte Nebenstrecken geeignet.
Die Lok mit 360 PS wog aber 36 t – damit war die Lok für Betrieb auf schlechten Gleisen ungeeignet. So wurde die 360 PS - Lok bei gleicher Gesamtanordnung in eine dreiachsige Lok umkonstruiert, die dann etwa 40-41 t auf die Waage brachte und mit einer mittleren Achslast von 13-14 t auch für Nebenbahngleise geeignet war.
Die Bezeichnung WR 200 B bedeutet z. B:
W= Wehrmacht
R= Regelspur
200l = Leistung in PS
B = 2 Achsen, (C = 3 Achsen, D = 4 Achsen)
Gebaut wurden:
WR 200 B - ca. 120 Stück, davon später etwa 20 Stück bei der DB = V20 (BR 270)
WR 240 B - 4 Stück
WR 360 B – bekannt ist ein Bild mit 2 Loks vor dem Grunewalder Versuchszug – 2 Stück?
WR 360 C – etwa 300 Stück, von denen etwa ein Fünftel bei der DB als V36 übernommen wurden (DB: BR 236; DR: BR 103)
WR 550 D – 6 Stück – keine bei der DB
Von der WR 550 D und der WR 360 B sind nur wenige Bilder bekannt.
Die Herstellerfirma Schwartzkopff warb 1937 mit der zweiachsigen Variante in Anzeigen, weil man noch keine dreiachsige vorzeigen konnte.
Wie aus dem Bild ersichtlich, könnte man die zweiachsige Lok aus einer Trix V36 bauen, indem man eine Achse fortläßt.
Augenfällig ist, daß der Luftkessel, der sich bei der dreiachsigen Lok unter dem Umlaufblech im Bereich des Kühlers befindet, zur Lokmitte gewandert ist. Auch der Rangiertritt ist recht spartanisch ausgefallen.











